Die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz finden sich disziplinenübergreifend in allen fünf Forschungsschwerpunkten der TH Rosenheim, in der Folge gibt es auch eine große Bandbreite an Forschungsprojekten und Publikationen. Forschung, Entwicklung und Transfer sind zentrale Hebel, um Wissen zu teilen und nachhaltige Technologien der Zukunft für ein besseres Morgen voranzutreiben.
Der interdiziplinäre Forschungsschwerpunkt Bauen, Planen und Energie befasst sich mit verschiedenen Aspekten des Bauens - vorwiegend mit biogenen Materialien, der Energieeffienzienz & - versorgung bis hin zum altersgerechten Wohnen. Diese Bereiche sind eng miteinander verbunden und spielen eine wichtige Rolle in der nachhaltigen Entwicklung und Gestaltung unserer Städte. Die TH Rosenheim ist mit dem Schwerpunkt „Bauen, Planen und Energie“ auf der Forschungslandkarte der Hochschulrektorenkonferenz vertreten.
Der Forschungsschwerpunkt Bioökonomie und Holztechnologie beschäftigt sich sich mit der nachhaltigen Nutzung von biologischen Ressourcen, insbesondere Holz. Es werden Fragen rund um das Thema biobasierte Materialien bzw. der Substitution fossiler Rohstoffe untersucht. Der Fokus liegt dabei auf der zirkulären Bioökonomie mit technischem Fokus auf dem Holzaufschluss, der Fasermodifikation bis hin zum Produktrecycling. Mit dem Schwerpunkt „Bioökonomie und Holztechnologie“ ist die TH Rosenheim auf der Forschungslandkarte der Hochschulrektorenkonferenz vertreten.
Der digitale Wandel verändert die Gesellschaft und Wirtschaft in atemberaubender Geschwindigkeit. Neben der Digitalisierung von bestehenden Produkten und Prozessen entstehen gänzlich neue Geschäftsmodelle, die für Industriestandorte zunehmend zum wettbewerbskritischen Faktor werden. Der Forschungsschwerpunkt Digitale Transformation forscht interdisziplinär zu verschiedenen Fragestellungen, die eine zunehmend digitalisierte Lebens- und Arbeitswelt mit sich bringt, wobei Schlüsseltechnologien einen hohen Stellenwert einnehmen.
Der Forschungsschwerpunkt Produkte und Produktion untersucht Forschungsfragen rund um das Thema Fertigungstechnologien und Methoden zur Produktinnovation sowie Prozessketten. Dabei stehen Verbesserungen der Produkt- und Prozessqualität und die effizientere Nutzung von Rohstoffen und Energien im Mittelpunkt.
Das interdisziplinäre Forschungsfeld Gesundheit, sozialer Wandel und Wohlergehen befasst sich mit verschiedenen Aspekten der Gesundheit, sozialen Veränderungen und dem Wohlbefinden von Individuen und Gesellschaften. Dabei stehen Maßnahmen zum Erhalt und zur Wiedererlangung der Gesundheit und ein geistiges Wohlergehen im Mittelpunkt, gerade in einer sich wandelnden Gesellschaft. Mit dem Forschungsschwerpunkt Gesundheit, sozialer Wandel und Wohlergehen ist die TH Rosenheim auf der Forschungslandkarte der Hochschulrektorenkonferenz vertreten.
Sonnenenergie spielt eine zentrale Rolle bei der Transformation hin zu einem nachhaltigen Energieversorgungssystem. Das Labor für Solare Energiesysteme (LSE) am Campus Rosenheim beschäftigt sich mit Energiemeteorologie, Photovoltaik, elektrischen Netzen, Speichern sowie Solarthermie und Wärmenetzen.
Im Fokus stehen die Wechselwirkungen zwischen Sonnenenergie, Wetterbedingungen und technischer Systemleistung – von der Standortanalyse bis zur langfristigen Betriebsbewertung. Fundament für alle Arbeiten sind präzise Messungen und die Analyse energetisch-relevanter meteorologischer Größen. Mithilfe hochauflösender Sensoren und langfristig gesammelter Datensätze werden die Einflüsse des Wetters auf die Leistung von Photovoltaikanlagen quantifiziert und in realistische Ertragsmodelle überführt. Im Tätigkeitsbereich Solarthermie, Wärmenetze und Speicher untersucht das Labor moderne solarthermische Energiesysteme und wie diese optimiert werden können.
Das Labor für Solare Energiesysteme arbeitet mit verschiedenen Hochschulen, Unternehmen und Forschungspartnern zusammen. Es leistet daher praxisnah einen wissenschaftlich fundierten Beitrag zu einer nachhaltigen Transformation der Energieversorgung.
proto_lab - Fachübergreifendes Labor für eine prototypische Produktionsumgebung
Im proto_lab wird die Flexibilität des Handwerks mit der Effizienz der Industrie gepaart. Um individuelle Kundenwünsche effizient umsetzen zu können, kommunizieren und kooperieren Menschen, Maschinen, Logistik und Produkte mithilfe smarter Technik direkt und dezentral miteinander.
Hierfür wurde eine hochflexible IoT-Produktionsumgebung geschaffen, in der am konkreten Beispiel der Möbelproduktion ein durchgängiger Industrie 4.0 - Prozess entstand. Dieser bildet die vollständige, intelligente Abwicklung eines Kundenauftrags vom Auftragseingang mit Kapazitäts- und Terminplanung über Fertigung und Montage bis hin zur Auslieferung des fertigen Produkts ab.
Das proto_lab dient Forschungszwecken, der Hochschullehre sowie dem Wissenstransfer zwischen Hochschule und regionaler Wirtschaft.
RO-LIP - Rosenheimer Labor für interdisziplinäre Projekte
Über das Labor
Das RO-LIP, kurz für Rosenheimer Labor für interdisziplinäre Projekte, ist ein offenes Labor und Werkstatt für die Studierenden und Mitarbeiter der Technischen Hochschule Rosenheim. Hier könnt Ihr Euren Ideen freien Lauf lassen und Euch mit anderen Studierenden austauschen.
Wir bieten Veranstaltungen, Workshops, Projekte, Podcast und vieles mehr für alle Studierenden der Hochschule an.
Öffnungszeiten Montag bis Freitag: 9:00 bis 17:00 Uhr
Die Aufgabengebiete des RO-LIP sind: Unterstützung interdisziplinärer Zusammenarbeit, Vernetzung von Studierenden, Raum für Kreativität, Förderung von intrinsischen Projekten
Ausstattung
Holz- und Metallverarbeitung, Elektronik, 3D-Druck, Textil und Gestaltung, Lasercutter
roteg - Rosenheimer Technologiezentrum für Energie und Gebäude
Mit seinen vielseitigen Forschungsbereichen versteht sich das roteg als kompetenter und leistungsstarker Partner für interdisziplinäre Forschungs- und Entwicklungsaufgaben von nationalen sowie internationalen Unternehmen aus dem Bereich der Energie- und Gebäudetechnik. Von den hochmodernen Laboren und Einrichtungen profitieren auch Studierende der angegliederten Studiengänge Energie- und Gebäudetechnologie, Gebäudephysik und darüber hinaus.
Die Technische Hochschule Rosenheim verfolgt das Ziel, den Ideen-, Wissens- und Technologietransfer mit der Wirtschaft fortlaufend auszubauen. Um für Unternehmen ein kompetenter und leistungsstarker Partner zu sein, wurde eine Strategie entwickelt, die unter anderem den Ausbau der Laboratorien der Hochschule vorsieht. Den Grundstein dafür legte das Rosenheimer Technologiezentrum Energie und Gebäude - roteg, dessen Aufbau bereits im Juli 2016 begonnen hat und Dank der großzügigen Unterstützung des Seeoner Kreises, des Landwirtschaftsministeriums und einer Förderung in Höhe von drei Millionen Euro durch den Freistaat Bayern realisiert werden konnte. Die Mittel kamen dem Aufbau, der Ausstattung sowie der Erweiterung von Laboratorien sowie Testständen für Energie-, Solar- und Gebäudetechnologie im neuen Forschungszentrum zugute. Auf rund 800 m² Laborfläche bietet das roteg innovative Technik und optimale Bedingungen für Auftrags- und Kooperationsprojekte sowie für die Lehre.
Kooperationsmöglichkeiten mit Unternehmen
Das roteg unterstützt Unternehmen aus der Energie- und Gebäudetechnik als Forschungs- und Entwicklungspartner. Darüber hinaus bietet das roteg die Möglichkeit für die Unternehmen, Studierende in Unternehmen einzubinden oder berufsbegleitend duale Studiengänge im Bereich Energie- und Gebäudetechnologie anzubieten.
Zentrum für Kreislaufwirtschaft & Recycling in Waldkraiburg (ZKR)
Mit dem 2026 eröffneten Zentrum für Kreislaufwirtschaft & Recycling (ZKR) entsteht ein zentraler Anlaufpunkt für Unternehmen im gesamten deutschsprachigen Raum, die Produkte und Prozesse kreislauffähig, nachhaltig und zugleich wirtschaftlich attraktiver gestalten möchten. Der Fokus liegt zunächst auf Kunststoffen, perspektivisch sollen weitere Werkstoffgruppen wie Holz, Baustoffe oder biobasierte Materialien folgen.
Den gesamten Kreislauf neu denken Das ZKR verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz: Von der Entwicklung nachhaltiger Geschäftsmodelle über Produktgestaltung und Fertigung bis hin zu Recycling, Ökobilanzierung und Wirtschaftlichkeitsanalysen deckt das Zentrum die gesamte Wertschöpfungskette ab. Ziel ist es, das etablierte lineare Wirtschaftsmodell konsequent weiterzuentwickeln und geschlossene Stoffkreisläufe zu ermöglichen.
„Mit der Kreislaufwirtschaft können wir unseren Wohlstand erhalten und gleichzeitig für Generationengerechtigkeit und Unabhängigkeit sorgen“, betont Prof. Dr.-Ing. Johannes Eben, Leiter des Zentrums für Kreislaufwirtschaft & Recycling. „Wir wollen im ZKR der Ansprechpartner im DACH-Raum für alle Fragestellungen rund um die Kreislaufwirtschaft sein – vom Geschäftsmodell über das Produktdesign bis hin zur technischen Umsetzung.“
Im deutschsprachigen Raum gibt es bislang nur wenige vergleichbare Einrichtungen. Das ZKR positioniert sich damit als strategisch bedeutende Forschungseinrichtung für Kreislaufwirtschaft.
Konkreter Nutzen für Unternehmen Das ZKR richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen, Familienbetriebe, Großunternehmen und Start-ups. Im Open-Lab-Modell stehen Infrastruktur und wissenschaftliche Expertise auch für konkrete Fragestellungen aus der Praxis zur Verfügung – etwa zur Nutzung von Rezyklaten, zur Optimierung von Sortier- und Aufbereitungsprozessen.
Ziele für Nachhaltige Entwicklung - Sustainable Development Goals (SDGs)
Die TH Rosenheim unterstützt mit ihrer Forschung die Ziele für Nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen.
2025 - Projekte mit Nachhaltigkeitsbezug
AcousticClay:Entwicklung und Evaluierung geeigneter Oberflächenstrukturen zur Erhöhung der Schallabsorption von Lehmbauprodukten für Räume mit akustischen Anforderungen
Das Projekt zielt darauf ab, durch gezielte Untersuchungen und Oberflächenmodifikationen Lehm auch in diesen anspruchsvollen Anwendungen nutzbar zu machen, sodass die ökologischen Vorteile von Lehm breiter zum Tragen kommen.
Additive Fertigungsverfahren bieten ein hohes Potenzial zur Gestaltung komplexer Bauteile. Im Rahmen des Vorhabens sollen Hemmungen und fehlende Grundkenntnisse im Bereich der Digitalisierung und Additiven Fertigung abgebaut werden.
Airflow Excellence - Effizienz und Luftqualitätssicherung bedarfsgeführter Wohnraumlüftungssysteme - Gewährleistung der Energieeffizienz und der Luftqualität durch Qualitätssicherungsmaßnahmen
Airflow Excellence möchte die Qualität von Wohnraumlüftungsanlagen sicherstellen, um Wärmeverluste zu vermeiden.
AI4GREEN - Nachhaltige Lösungen für Energie- und CO2-Einsparungen in der Industrie durch Künstliche Intelligenz
Angesichts globaler Herausforderungen wie dem Klimawandel, der Umweltverschmutzung und dem steigenden Ressourcenverbrauch ist die Identifizierung nachhaltiger Lösungen von größter Bedeutung. AI4GREEN ist eine zukunftsorientierte Initiative, die darauf abzielt, Einsparpotenziale zu identifizieren und Produktionsprozesse durch den Einsatz moderner KI-gestützter Methoden zu optimieren.
Durch den gezielten Einsatz von künstlicher Intelligenz sollen der Energieverbrauch gesenkt, die Ressourceneffizienz gesteigert und die Treibhausgasemissionen reduziert werden. Die Bewältigung dieser Herausforderungen erfordert interdisziplinäres Know-how, das aus einem Netzwerk akademischer und industrieller Partner stammt.
Das Interreg-Projekt BAUHALPS fördert nachhaltiges Bauen im Alpenraum durch Innovation, Kultur und Neues-Europäisches-Bauhaus-Werte, um klimafreundliche Standards für das zukünftige Bauen zu entwickeln.
Das hochschulweite Projekt Building Bridges: Kohäsive Hochschulcommunity@THRO (Bridges4RO) befasst sich mit Maßnahmen für eine stärker kohäsive Hochschulgemeinschaft. In einem inklusiven und partizipativen Prozess werden Diskriminierungsfenster im Hochschulalltag abgebaut sowie Gelegenheitsfenster für „bridging social capital“ geschaffen.
Im Fokus von Bridges4RO stehen der Zugang zur Hochschulgemeinschaft, die Partizipationskultur und die einschlägige Bildungsgüte. Es werden Prototypen entwickelt, implementiert und mit dem Feedback der Zielgruppen optimiert. Die Wirksamkeit der Maßnahmen wird formativ (Einzelmaßnahmen) und summativ (Prae- und Post hoc-Surveys zur Kohäsion der Hochschulgemeinschaft) evaluiert.
Mit CaMoRoT soll die modellhafte Umsetzung eines innovativen Gesamtkonzepts verschiedener betrieblicher Mobilitätsmaßnahmen realisiert werden. Das Projekt wird durch das Förderprogramm Betriebliches Mobilitätsmanagement – Schwerpunkt Innovationsförderung, Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) unterstützt.
Cynergy4MIE - Leverage synergy by cyber-physical systems for the convergence of the eco systems mobility, infrastructure and energy in the circular economy for the Society 5.0
Cynergy4MIE ist ein europäisches Projekt mit dem Ziel, die Industrielandschaft durch die Integration von Basistechnologien, Querschnittstechnologien und Schlüsselanwendungsbereichen zu revolutionieren. Der Schwerpunkt liegt auf der Optimierung von Ressourcen, der Zusammenarbeit und der Beschleunigung der Markteinführung. In Übereinstimmung mit der EU-Agenda fördert das Projekt Resilienz, Nachhaltigkeit, KI-Kompetenz und bereichsübergreifende Integration, um die europäische Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Cynergy4MIE stellt sich eine Zukunft vor, in der aufkommende cyber-physische Systeme den Bedürfnissen des Menschen dienen, die Konvergenz der Bereiche vorantreiben und die Position Europas als globaler Technologieführerschaft sichern.
DBU_HELIOS - Predictive Spatial Analytics for Solar Energy Grid Integration: Enhancing Reliability and Efficiency
In dem Energiemeteorologie-Projekt »Helios« werden präzise PV-Prognosen durch die Nutzung von Wolkenkameradaten entwickelt, um die Integration von Solarstrom in elektrische Netze zu optimieren.
Holz-Beton-Verbunddecken werden seit mehr als 100 Jahren verbaut. Bisher wurde dabei der Verbund zwischen dem Steg aus Holz und der Betondecke maximiert mit Hilfe von Kerven, Bolzen, Schrauben, Schubblechen, oder Klebstoffen. Diese konventionellen, hochfesten Verbundarten sind allesamt nicht oder nur unter beträchtlichen Schwierigkeiten rückbaubar und damit für eine zirkuläre Bauwirtschaft ungeeignet. In diesem Projekt wird versucht einen neuartigen Verbund zwischen Holz und Beton herzustellen, der mit wenigen oder gar keinen Verschraubungen auskommt. Diese neue Generation von Holz-Beton-Verbunddecken soll zukünftig einen kompletten Rückbau mit nachfolgender, separater Wiederverwendung der Baustoffe Holz und Beton möglich machen.
DECORATOR - Danubians Cradle-to-Cradle Architecture and construction processes
DECORATOR fördert die Transformation des Baubereichs hin zu einer Kreislaufwirtschaft in der Donau-Region. Hierbei werde ökologische, technische, soziale und wirtschaftliche Aspekte vereint.
DUnaMoT – Digitale Unterstützung nachhaltiger Mobilität im Tourismus
DUnaMoT ebnet den Weg für nachhaltige, grenzüberschreitende Tourismusmobilität in Bayern-Tirol durch die Förderung grenzüberschreitender Infosysteme und Ticketlösungen.
Das Vorhaben untersucht wie gewerbliche Liegenschaften schrittweise modernisiert werden können, um bei gleichbleibender Nutzungsqualität aktiver Teilnehmender am Energiemarkt zu werden und so Energieverbrauch zu minimieren, Kosten zu reduzieren und aktiv zur Netzstabilität beizutragen.
Im Rahmen des Projektes wird eine Verkehrszeichenbrücke aus Holz konstruktiv durchgebildet. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Erarbeitung geeigneter Monitoring- und Überwachungssysteme zur Erfassung des Tragverhaltens. Des weiteren erfordert die Lage der Verkehrszeichenbrücke, im direkt bewitterten Außenbereich und mit hohem Tausalzeintrag, auf den konstruktiven Holzschutz mit entsprechender Wahl verwendeter Holzarten besonders zu achten.
Die Energiezukunft Rosenheim ist eine Initiative von Stadt und Landkreis Rosenheim, TH Rosenheim und weiteren öffentlichen, wirtschaftlichen und privat-wirtschaftlichen Initiativen, die das Ziel haben die Energiewende hier in der Region voranzutreiben.
ForPeat - FORest PEATland ecosystem assessment and targeted management for enhanced carbon sequestration, biodiversity and water quality
ForPeat erforscht nachhaltige Bewirtschaftung von Moorwäldern durch Wiedervernässung, KI-gestütztes Monitoring und Klimaschutz. Das Projekt entwickelt praktische Lösungen für Biodiversität, CO₂-Speicherung und EU-Zertifizierung – gemeinsam mit Wissenschaft, Politik und Praxis. Die THRO bildet die sozio-ökonomischen und ökologischen Aspekte der Wertschöpfungskette Holz in dem EU Projekt ab.
Das Projekt GT4T verfolgt die Vision, europäische Hochschulen zu Treibern für nachhaltiges, innovationsgetriebenes Wachstum durch Deep-Tech-Unternehmertum zu machen.
HERO - FH-Personal: HERO - HEalth University @TH ROsenheim
Das Projekt HERO macht sich zum Ziel ein Förderkonzept zur Gewinnung und Entwicklung von wissenschaftlichem, insbesondere professoralem, Personal an der TH Rosenheim für den Bereich Gesundheitswissenschaften im Sinne einer Blaupause zu entwickeln, um dieses auf weitere Fakultäten zu übertragen.
Innerhalb der Gesamtstrategie der Hochschule soll deshalb eine eigenständige Positionierung unter dem Begriff der Health University@TH Rosenheim realisiert werden. Dieser Begriff steht für eine ganzheitliche, zukunftsorientierte Bildung, basierend auf bedarfsorientierten Profilen für Fachkräfte in Praxis, Forschung und Lehre der Zukunft im Themenfeld Gesundheit.
HigHRoQ - Hybride, individuelle und greifbare Hochschullehre in Rosenheimer Qualität
Das hochschulweite Projekt HigHRoQ verfolgt das Ziel, die Digitalisierung der Lehre an der Technischen Hochschule Rosenheim systematisch, didaktisch fundiert und nachhaltig weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt stehen hybride, individuelle und greifbare Lehr-Lernformate, die digitale und präsenzbasierte Elemente sinnvoll miteinander verbinden und neue didaktische Möglichkeiten für Studium und Lehre eröffnen.
HigHRoQ adressiert damit zentrale Herausforderungen der digitalen Transformation der Hochschullehre: die didaktische Integration digitaler Technologien, die Weiterentwicklung von Lehr-Lern-Arrangements sowie den Aufbau geeigneter Unterstützungs- und Infrastrukturstrukturen.
Ziel des H2-Reallabors Burghausen / ChemDelta Bavaria ist die Transformation der industriellen chemischen Wertschöpfung hin zu einer nachhaltigen Wasserstoff-basierten Chemie.
Entwicklung einer faserschonenden Recyclingroute für naturfaserverstärkte Kunststoffe (NFK), um Langfasern zur Herstellung von NFK-Matten und Kurzfasern zur Produktion von Spritzgussgranulat im Kreislauf zu nutzen.
KICK-PV - KI-basierte Charakterisierung und Klassifizierung von PV-Anlagen zur prädiktiven Wartung
Verbesserung der Präzision der Fernwartung von Photovoltaikanlagen mit KI-Methoden. Fehlerbilder sollen nach Stärke und Ursache bewertet werden, um frühzeitig Schäden zu vermeiden.
Die TH Rosenheim erforscht die stoffliche Nutzung von klimaresiliente Hölzern und Biomasse. Dabei liegt der Fokus auf der Verarbeitung neuer Holzarten und Altholzes sowie der Kreislaufführung der daraus gewonnenen Produkte und ihrer Recyclingfähigkeit unter Einsatz digitaler Methoden und KI.
KnowHowHP – Upskilling for boosting heat pump installation in refurbishments
Im dreijährigen Projekt KnowHowHP (Know-how Heat Pump) wird ein integraler Planungsprozess vermittelt, in dem Wärmepumpen und Sanierungskonzepte optimal aufeinander abgestimmt werden.
Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderte Anschlussvorhaben dient dazu, die Umsetzung der wichtigsten Maßnahmen aus dem ebenfalls BMWK-geförderten Klimaschutzkonzept anzustoßen und zu koordinieren.
Im Rahmen des BMWK-geförderten Vorhabens sollen die im Klimaschutzkonzept beschriebenen Maßnahmen zur Erreichung der Klimaschutzziele der TH Rosenheim umgesetzt bzw. initiiert werden. Übergeordnetes Ziel ist, die Hochschule bis 2040 zur Klimaneutralität heranzuführen.
Opti-Zent - Untersuchung des Tresteraufschlusses in der Zentrifugation über Experiment und Simulation mit neuartiger Schneckengeometrie zur Steigerung der Ausbeute
Bei der Herstellung von Pflanzenölen oder Fruchtsäften mit 2-Phasen-Dekantern können ca. 80–90 % des enthaltenen Öls bzw. Safts in hoher Qualität extrahiert werden. Um den Verlust deutlich zu reduzieren, sollen die Vorgänge bei der Entwässerung des Tresters, das rheologische Verhalten der Flüssigkeit sowie das Pulverfließen des Haufwerks erforscht werden. Es werden Simulationen der Diskreten-Elemente-Methode gekoppelt mit Strömungssimulation aufgesetzt und damit eine neue Schneckengeometrie für eine verbesserte Extraktion des Tresters entwickelt.
Für den Holzbau sollen Planungswerkzeuge für den Schall- und Schwingungsschutz in Form eines Akustik-Fachmodells in offenen BIM Plattformen eingebunden werden.
PSchIAFSim - Prozesskette zur digitalen Gestaltung von patientenindividuellen Schulterimplantaten unter Verwendung der Additiven Fertigungstechnologie und einer präoperativen Simulation
Ziel des Forschungsvorhaben ist, die Neuentwicklung einer digitalen Toolbox für patientenindividuelle Schulterimplantate mit angepasster Geometrie und mechanischer Festigkeit, welche additiv (umgangssprachlich „3D-Druck“) gefertigt werden sollen. Aus medizinischer Sicht soll damit eine Reduzierung von Folgeeingriffen durch patientenindividuelle Schulterimplantate erreicht werden sowie der Planungsprozess für den Operateur verbessert und erleichtert werden.
ReProHybrid - Recyclingmaterial in faserverstärkten Hybridverbunden
In der Industrie findet Recyclat derzeit wenig Anwendung. Recyclierte Kunststoffe werden als minderwertige Materialien wahrgenommen. Im Zuge der Kreislaufwirtschaft muss dafür mehr Akzeptanz geschaffen werden. Dies soll mittels gezieltem Upcycling möglich gemacht werden.
Das Projekt RO-BERTA unterstützt die Hagelabwehr Rosenheim dadurch, dass Wetterdaten des Deutschen Wetterdienstes als "Hagel-Navi" für die Piloten aufbereitet werden.
Mit EXIST-Women unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gründungsinteressierte Frauen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen in der Phase vor der Unternehmensgründung, insbesondere bei der Entwicklung ihrer Unternehmerinnenpersönlichkeit und der Weiterentwicklung ihrer Gründungsidee.
ROcycleTH – eine Hochschule mit Recycling-Kreislauf
Kunststoffabfälle reduzieren, THG-Emissionen einsparen und Nachhaltigkeit fördern, das verbirgt sich hinter ROcycleTH. Die TH Rosenheim möchte eine interne Kreislaufwirtschaft für die Handhabung von Kunststoffabfällen aufbauen und das Konzept sowie Ergebnisse an andere universitäre Einrichtungen und industrielle Unternehmen übertragen.
SawJet - Entwicklung einer energie- und ressourceneffizienten Kreissägetechnik mit neuartiger Zerspanungstechnologie zur Verringerung der Schnittleistung und des Adhäsionsverschleißes
Der Energieeinsatz beim Holzeinschnitt wird durch Schnittkraft und Schneidenverschleiß beeinflusst. Ziel ist eine effiziente Kreissägetechnik zur Reduzierung von Reibung und Adhäsionsverschleiß.
SimQSchaum - Simulation und Validierung von (Oberflächen-)Qualitätsmerkmalen großflächiger Leichtbauteile beim Spritzgießen mit gasbeladenen Kunststoffschmelzen
Ziel des Projektes ist eine Reduzierung des Energieverbrauchs im Thermoplastschaumspritzguss mittels Ersetzen energieintensiver Variothermie durch den Einsatz neuartiger Beschichtungsstrategien. Zudem ist parallel eine intensivere Implementierung des Thermoplastschaumspritzgusses in Simulationssoftware geplant, um zukünftig die Anforderungen an Werkzeug- und Anlagentechnik zur Herstellung optimaler Class-A Oberflächen besser vorhersagen zu können.
TecZePro - Spritzgießen von Zellulosefasern - Entwicklung des Herstellungsprozesses für Anwendungsbereiche von Papier für werkzeugfallende technische Bauteile
Gesamtziel des Forschungsvorhabens ist es, die Herstellung von Papierbauteilen im Spritzgussverfahren zu ermöglichen.
In DIN 4109-2:2018-01 wird eine erhöhte nächtliche Störwirkung durch Außengeräusche durch einen Zuschlag in diesem Zeitraum von 10 dB auf den Beurteilungspegel berücksichtigt. Der maßgebliche Außenlärmpegel ergibt sich dann aus dem Zeitraum mit dem höheren resultierendem Bemessungspegel. Die Praxis zeigt, dass der Nachtzeitraum für die Auslegung der Schalldämmung in vielen Lärmsituationen, z. B. Bahnstecken mit nächtlichem Güterverkehr, maßgeblich werden kann. Um eine weitere Baukostensteigerung durch Überdimensionierung zu vermeiden wird im Rahmen des Forschungsprojektes untersucht, inwiefern außenliegende Abschlüsse zur Einhaltung der Luftschalldämmung in Nachtzeiten beitragen können und wie diese in einer einfachen Weise in der Prognose berücksichtigt werden können. Neben der Analyse von Messungen aus vorhandenen Datenbanken werden weitere Bauteilmessungen mit unterschiedlichen außenliegenden Abschlüssen gemessen. Für eine Prognose wird ein semi-empirisches Prognosemodell und ein Finite-Elemente-Modell entwickelt und mit den Messungen validiert. Die Ergebnisse werden den Normungsgremien zur Verfügung gestellt.
Es geht darum neuartige Regelungskonzepte für die Führung des instabilen Streck-Blasprozesses für die PET-Behälter zu entwickeln, um diese robuster gegenüber Veränderungen der zugeführten Materialien zu gestalten.
Das Kernthema der Nachwuchsgruppe ist die Erprobung neuer Torfersatzstoffe auf Basis von regional anfallenden Reststoffen und nachwachsenden Rohstoffen sowie die Ausweitung der Verwendungsmöglichkeiten bei bereits genutzten Stoffen.
WeiTaRi - Strategien zur stofflichen Nutzung von rindengeschädigten Weißtannen
Im Projekt WeiTaRi gilt es, die Potenzial einer betriebswirtschaftlichen und ökologisch langfristigen stofflichen Nutzung von Weißtannenholz mit Rindenschäden zu ermitteln.
Titel: KSI: Klimaschutzmanagement zur Umsetzung des integrierten Klimaschutzkonzeptes der TH Rosenheim – Anschlussvorhaben Laufzeit: 01.02.2023 – 31.05.2026 Ausführende Stelle: Technische Hochschule Rosenheim – Zentrum für Forschung, Entwicklung und Transfer Förderkennzeichen: 67K14067-1 Ziel und Inhalt des Vorhabens: Mit dem beantragen Anschlussvorhaben sollen die wichtigsten Maßnahmen aus dem Klimaschutzkonzept umgesetzt und das Klimaschutzmanagement an der TH Rosenheim verstetigt werden. Projektträger:www.klimaschutz.de/kommunalrichtlinie
Nationale Klimaschutzinitiative (NKI)
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.