Die AALE 2026 fand vom 25. bis 27. Februar 2026 statt und widmete sich mit dem Leitthema „Mechatronische Systeme für die Automatisierung: Fortschritt durch Präzision und Flexibilität“ aktuellen Entwicklungen in Forschung und Lehre. Mehrere Wissenschaftler der Forschungsgruppe „Mechatronische Systeme“ der Technischen Hochschule Rosenheim präsentierten dort ihre aktuellen Arbeiten im Rahmen von Fachvorträgen und Posterbeiträgen.
Im Themenfeld der Modellbildung und Simulation stellte Thomas Effenberger seine Arbeiten zur Optimierung komplexer elektrischer Antriebssysteme vor. Dabei werden durch geeignete Modellierung und geschwindigkeitsoptimierte Simulation in Simulink® Ansätze entwickelt, um Entwicklungsprozesse effizienter zu gestalten und gleichzeitig die Systemperformance zu verbessern.
Einen Beitrag im Bereich industrieller Kommunikationssysteme präsentierte Thomas Linner. In seinem Vortrag zur ROS-basierten Intra-MPSoC-Kommunikation wurde eine RPMsg-Transportschicht für micro-ROS vorgestellt, die eine effiziente und flexible Kommunikation zwischen verteilten Systemkomponenten ermöglicht und damit einen Beitrag zur Integration moderner Frameworks in eingebettete Systeme leistet.
Im Themenbereich Robotik und kollaborative Automatisierung stellte Christian Meierlohr in Vertretung von Anna-Lena Rotter ein modulares Greifkonzept für Anwendungen der Mensch-Roboter-Kollaboration vor. Der Ansatz adressiert insbesondere Anforderungen an Flexibilität und Genauigkeit und ermöglicht die Anpassung an unterschiedliche Bauteilgeometrien und Einsatzszenarien.
Ergänzend dazu präsentierte Benedikt Held im Rahmen einer Pitch-Session das Konzept eines Hybrid High-Speed Pickers. Der vorgestellte Ansatz basiert auf einem modellbasierten Entwicklungsprozess für ein mehrachsiges mechatronisches System und zielt auf eine Kombination aus hoher Dynamik und präziser Positionierung ab.
Die AALE gilt als eine etablierte Fachkonferenz im Bereich der angewandten Automatisierungstechnik und bietet eine Plattform für den Austausch zwischen Hochschulen und Industrie. Die Beiträge der TH Rosenheim zeigen aktuelle Forschungsaktivitäten in zentralen Bereichen der Automatisierung und unterstreichen die Bedeutung von Präzision und Flexibilität in modernen mechatronischen Systemen.
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