Der Studiengang
Die Kunststoffe leisten einen ausgesprochen wichtigen Beitrag für unser tägliches Leben - für alle Menschen, für die Ernährung, in der medizinischen Versorgen, bei der Mobilität und in allen elektronischen Geräten. Trotzdem sehen viele Menschen in den Kunststoffen vor allem ein Problem. Das wird den Kunststoffen nicht gerecht, denn ein nachhaltiger Umgang mit Kunststoffen ist längst schon möglich – und genau darum geht es bei den Spezialisierungsmöglichkeiten, die wir dir nun genauer vorstellen.
Ab dem Wintersemester 2026/27 hast du neue Möglichkeiten: Du entscheidest selbst, welchen Weg du einschlägst.
Anstelle des bisherigen Bachelorstudiengangs Nachhaltige Polymertechnik kannst du im Studium „Plastics Engineering“ einen Schwerpunkt in Richtung Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit setzen.
Oder du spezialisierst dich im Bachelorstudiengang „Materials Engineering“ auf das Thema „Sustainable Polymers“.
So gestaltest du aktiv die Zukunft mithilfe nachhaltiger Materialien – und trägst dazu bei, Kunststoffe verantwortungsvoll zu nutzen.
„Wenn du Teil der Lösung werden willst, dann studiere Polymertechnik.“
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Inhalte und Ablauf des Studiums
Du stellst dir jetzt sicher die Frage: Spezialisierung in „Plastics Engineering“ oder in „Materials Engineering“? Die Antwort hängt vor allem davon ab, wo deine Interessen und Vorlieben liegen.
Im Studium „Plastics Engineering“ kannst du dich stärker auf die Kunststoffe spezialisieren: Hier stehen die Verarbeitungstechnologie und die Energieeffizienz oft weit im Vordergrund. du arbeitest viel mit Maschinen, beschäftigst dich aber auch mit nachhaltigen Designlösungen, mit dem Recycling und mit der Kreislaufführung von Kunststoffen. Dabei lernst du die Welt der Kunststoffe in all ihren Facetten kennen und entwickelst dich zur Expertin oder zum Experten für die nachhaltige Nutzung von Kunststoffen.
Im Studium „Materials Engineering“ liegt der Schwerpunkt stärker auf der Werkstofftechnik. Die Kunststoffe sind hier eine der vier großen Werkstoffklassen – neben Metallen, Glas/Keramik und Verbundwerkstoffen. Du betrachtest die Materialien sowie deren Nachhaltigkeitsaspekte umfassend, mit Fokus auf ihre Eigenschaften und Anwendungen, und hast zusätzliche Wahlmöglichkeiten, zum Beispiel in Richtung biobasierter Werkstoffe.
Spezialisierung im Studiengang „Plastics Engineering“
Dein Studium startet in den ersten beiden Semestern mit einer soliden ingenieurwissenschaftlichen Grundlage – ganz so wie bei einem klassischen Maschinenbaustudium. Du belegst unter anderem Technische Mechanik, Grundlagen der Elektrotechnik, Thermodynamik und Maschinenelemente und entwickelst so ein sehr gutes Verständnis für verfahrenstechnische Prozesse.
Im weiteren Verlauf vertiefst du dein Wissen rund um die Kunststoffe: Du beschäftigst dich mit ihrer Verarbeitung, lernst Kunststoffe als leistungsfähige Werkstoffe kennen und setzt dich mit Konstruktion und Simulation auseinander.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt dann auf der Nachhaltigkeit. Die Module sind im Studienverlaufsplan grün hervorgehoben: Themen wie Recycling und Kreislaufwirtschaft sind fest im Studium verankert. Mit Modulen wie „Ökobilanzierung“ sowie „Kunststofftechnischen Aspekte der Nachhaltigkeit“ – beide als Pflichtmodule – erhältst du das nötige Wissen, um Produkte aus Kunststoffen umweltfreundlich zu gestalten, was zu einem sinnvollen und verantwortungsvollen Einsatz der Kunststoffe beiträgt.
Darüber hinaus hast du viele Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung: In den fachwissenschaftlichen Wahlpflichtmodulen kannst du eigene Schwerpunkte setzen, zum Beispiel in Richtung Leichtbau oder Energietechnik. Auch deine industrielle Projektarbeit und deine Bachelorarbeit kannst du gezielt auf die nachhaltige Nutzung der Kunststoffe ausrichten.
Spezialisierung im Studiengang „Materials Engineering“
Im Studiengang Materials Engineering mit der Spezialisierung „Sustainable Polymers“ tauchst du von Anfang an in die Welt der Werkstoffe ein. Bereits in den ersten beiden Semestern stehen Lehrveranstaltungen zur Werkstofftechnik auf dem Plan, sodass du früh ein solides Grundlagenwissen aufbaust.
Im weiteren Verlauf des Studiums lernst du die gesamte Bandbreite der Werkstoffe kennen: von Metallen über polymere Werkstoffe bis hin zu Glas, Keramik und Faserverbundwerkstoffen. Eine besondere Rolle spielen dabei auch Holzwerkstoffe, die als ökologische und erneuerbare Werkstoffalternative fest in das Studium integriert sind.
Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil: Im Modul „Ökobilanzierung“ beschäftigst du dich mit der Bewertung von Umweltwirkungen. In einem Modul zu „Ressourcenschonung und Recycling“ lernst du, wie Materialien effizient und verantwortungsvoll genutzt werden können.
Den Studienverlauf ab dem 4. Semester gestaltest du zu großen Teilen selbst: Du wählst deine fachwissenschaftlichen Wahlpflichtmodule, entscheidest dich für ein Projektarbeitsthema deiner Wahl, suchst dir ein Unternehmen für dein Praxissemester und wählst ein Thema für deine Bachelorarbeit aus. Dabei hast du die Möglichkeit, dich gezielt auf die nachhaltige Nutzung von Polymeren zu fokussieren und einen eigenen Schwerpunkt zu setzen.
Weitere Informationen
Du willst dein Studium beginnen und interessierst dich für das Themengebiet „Nachhaltige Polymertechnik“? Dann bist du auf dem richtigen Weg: In diesem Studiengebiet dreht sich alles um die Entwicklung, Verarbeitung und nachhaltige Nutzung von polymeren Werkstoffen – mit einem klaren Fokus auf Umweltverträglichkeit und Ressourcenschonung.
Weitere Informationen zur Bewerbung findest du auf den Internetseiten der Studiengänge „Plastics Engineering“ und „Materials Engineering“.
Für alle, die schon mitten im Studium „Nachhaltige Polymertechnik“ sind und ihr Studium nach der Studien- und Prüfungsordnung von 2022 begonnen haben, gibt es hier wichtige Informationen.
Im Studienplan findest du wichtige Detailinformationen zum Ablauf deines Studiums und zu den Inhalten der einzelnen Module. Die Studien- und Prüfungsordnung (SPO) gibt die rechtlichen Rahmenbedingungen für dein Studium vor.
Studien und Prüfungsordnungen
Weitere Dokumente
Berufliche Chancen
Mit dem Studiengebiet „Nachhaltige Polymertechnik“ eröffnest du dir hervorragende berufliche Chancen in einer Branche, die sich mitten im Wandel befindet. Kunststoffe sind aus der modernen Industrie nicht wegzudenken – gleichzeitig wächst der Druck die Produkte nachhaltiger zu gestalten, zu nutzen und konsequenter zu recyceln. Genau hier wirst du als Expertin oder Experte gebraucht.
Für Unternehmen ist dein Know-how essenziell: Gesetzliche Rahmenbedingungen werden immer strenger, etwa durch Vorgaben zur Kreislaufwirtschaft, Recyclingquoten oder zur Reduktion von CO₂-Emissionen. Firmen müssen ihre Materialien, Prozesse und Produkte kontinuierlich anpassen – und suchen gezielt Fachkräfte, die diese Transformation aktiv mitgestalten können.
Hinzu kommen Selbstverpflichtungen der Unternehmen: Viele Betriebe setzen sich eigene hohe Nachhaltigkeitsziele, investieren in umweltfreundliche Lösungen und wollen ihre Wertschöpfungsketten transparenter und ressourcenschonender gestalten. Auch das öffentliche Meinungsbild spielt eine große Rolle – moderne Unternehmen wollen verantwortungsbewusst und zukunftsorientiert sein und auch so wahrgenommen werden.
Mit deinem Wissen zur nachhaltigen Polymertechnik kannst du hier viel Konkretes beitragen: Du entwickelst innovative Lösungen, verbesserst bestehende Prozesse und trägst dazu bei, dass die wichtige und unersetzbare Werkstoffklasse der Polymere gut mit den Umweltzielen vereinbar ist. Damit bist du nicht nur fachlich sehr gefragt, sondern gestaltest aktiv auch an unsere Zukunft mit.
Bewerbung und Zulassung
Wenn du das Studiengebiet „Nachhaltige Polymertechnik“ mit starkem Fokus auf die Verarbeitungstechnologien studieren möchtest, dann bewirb dich um einen Studienplatz im Studiengang „Plastics Engineering (Kunststofftechnik)“.
Steht für dich die Werkstofftechnik mehr im Vordergrund, dann ist die Spezialisierung auf „Sustainable Polymers“ im Studiengang „Materials Engineering“ die richtige Wahl für dich.
Wie kannst du dich für einen Studienplatz bewerben?
- Über das Online-Bewerberportal der TH Rosenheim, wenn du einen deutschen Schulabschluss hast
- Ausschließlich über uni-assist, wenn du einen Schulabschluss aus dem Ausland hast (inkl. Österreich und Schweiz)
→ Bewerbung für einen Studienplatz Schritt-für-Schritt erklärt
Bewirb dich jetzt und sichere dir deinen Studienplatz!
Kontakt
Bei inhaltlichen Fragen zum Studiengebiet „Nachhaltige Polymertechnik“, zu Besonderheiten der Studiengänge „Plastics Engineering“ und „Materials Engineering“ oder für eine fachliche Studienberatung kannst du dich gerne an Prof. Norbert Müller (Studiendekan „Plastics Engineering“) oder an Prof. Amber Schneeweis (Studiendekanin „Materials Engineering“) wenden.
Für allgemeine Fragen zur Bewerbung und Einschreibung kannst du dich an die Zentrale Studienberatung wenden.
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Persönliche Seite von Norbert Müller
Prof. Dr.-Ing. Norbert Müller
Fakultät ING - Kunststofftechnik KT+49 (0)8031 / 805 - 2609 norbert.mueller@th-rosenheim.de -
Persönliche Seite von Amber Schneeweis
Prof. Dr. Amber Schneeweis
Fakultät für Ingenieurwissenschaften+49 (0)8031 / 805 - 2987 amber.schneeweis@th-rosenheim.de -
Birgit Schuppert
Zentrale Studienberatung+49 (0)8031 / 805 - 2955 studienberatung@th-rosenheim.de -
Florian Heinrich
Zentrale Studienberatung+49 (0)8031 / 805 - 2495 studienberatung@th-rosenheim.de
Wir helfen dir mit allen Informationen, die du benötigst. Kontaktiere uns per E-Mail oder telefonisch - wir freuen uns darauf, dich auf deinem Weg in die Welt der Kunststoffe zu unterstützen!