Nachhaltiger Campusbetrieb
Unser Weg zu einem nachhaltigeren Campus
Die TH Rosenheim hat es sich zum Ziel gesetzt, ihren Campusbetrieb fortlaufend nachhaltiger zu gestalten. Unsere strategischen Ziele hierbei sind:
- Auf- und Ausbau von Strukturen für einen nachhaltigen Hochschulbetrieb
- Reduzierung des Energie- und Ressourcenverbrauchs
- Reduzierung der mobilitätsbedingten Emissionen
- Maßnahmen zur Klimawandelanpassung
Wir setzen konsequent auf Maßnahmen, die wirken – nicht auf große Versprechen. Mit dem integrierten Klimaschutzkonzept von 2022 haben wir einen klaren Fahrplan.
Auf diesen Seiten zeigen wir, was wir tun – und auch wie Du mitmachen kannst.
Nachhaltiges Bauen an der TH Rosenheim
Nachhaltiges Bauen
Bei Neubau oder Sanierung ist es unser Ziel, Gebäude zukunftsfähig zu gestalten – mit klarem Fokus auf Ressourcenschonung, niedrigem Energieverbrauch und langfristiger Umweltverträglichkeit. Dadurch streben wir bei Neubauten drei Ziele an:
- Holzbauweise: Holz ist ein nachwachsender Rohstoff. Holzbauweise ermöglicht durch Vorfertigung schnelle Bauzeiten, bietet exzellente Wärmedämmung und das Holz am Ende des Lebenszyklus recycelbar oder als Brennstoff nutzbar.
- Nachhaltigkeitszertifizierung, um hohe Standards bei Ressourcenschonung, Energieeffizienz, Schadstoffvermeidung und Lebenszykluskosten sicherzustellen.
- BIM-Projekte: Building Information Modeling (BIM) ist eine kollaborative Arbeitsmethode im Bauwesen, die auf digitalen 3D-Modellen basiert, um Gebäude über ihren gesamten Lebenszyklus – von Planung über Bau bis Betrieb – zu optimieren.
X- und U-Bau – Das größte Bauvorhaben in der Geschichte der Hochschule
Im Juli 2025 fand der Spatenstich für eine Campuserweiterung mit zwei neuen Gebäuden statt. Dies ist das bislang größte Bauvorhaben der Technischen Hochschule Rosenheim. Gefördert wird der Neubau durch die Bayerische Staatsregierung im Rahmen der Hightech Agenda Bayern.
Auf dem Gelände der ehemaligen Bogensiedlung neben dem Campus Rosenheim entsteht in den kommenden Jahren ein innovativer Technologiepark (X-Bau) mit einer Vielzahl an Hallen- und Laborflächen für Forschung und Lehre. Daneben wird ein Studierendenzentrum (U-Bau) realisiert, das neben einem digitalen Lernzentrum – die Bibliothek der Zukunft – eine neue Mensa sowie Serviceleistungen für unsere Studierenden bündelt: Studien- und Prüfungsamt, Studierendenwerk, Studienberatung, Sozialberatung, Career Center und Existenzgründungsbüro sowie ein Eltern-Kind-Raum. Die neue Mensa mit einer Cafébar und der Dachgarten der Bibliothek sollen zugleich Treffpunkt und Kommunikationsort für alle Hochschulangehörigen sein.
Nachhaltigkeit ist zentraler Aspekt
Ein zentraler Aspekt bei der Planung und Erstellung der neuen Gebäude ist die Nachhaltigkeit. Die Bauwerke werden in Holzbauweise errichtet und sollen nach dem "Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen" ein Goldzertifikat erreichen. Dieses steht für eine ökologisch, ökonomisch, soziokulturell, funktional wie technisch ausgezeichnete Qualität und Nachhaltigkeit. Vor diesem Hintergrund werden sämtliche Dachflächen und Teile der Fassaden begrünt. Auf den Freiflächen ist eine Bepflanzung mit klimaresilienten Bäumen und Sträuchern unter Beachtung der Biodiversität vorgesehen.
Höchste Auszeichnung für Studierenden-Quartier CampusRO
Deutschlands nachhaltigstes Studierenden-Wohnquartier steht in Rosenheim
CampusRO, das Vorzeigeprojekt für studentisches Wohnen, hat die höchste Nachhaltigkeits-Auszeichnung des Landes bekommen. Im Rahmen einer feierlichen Verleihung wurde der in Holzhybridbauweise errichtete Komplex von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) als „wegweisendes Beispiel für innovatives Bauen und Betreiben“ gelobt und erhielt das angestrebte Platin-Zertifikat.
Mit der Auszeichnung sieht die CampusRO Projektgesellschaft – ein Joint Venture der Eckpfeiler Immobilien Gruppe und Professor Peter Astner – sich bei ihrem Erfolgskurs in Sachen Projektentwicklung nach höchsten Nachhaltigkeitsstandards bestätigt. Die Themen Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und Recycling standen im Mittelpunkt der Planungen des Quartiers. Aber auch die hohe Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner sowie eine integrative Quartiersentwicklung für alle hat die CampusRO Projektgesellschaft berücksichtigt. „Für uns ist nachhaltiges Bauen und Betreiben Unternehmensphilosophie. Wir wollen Quartiere schaffen, die lebenswert sind und sich langfristig ökologisch und ökonomisch rechnen. Und das nicht nur beim Bau, sondern auch im Betrieb“, sagte Astner, der an der TH Rosenheim lehrt.
Viel Know-how der TH Rosenheim im CampusRO
Auch an der Hochschule freut man sich über die Auszeichnung. Nicht nur, weil Studierende mit CampusRO die Möglichkeit haben, in einem ganz besonderen Wohnquartier zu leben, sondern auch, weil in dem Bau umfangreiches Fachwissen aus der Hochschule steckt. Gemeinsam mit der Projektgesellschaft hatten Studierende der TH Rosenheim in Arbeitskreisen und mit Studien an der Planung und Entwicklung des CampusRO mitgewirkt, um ein Studierendenwohnheim nach eigenen Vorstellungen und mit höchster Nachhaltigkeit zu kreieren.
Die hervorragende Ökobilanz des CampusRO soll zudem als Vorbild für das große Bauprojekt Technologiepark und Studierendenzentrum dienen, das in den kommenden Jahren neben der Hochschule realisiert wird. Präsident Professor Heinrich Köster sagte bei der Übergabe des DGNB-Zertifikats in Platin: „Mit dem richtigen Material am richtigen Platz und einer konsequenten frühzeitigen Planung zeigt CampusRO, dass nachhaltig Bauen auch bezahlbar geht."
Das Wohnquartier bietet Platz für 211 Studierende in Einzelapartments und Wohngemeinschaften, außerdem gibt es 40 möblierte Appartments. Vor der Haustür laden begrünte Innenhöfe und Dachterrassen zum Entspannen ein. Eine geräumige Gemeinschaftsküche steht zum gemeinsamen Kochen oder für Feiern zur Verfügung. Ergänzt wird der Campus durch einen großen Veranstaltungsraum, Co-Working-Spaces sowie Fitnessraum, Paketstation, Waschsalon und Fahrradwerkstatt. Eigentümerin von CampusRO ist seit Februar 2024 eine deutsche Familienstiftung, die die Werte und die nachhaltige Philosophie des Quartiers unterstützt.
Mehr Informationen zum Studentischen Wohnen findest Du hier.
Nachhaltiger Hochschulbetrieb
Vier Wetterstationen der TH Rosenheim
Meteorologische Stationen sind die „Augen und Ohren“ unseres Klimas – und damit die Grundlage für nachhaltiges Handeln.
Die Arbeitsgruppe Solartechnik der TH Rosenheim betreibt in den Landkreisen Rosenheim und Traunstein ein Netzwerk von vier Wetterstationen mit hochpräziser, teilweise redundanter Sensorik. Die Daten werden sekündlich aufgenommen und in einer Datenbank gespeichert. Die detaillierten Messdaten dienen sowohl der Grundlagenforschung im Bereich Solar- und Energiemeteorologie sowie dem Now- und Forecasting als auch dem Monitoring regenerativer Energieerzeugungsanlagen im Energie- und Gebäudebereich.
Echtzeit-Wetterdaten jetzt auch öffentlich verfügbar
Die neue Station auf dem Dach der TH Rosenheim zählt zu den technisch modernsten ihrer Art in der Region. Sie erfasst mit digitaler Sensorik eine Vielzahl an Wetterparametern – darunter Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, Solarstrahlung, Windrichtung und -geschwindigkeit sowie Niederschlag. Eine Webcam bietet zusätzlich einen Echtzeitblick über den Campus und Richtung Inntal.
Die im August 2025 installierte Station soll künftig mit weiteren Sensoren ausgestattet werden, z. B. für CO₂, Feinstaub, Radioaktivität oder eine Wolkenkamera. Auch das Wetterstationsnetz der Hochschule soll wachsen: Neben der neuen Anlage in Rosenheim betreibt die TH bereits Stationen auf der Winklmoosalm (Landkreis TS), am Hochfelln-Gipfel (Landkreis TS)und am Brünnstein bei Oberaudorf. Der weitere Ausbau – ggf. in Kooperation mit Kommunen, öffentlichen Stellen oder Unternehmen – ist geplant.
Die Messdaten werden auch in verschiedenen Lehrveranstaltungen eingesetzt, insbesondere im Modul Solartechnik. Darüber hinaus unterstützen sie Forschungsprojekte wie „Helios“ oder „Roberta“. Auch Behörden wie der Katastrophenschutz oder das Wasserwirtschaftsamt könnten in Zukunft von der offenen Datenplattform profitieren.
Die öffentliche Website mit den aktuellen Messwerten ist dauerhaft zugänglich. In der nächsten Ausbaustufe soll auch der Download historischer Wetterdaten ermöglicht werden.
Mehr Informationen zu den Wetterstationen finden sich hier.
Die leihBar - gelebte Sharing-Kultur am Campus
Seit 2024 hat die TH Rosenheim ein neues Angebot - die hochschulweite Verleih-Plattform "leihBar". Diese Software eignet sich, damit Hochschulangehörige ihr Angebot an Studierende und andere Hochschulangehörige kommunizieren, planen und verwalten können.
Im Dashboard der TH Rosenheim (im hochschuleigenen Intranet, nur für Hochschulangehörige zugänglich) kann die Verfügbarkeit online eingesehen werden und benötigtes Equipment direkt gebucht werden.
Ein gutes Beispiel hierfür ist das Angebot des E-Learning Centers, das neben Medientechnik auch Räumlichkeiten samt akustisch optimiertem Video- & Podcast-Studio anbietet.
Wenn du interessiert bist, im Sinne einer nachhaltigen Sharing-Kultur dein Angebot der Hochschule zu präsentieren steht das E-Learning Center für Fragen zur Verfügung. Die Umsetzung der leihBar wurde durch das Projekt HigHRoQ und damit von der Stiftung für Innovation in der Lehre ermöglicht. Mehr Informationen findest du hier.
Essen und Trinken
Kooperation foodsharing Rosenheim – Gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung
Seit 2025 kooperieren die Studierenden der TH Rosenheim mit foodsharing Rosenheim bei studentischen Veranstaltungen. So landen genießbare Lebensmittel auf dem Teller statt in der Tonne.
Seit 2017 setzt sich foodsharing in und um Rosenheim gegen Lebensmittelverschwendung ein. foodsharing ist eine ehrenamtliche Bewegung, die sich gegen Lebensmittelverschwendung und für mehr Wertschätzung von Lebensmitteln einsetzt. Lebensmittel, die genießbar, aber nicht mehr verkäuflich sind, werden bei kooperierenden Betrieben abgeholt – und anschließend weiterverteilt, sodass sie sinnvoll verwendet werden. Durch diese Zusammenarbeit fällt weniger Abfall an. So werden Müllkosten gespart und die Umwelt weniger belastet. Gleichzeitig werden Ressourcen durch gerettete Lebensmittel geschont. Das Beispiel zeigt, dass Nachhaltigkeit mit kleinen, konkreten Schritten beginnen und Solidarität schaffen kann.
Kostenlose Trinkwasserspender für alle
Die TH Rosenheim verfügt aktuell über vier Trinkwasserspender die für alle Hochschulangehörige kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Dort kannst du deine eigene Trinkflasche jederzeit mit hochwertigem Wasser befüllen und so mithelfen, Verpackungsmüll und Emissionen durch Transporte einzusparen.
Die Wasserspender befinden sich:
- Zwei Wasserspender nahe des Haupteingangs im A-Bau im Foyer auf der linken Seite
- Ein Wasserspender im S-Bau: im Foyer ganz im Westen
- Ein Wasserspender im R-Bau: zwischen ersten und zweiten "Finger"
Für das Frühjahr 2026 ist die Installation von zwei weiteren Wasserspendern geplant.
Mobilität
CaMoRoT Projekt – Campus Mobilität Rosenheim Traunstein
Share your bike, share your ride
Das Forschungsprojekt CaMoRoT führt ein innovatives Mobilitätsmanagement für die TH Rosenheim in Rosenheim und in Traunstein ein. Dazu zählen weitere Fahrradabstellplätze an sinnvollen Orten am Campus in Rosenheim, ein Bikesharing-Angebot zwischen Bahnhof und Hochschule in Rosenheim wie Traunstein und eine Mitfahrplattform für die Arbeitswege in der Region. Ziel ist es, die Beschäftigten und die Studierenden der TH Rosenheim so zu motivieren, die (Einzel-)Nutzung des privaten PKW zu reduzieren, und damit als Hochschule insgesamt nachhaltiger zu werden und einen Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen zu leisten. Dazu erfragen wir bei den Beschäftigten und den Studierenden, wie zum Beispiel das Bikesharing konkret ausgestaltet sein muss, um genutzt zu werden – und entwickeln es dann bedarfsgerecht für verschiedene Zielgruppen.
- Fahrradabstellplätze: Für ein gutes Abstellen des eigenen Fahrrads. An zentralen Orten, für alle gängigen Reifenbreiten, teils überdacht, sicher abschließbar.
- Bikesharing: Für die letzte Meile zwischen Bahnhof und Campus. Gut zugänglich, einfach nutzbar. Für eine hohe Flexibilität im Anschluss an den ÖPNV.
- Mitfahrplattform: Für eine klimagerechte Bündelung regionaler Fahrten. Digitaler Mobilitätshelfer zur unkomplizierten Vernetzung. Mit hoher Planungssicherheit.
- Wohin-du-willst-App: Für eine umfassende Information zur Kombination diverser Mobilitätsoptionen. Inklusive der TH-Rosenheim-Angebote. Für eine motivierende Bindung.
Diese vier betrieblichen Mobilitätsmaßnahmen werden schrittweise bis Mitte 2027 umgesetzt. Gefördert durch das Bundesministerium für Verkehr | Mobil gewinnt.
Mehr Informationen auch auf der CaMoRoT-Projektwebseite.
Fahrrad an der Hochschule
Hier findest du alle Informationen rund um das Thema Fahrrad an unserer Hochschule. Wir möchten fahrradfreundlicher werden und eine gesunde und nachhaltige Mobilität fördern.
Nachhaltige Beschaffung
Papierverbrauch
Nutzung von Recyclingpapier
In den vergangenen Jahren hat die TH Rosenheim konsequent auf umweltfreundlichere Papierprodukte umgestellt. Anstelle von nicht-recyceltem Primärfaserpapier, setzen wir heute größtenteils auf zertifiziertes Recyclingpapier. Dieser Schritt ist ein wichtiger Baustein hin zu einer nachhaltigeren Beschaffung, denn jedes Blatt Recyclingpapier spart Ressourcen (Holz, Wasser, Energie) und schon die Umwelt durch geringere CO2-Emissionen.
Weniger Papierverbrauch durch Digitalisierung
Ein noch wichtigerer Baustein zum Einsparen von Ressourcen ist es, den Papierverbrauch kontinuierlich zu senken. Einen bedeutenden Hebel kann hier die Digitalisierung darstellen.
Gemeinsam für einen nachhaltigeren Campus
Team für Klimaschutzmanagement
-
Dr. Bettina Ruth-Anneser
+49 (0)8031 / 805 - 2691 bettina.ruth-anneser@th-rosenheim.de -
Rosina Lohmeyer
Klimaschutzmanagerin+49 (0)8031 / 805 - 2715 rosina.lohmeyer@th-rosenheim.de
Aktuelles zum Nachhaltigen Campus
TH Rosenheim startet Energiemanagementsystem nach DIN ISO 50001
TH Rosenheim startet Energiemanagementsystem nach DIN ISO 50001
Spatenstich für neues Studierendenwohnheim in Burghausen
Spatenstich für neues Studierendenwohnheim in Burghausen
Projektförderung
Projektdaten
Titel: KSI: Klimaschutzmanagement zur Umsetzung des integrierten Klimaschutzkonzeptes der TH Rosenheim – Anschlussvorhaben
Laufzeit: 01.02.2023 – 31.05.2026
Ausführende Stelle: Technische Hochschule Rosenheim – Zentrum für Forschung, Entwicklung und Transfer
Förderkennzeichen: 67K14067-1
Ziel und Inhalt des Vorhabens: Mit dem beantragen Anschlussvorhaben sollen die wichtigsten Maßnahmen aus dem Klimaschutzkonzept umgesetzt und das Klimaschutzmanagement an der TH Rosenheim verstetigt werden.
Projektträger: www.klimaschutz.de/kommunalrichtlinie
Nationale Klimaschutzinitiative (NKI)
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.