Touch down and Take off

Bild zeigt Entwurf einer Garderobe

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Während vor etwa 2 Generationen jedes Familienmitglied ein Stück Oberbekleidung für die jeweilige Witterung besaß, also eine Jacke oder einen Mantel, so können wir heute von etwa 4–5 Stücken pro Person und Saison in der Benutzung ausgehen. Diese werden von ihren Eigentümern sehr differenziert je nach Laune, Mode, Tageszeit, Wetter und Anlass getragen. Besaß früher eine Person ein paar Schuhe, so können wir heute von mindestens 3 Paar Schuhen ausgehen.

Touch Down: Im Eingangsbereich einer Wohnung für eine vierköpfige Familie muss also heute Platz für 16 Jacken oder Mäntel und 12 Paar Schuhe bzw. Stiefel vorgehalten werden. Das Entrée ist der Start der Raumfolge einer Privatwohnung, der Touch Down. Hier entscheidet sich, wie man ankommt, wie man begrüßt, wie man empfangen wird und wie man sich fühlt. Trotzdem ist in keiner Wohnung Platz beziehungsweise Mobiliar vorgesehen, das die zeitgenössischen Massen bewältigen oder organisieren könnte. Also eher ein Crash anstatt eines Touch Down.

Take Off: Der Eingangsbereich einer Wohnung ist auch das Ende einer Raumfolge, die im Privaten beginnt und im Öffentlichen endet. Hier entscheidet sich, in welcher Stimmung man die Wohnung verlässt, zur Schule, zur Arbeit oder in die Stadt geht. Aber das Ablegen von Oberbekleidung und Schuhen ist nicht das Gleiche wie das Anziehen. Auch hier hat zeitgenössisches Mobiliar große Schwächen.

Umsetzung

Die Aufgabe der Studierenden im 4. Semester im Fach »Interior Design« war es, neue Lösungen für Touch Down and Take Off in einer privaten Wohnung zu entwerfen, in der auch Gäste ein- und ausgehen. Als Mindestvorgabe für die zu bewältigenden Massen galten 16 Jacken oder Mäntel und 12 Paar Schuhe. Eine Materialvorgabe gab es nicht. Die Lösung mussten vom jeweiligen Team bis zum Ende des Semesters im Maßstab 1:1 als Prototyp aus Originalmaterialien umgesetzt und komplett bestückt präsentiert werden.

Betreuung

Prof. Kilian Stauß, Prof. Gabriel Weber

Publikationen

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