Zur Zukunft der Physiotherapie – Akademisierung ist wesentlicher Bestandteil

v.l.n.r.: Markus Norys, Dipl.-Med.-Päd. Elisabeth Wildmoser, Prof. Dr. Petra Bauer, Prof. Dr. Sabine Ittlinger, MdL Bernhard Seidenath

Zu Beginn des Treffens stellte die Dekanin der Fakultät für Angewandte Gesundheits- und Sozialwissenschaften  (GSW) Prof. Dr. Sabine Ittlinger den Modellstudiengang Physiotherapie vor, der – einzigartig in Bayern – als primärqualifizierender Studiengang mit praktischer Ausbildung in zahlreichen Kooperationskliniken, Reha-Einrichtungen und Physiotherapiepraxen konzipiert ist. Die Evaluation des Modellstudiengangs soll in Kürze abgeschlossen werden. Die Überführung in einen Regelstudiengang wird ab 2021 erwartet.

Sehr interessiert folgten die Gäste den Ausführungen von Prof. Dr. Petra Bauer über die aktuelle Forschung an der THRO im Bereich Physiotherapie und über das Skills-Lab-Konzept im Labor für Therapiewissenschaften, das den Studierenden die Erprobung ihrer Kompetenzen im geschützten Raum ermöglicht und auf den Praxiseinsatz vorbereitet.

Zur anstehenden Novellierung der therapeutischen Berufsgesetze erläuterte Markus Norys, dass die Verbände der Physiotherapie mit dem Hochschulverbund Gesundheitsfachberufe e.V. (HVG) und dem Verbund für Ausbildung und Studium in den Therapieberufen (VAST) einvernehmlich eine vollständig hochschulische Ausbildung der Physiotherapeuten fordern. Er informierte weiterhin über das gemeinsame Eckpunktepapier zum Transformationsprozess von Berufsfachschulen der Physiotherapie bis 2030 und den Kompetenzkatalog für eine neue Ausbildungs- und Prüfungsordnung.

Es besteht Einigkeit darüber, dass die Akademisierung der Therapieberufe – gemäß internationalem Standard – auch in Deutschland unumgänglich ist. Eine entsprechende Erweiterung des Studienangebots an der TH Rosenheim wurde diskutiert.