Waldumbau richtig nutzen

Das Sägewerk der Hochschule Rosenheim.

Das Projekt „InnoBuLa“, entstanden aus dem ZIM-Netzwerk „Laubholz-Innovationsverbund“ untersucht neue „Innovative Verarbeitungstechnologien von minderwertigen Buchen-Sortimenten zur Herstellung von Lamellen für die Brettschichtholzfertigung“. Die Projektlaufzeit hat bereits im April dieses Jahres begonnen und läuft drei Jahre.

Naturnahe und klimabeständige Wälder zu erhalten lautet das Ziel des sogenannten Waldumbaus, der die deutschen Wälder fest im Griff hat. Dabei spielt der Laubholzanteil eine immer bedeutendere Rolle. Um das Laubholz in Zukunft effizient sowie wirtschaftlich einsetzen zu können, erfordert es ein industrielles Umdenken. Es gilt die Frage, in wie weit sich bisherige Nadelholzprodukte ebenfalls aus Laubholz herstellen und anwenden lassen. Aufgrund der besseren Festigkeitseigenschaften im Vergleich zum Nadelholz, können Leimhölzer aus Buche bei kleineren Dimensionen die gleichen statischen Eigenschaften aufweisen. . Damit die Preise für Brettschichthölzer aus Buchen-Sortimenten gering gehalten werden können, steht die Untersuchung der Einsatzmöglichkeiten von minderwertigeren Buchenlamellen im Vordergrund.

Der Schwerpunkt des Forschungsprojekts liegt in der in der Entwicklung und Bewertung bislang nicht großtechnisch angewendeter Einschnittverfahren von Buchenrundholz zur Herstellung von definierten, qualitativ vorbestimmten Brettschichtholzlamellen, welche zur Herstellung von BSH-Trägern genutzt werden können. Dabei muss neben dem effizienten Einschnitt, einer qualitativ hochwertigen Trocknung und der weiteren Bearbeitung dieser Schnittholzsortimente gleichzeitig auch deren Tauglichkeit hinsichtlich festigkeits- und steifigkeitsrelevanter sowie optisch-visueller Anforderungen untersucht und gewährleistet werden.

Jeder Werkstoff besitzt materielle Grenzen. Viele dieser Grenzen sind jedoch aufgrund fehlender Forschung noch nicht bekannt. Ebenso lässt sich auf viele Einsatzgebiete der Buche nur aus theoretischen Grundlagen rückschließen. Die Herausforderung dieses Projekts besteht demnach in der Generierung neuen Wissens im Bereich der stofflichen Verwendung von geringwertigen Buchenholzsortimenten. Nach einem erfolgreichen Abschluss dieses Projekts, öffnen sich für die Laubholzindustrie neue Möglichkeiten mit der zukünftigen Waldarchitektur umzugehen und die Forstwirtschaft profitiert von höheren Erlösen. Weiterhin ist das Projekt „InnoBuLa“ Bestandteil des Laubholzinnovationsverbundes, einem Kooperationsnetzwerk welches bundesweit Unternehmen aus der Forst- und Holzwirtschaft umfasst.

Download: