Seit April 2019 haben 22 staatliche und staatlich anerkannte Hochschulen in Bayern – darunter Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften sowie Kunst- und Musikhochschulen – ein „Memorandum of Understanding“ (MoU) zur Nachhaltigkeit unterzeichnet. Die TH Rosenheim war eine der ersten Unterzeichnerinnen – und will damit ein deutliches Signal zur Zukunft der bayerischen Hochschullandschaft setzen.
Mit der Unterzeichnung des MoU sehen sich die im „Netzwerk Hochschule und Nachhaltigkeit Bayern“ engagierten Institutionen ausdrücklich als Akteur*innen in der Umgestaltung der bayerischen Hochschulen hin zu mehr Nachhaltigkeit. Sie fassen Nachhaltigkeit als profilschärfende und verbindende Leitidee auf und orientieren sich bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben an den Grundsätzen eines gemeinsamen Nachhaltigkeitsverständnisses.
Für die Gesellschaft von morgen
Hochschulspezifische Nachhaltigkeitskonzepte sollen zudem gesamtinstitutionell in Forschung, Lehre und Betrieb und Verwaltung miteinfließen. „Damit leisten die Hochschulen ihren Beitrag zu einer zukunftsfähigen Gestaltung der Gesellschaft und zum verantwortungsvollen Umgang mit der Natur. Die breit aufgestellte Hochschullandschaft Bayerns hat damit eine neue zukunftsorientierte Qualität erfahren“, erklärt hierzu Prof. Heinrich Köster, Präsident der TH Rosenheim.
Die Anregung zu einer solchen bayernweiten gemeinsamen Initiative wurde seitens des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst begrüßt, das auch die Geschäftsstelle des Netzwerks – angesiedelt an der Hochschule München – fördert. Ein erstes Treffen der Delegierten der Hochschulen, die das MoU unterzeichnet haben, findet im Januar 2020 statt.
Das Engagement der Studierenden in Sachen Nachhaltigkeit wurde bereits beim 13. Netzwerktreffen im Juni 2019 betont, das unter dem Motto „Nachhaltige Hochschule – Studierende für einen ‚Klimawandel‘ an Hochschulen“ stand und in Kooperation mit der Landes-Asten Konferenz Bayern und der Allianz Nachhaltiger Universitäten in Österreich umgesetzt wurde. Im Fokus lagen dabei Studierendeninitiativen zum Thema Nachhaltigkeit sowie das Forderungspapier zu Nachhaltigkeit der Landes-ASten Konferenz Bayern, die das MoU ausdrücklich begrüßt.
Am 20. November haben das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Deutsche UNESCO-Kommission zudem das Netzwerk im Rahmen des UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) als ‚Vorbild für Nachhaltigkeit‘ ausgezeichnet. Die Jury befand: „Das weite Spektrum der engagierten Akteure bestehend aus Hochschulleitung, Lehre, Forschung und Verwaltung, studentischen Initiativen, zivilgesellschaftlichen Gruppen und bayerischen Ministerien zeigt den strukturbildenden Charakter des Netzwerks Hochschule und Nachhaltigkeit Bayern. Die Jury würdigt die kontinuierliche qualitative und quantitative Weiterentwicklung des Netzwerks. Das Netzwerk Hochschule und Nachhaltigkeit Bayern trägt unübersehbar dazu bei, Bildung für nachhaltige Entwicklung in die Breite zu tragen!“