Den ersten Platz vergab die Jury bei der Preisverleihung auf der BAU München –Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme – an Lena Gumpp, die eine Gartenplatte mit Glaseinschlüssen entwarf. Kreative und praxisnahe Ideen hatten aber auch ihre Kommilitoninnen. So ließ sich etwa Sabrina Bauer, Studentin im Masterstudiengang Innenarchitektur und Möbeldesign, vom natürlichen Verwitterungsprozess inspirieren: „Ich wollte, da es ja Gartenplatten sind, organische Strukturen einbringen und den Effekt, dass sich die Platten später natürlich in die Umgebung einfügen, noch verstärken.“
Die Studierenden sehen das Projekt als Bereicherung für ihre zukünftige Arbeit. Bachelorstudentin Anna-Kristin Bochnia erklärt: „Mich interessiert Beton in der Innenarchitektur schon lange und wird für mich bei der Auswahl an Werkstoffen künftig ganz sicher eine große Rolle spielen. Mit dem jetzigen Wissen kann ich die Vielfalt von Beton in noch viel mehr Anwendungen integrieren. Vorher habe ich mich mit Beton eher im dekorativen Bereich beschäftigt.“ Beim Projektpartner Bachl kamen die Entwürfe der Studierenden so gut an, dass dort diskutiert wird, welche der Gartenplatten das Zeug zur Serienproduktion haben könnten.
Der studentische Wettbewerb "Garten-Platte" fand im Rahmen des FWPMs "Planen und Bauen mit Sichtbeton" unter der Leitung von Professor Ulrike Förschler an der Fakultät für Innenarchitektur statt. Projektpartner waren das InformationsZentrum Beton und der Betonfertigteilhersteller Karl Bachl Betonwerke GmbH & Co. KG. Die Vielfalt des Werkstoffs vermittelten Fachvorträge zur Herstellung und Zusammensetzung von Beton und seiner Ausgangsstoffe, zu Einbauverfahren, Schalungsbau, Regelwerke, Flächengestaltung und zu den neuesten Entwicklungen in der Architektur, Innenarchitektur und im Möbeldesign. Praktische Einblicke erhielten die Studierenden bei Exkursionen ins Betonfertigteilwerk in Röhrnbach und Hengersberg.