Die Hochschule Rosenheim hat sich in den letzten Jahren zu einer der führenden Hochschulen Bayerns entwickelt und nicht nur einen nationalen, sondern auch internationalen Ruf erworben. Zurzeit sind in der Hochschule rund 6.000 Studierende eingeschrieben. Ein externes Gutachten der HIS hat nachgewiesen, dass für diese 6.000 Studierenden ein Flächenmehrbedarf von 40% notwendig ist. Auf dieser Zahl basieren die notwenigen Flächenplanungen der Hochschule für die Bogensiedlung.

Zur langfristen Sicherung der Fachkräfte braucht  der Großraum Rosenheim 8.000 Studierende in verschieden Fachrichtungen. Diese Zahl wurde durch die Studie des Seeoner Kreises zum zukünftigen „Personal- und Bildungsbedarf der Unternehmen der Region 18“ bereits Anfang des Jahres vorgestellt. Um die Wirtschaftskraft der Region Rosenheim zu erhalten und nicht eine Abwanderung der regionalen Arbeitgeber nach München mutwillig herbeizuführen, ist eine solche hohe Zahl an Absolventen notwendig.

Die Flächenerweiterung der Hochschule im Bereich der Bogensiedlung ist daher unausweichlich, um den stetig steigenden Studierendenzahlen gerecht zu werden. Die Unterschriftenaktion der Rosenheimer SPD für den Erhalt der Fläche der Bogensiedlung sorgt für Irritation seitens der Hochschule. Prof. Heinrich Köster, Präsident der Hochschule Rosenheim, stellt klar, dass das ehemalige Hubauergelände nicht von einem Förderer der Hochschule gekauft wurde.

Vom jetzigen Eigentümer des Hubauergeländes ist geplant, mit dem Studentenwerk oder alternativen Investoren Wohnraum für Studierende zu schaffen. Dieses Projekt würde bereits einen Teil der Bogensiedlung kompensieren, bei deren ursprünglichen Bebauung unter anderem ein Studentenwohnheim geplant war. Sollte eine Realisierung des Ausbaus der Hochschule in Rosenheim nicht umgesetzt werden können, wird die Hochschule entweder die Zahl der Studierenden wesentlich zurückfahren müssen, weil nur eine begrenzte Fläche zur Verfügung steht, oder sich an andere Standorte außerhalb Rosenheims verlagern müssen. „Eine Entscheidung gegen die Weiterentwicklung der Hochschule könnte einen fatalen Rückschritt in vergangene Jahre bewirken und sich wirtschaftlich negativ auf den Großraum Rosenheim auswirken“, so Prof. Heinrich Köster.

Zum Download: