In solchen Modellen übernehmen Leistungserbringer einen Teil des Versicherungsrisikos bzw. der finanziellen Verantwortung für Leistungen, die direkt von ihnen erbracht, veranlasst oder nicht vermieden werden. Auch wenn das Potential dieser Capitation-Modelle in der Studie deutlich sichtbar ist, sind die Herausforderungen, die mit einem derartigen Vergütungs- und Versorgungssystem einhergehen, zu adressieren und zu kontrollieren. Deshalb prüft die Studie die Voraussetzungen und Potenziale des Transfers eines derartigen populationsorientierten Vergütungsansatzes nach Deutschland und zeigt die Optionen einer möglichen Umsetzung in Form solcher regionaler Gesundheitsbudgets auf. Die Basis hierzu bildet eine Analyse von Modellen aus Spanien, Peru, den USA und der Schweiz, die u.a. durch internationale Kontakte und operative Erfahrungen von Prof. Dr. Franz Benstetter fundiert werden konnten. Beispielsweise war er mehrere Jahre als Aufsichtsrat in einem spanischen Capitation-Versorgungsmodell in der Region Valencia/Spanien tätig.
Erfreulich aus Sicht der Rosenheimer Fakultät für Angewandte Gesundheits- und Sozialwissenschaften: Die Studie basiert auf einer engen Zusammenarbeit mit dem ehemaligen wissenschaftliche Mitarbeiter der Fakultät, Herrn Daniel Negele, und Kollegen der Universität Bayreuth. Herr Negele ist bei der BMW BKK im Bereich Strategie und Vertragswesen tätig. Die Studie ist als Buch im medhochzwei-Verlag erschienen (Franz Benstetter, Michael Lauerer, Daniel Negele und Andreas Schmid: "Prospektive regionale Gesundheitsbudgets: Internationale Erfahrungen und Implikationen für Deutschland. Medhochzwei-Verlag, ISBN 978-3-86216-618-3).