Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Maßnahme „Perspektiven für junge Flüchtlinge“ (PerjuF) werden auf das Arbeitsleben in Deutschland vorbereitet und bekommen Hilfestellung bei der Arbeits- und Ausbildungsplatzsuche. Finanziert wird diese bis zu einem Jahr dauernde Maßnahme von der Agentur für Arbeit Traunstein und dem Jobcenter. Die Teilnehmer erhalten berufsbezogenen Unterricht wie Deutsch, Sozialkunde und Information zum Ausbildungssystem und der Arbeitswelt in Deutschland. So lernen sie verschiedene Berufsbereiche, darunter das Berufsbild des Tischlers/Schreiners, praktisch kennen und können sich durch die betriebliche Erprobung in Unternehmen und im praktischen Unterricht in den Werkstätten der bfz gGmbh Traunstein testen. Im Rahmen der Maßnahme werden auch verschiedene Fortbildungsmöglichkeiten in der Holzverarbeitung vorgestellt. In diesem Zuge führte der Weg der jungen Asylsuchenden und anerkannten Flüchtlinge in Form einer Exkursion auch an die Hochschule Rosenheim.
Prof. Dr. Martin Illner und Wolfang Kopala von der Fakultät für Holztechnik und Bau führten die Gruppe durch das Sägewerk und verschiedene Labore, berichteten von der langjährigen Tradition der Ausbildung im Holzbereich in Rosenheim und beantworteten die Fragen der interessierten und begeisterten Teilnehmer. „Wir waren positiv von der großen Neugier, den fachlichen Fragen und nicht zuletzt von den guten Deutschkenntnissen der Teilnehmer überrascht“, freut sich Prof. Illner über den Besuch.
„Die Teilnehmer waren trotz ihrer Studienerfahrung im Heimatland ganz fasziniert vom Gelände, den Maschinen und auch den Möglichkeiten der Holzverarbeitung“, sagt Jasmin Klappauf, die die Gruppe seitens der bfz gGmbh begleitete. Die Unterschiede zu den Universitäten in den jeweiligen Heimatländern Syrien, Pakistan, Eriträa und Afghanistan seien laut Aussage der Teilnehmer immens. „Für die sofortige Zusage auf unsere Anfrage bedanken wir uns ganz herzlich bei der Hochschule Rosenheim“, freut sich Klappauf.