Die Lehrkraft für besondere Aufgaben Regina Thalhammer, M.Sc. besuchte dazu die Studierenden am jeweiligen Einsatzort. Im Rahmen der Praxisbegleitung im Modul „Interaktion mit Menschen“ hatten die Studierenden den Auftrag, eine pflegebedürftige Person auszuwählen, um mit ihr ein Gespräch zum Aufbau interner Evidenz zu führen. Dem Studiengang liegt das Verständnis zugrunde, dass die Perspektive des pflegebedürftigen Menschen auf seine Pflegesituation Grundlage aller pflegerischer Entscheidungen sein muss. Pflegerische Maßnahmen müssen zu den Betroffenen und zu ihrer Lebenswelt passen, um Pflegeziele zu erreichen und deren Nachhaltigkeit zu sichern. Damit orientiert sich der Studiengang am Konzept der evidenzbasierten Pflege, deren erster Schritt darin besteht, die Perspektive der/des Pflegebedürftigen zu ermitteln, um zusammen mit ihr/ihm den Auftrag an die Pflege zu klären und so in ein Arbeitsbündnis zu treten. Dieser Vorgang wird als Aufbau interner Evidenz bezeichnet.
Die Studierenden erhielten nach dem Patientengespräch ein differenziertes Feedback, welches auch in die Probezeitbeurteilung einging. Das Patientengespräch wurde aufgezeichnet, um dieses für den Leistungsnachweis gesprächsanalytisch auswerten und weiterentwickeln zu können. Frau Thalhammer nutzte den Praxisbesuch im Rahmen der Praxisbegleitung darüber hinaus für einen Austausch mit den Praxisanleitenden der Studierenden und informierte über das neue Studiengangsmodell.
Für den Studiengang Pflegewissenschaft war dies ein neuer, wichtiger Schritt. Insgesamt werden drei Praxismodule von der Hochschule begleitet, wodurch sich die Möglichkeit für einen intensiven Theorie-Praxis-Transfer und die Reflexion von Praxiserfahrungen bietet. In den elf anderen Praxismodulen findet die Praxisbegleitung durch Lehrende der RoMed-Pflegeschule statt - eine enge Kooperation aller an der hochschulischen Ausbildung beteiligter Lernorte, die hiermit gut gestartet ist!