Duales Pflege-Studium: Akademische Ausbildung zum Wohl des Patienten

Konzeptionsgruppe Studiengang Pflege
Bringen gemeinsam den Studiengang Pflege auf den Weg: Vertreter der Hochschule Rosenheim und der Berufsfachschulen der Region

Bedingt durch die veränderte Altersstruktur der Gesellschaft zeichnet sich bis 2030 ein eklatanter Fachkräftemangel im Bereich der Pflege ab. Studien beziffern diesen rund sieben Mal höher als bei Ärzten*. Die Hochschule Rosenheim will dem drohenden „Pflegenotstand“ gemeinsam mit Berufsfachschulen der Region entgegenwirken: Zum Wintersemester 2015/16 startet ein neuer dualer Bachelorstudiengang „Pflege“. Studierende verknüpfen Ausbildung und Studium, um professioneller in der Patientenversorgung arbeiten zu können. Als Pflegeexperten sollen sie die Gesundheitsversorgung in der Region stärken. Aktuell läuft die Bewerbungsphase für die Ausbildungsplätze an den Berufsfachschulen. Bis 15. Juli ist die Bewerbung an der Hochschule Rosenheim möglich.

„Der Studiengang Pflege bietet weit mehr als Studium plus Ausbildung. Wir haben ein Curriculum erarbeitet, das die gegenseitige Anerkennung von Leistungen der Hochschule sowie der Berufsfachschulen vorsieht“, so Prof. Dr. Robert Ott, Leiter des Instituts für Gesundheit an der Hochschule Rosenheim.

Geplant ist eine enge zeitliche und inhaltliche Verzahnung von theoretischem Unterricht an den Berufsfachschulen und praktischen Einsatzphasen in Kliniken, stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen sowie Lehrveranstaltungen der Hochschule. So erwerben Studierende nach drei Jahren den Abschluss als staatlich geprüfte/r Gesundheits- und Krankenpfleger/in oder Altenpfleger/in sowie nach zwei weiteren Studiensemestern den akademischen Abschluss Bachelor of Science in der Pflege. Während des parallel zur Ausbildung laufenden Studienabschnitts erhalten die Studierenden eine reguläre Ausbildungsvergütung durch den Träger der praktischen Ausbildung.

„Wir setzen uns für eine höhere Würdigung der Pflege in der Gesellschaft ein. Dazu trägt auch die Professionalisierung der Ausbildung des Pflegenachwuchses durch ein Studium bei. Wir freuen uns, gemeinsam mit der Hochschule Rosenheim diesen neuen Weg zu beschreiten“, bestätigt Oberstudiendirektor Maximilian Heimerl, Schulleiter des Beruflichen Schulzentrums in Mühldorf a. Inn.

Die Mühldorfer Berufsfachschule für Altenpflege ist eine von aktuell fünf Berufsfachschulen für Altenpflege bzw. Krankenpflege der Region, die in einer Konzeptionsgruppe gemeinsam mit der Hochschule die Inhalte für ein ausbildungsintegrierendes Pflege-Studium in Südostoberbayern erarbeitet haben. Weitere Kooperationen sind in Planung.

Der Studiengang Pflege greift die durch demografischen Wandel und veränderte Versorgungsbedarfe im Gesundheitswesen gewachsenen Anforderungen an Fachkräfte im Bereich der Pflege auf. So stehen beispielsweise Pflegeforschung und Managementprozesse auf dem Stundenplan. Die Umsetzung neuer, wissenschaftlich erarbeiteter Konzepte für die Optimierung der pflegerischen Versorgung, innovative Diagnostikmethoden sowie Projekt- und Prozessmanagement spielen eine größere Rolle als in der bisherigen schulischen Ausbildung.

Weitere Informationen zum Studiengang Pflege, Zulassungsvoraussetzungen sowie zu den kooperierenden Berufsfachschulen finden Sie unter www.fh-rosenheim.de/pflege.html


Zum Download:

  • Pressemitteilung (word-Dokument)
  • Pressemitteilung (pdf-Dokument)
  • Bildmaterial: Konzeptionsgruppe Studiengang Pflege, Bildunterschrift: (v.l.) Prof. Sabine Ittlinger, Hochschule Rosenheim, Stefan Pauler, Berufliches Schulzentrum Mühldorf a. Inn, Maximilian Heimerl, Schulleiter Berufliches Schulzentrum Mühldorf a. Inn, Sabine Balzer, Schulleitung Berufsfachschule für Krankenpflege am kbo-Inn-Salzach-Klinikum Wasserburg a. Inn, Barbara Weis, Schulleiterin Berufsfachschule für Krankenpflege am RoMed Klinikum Rosenheim, Holger Sahm, Berufliches Schulzentrum Mühldorf, Brigitte Kanamüller-Eibl, Schulleiterin Berufsfachschule für Krankenpflege am RoMed Klinikum Wasserburg a. Inn, Stefanie von Maikowski, Hochschule Rosenheim, Prof. Dr. Robert Ott, Leiter Institut für Gesundheit Hochschule Rosenheim, Angelika Müller, Berufsfachschule für Krankenpflege am RoMed Klinikum Wasserburg a. Inn, Rupert Übelherr, Leitung Bildungszentrum für Gesundheitsberufe der Kliniken Südostbayern Traunstein

 

* vgl. PricewaterhouseCoopers AG (Hrsg.): Fachkräftemangel. Stationärer und ambulanter Bereich bis zum Jahr 2030