Für die Einrichtung der stationären Therapie von Abhängigkeitserkrankungen entwickelten die Studierenden im Seminar „Pädagogik des Raumes“ kreative Entwürfe zur Umgestaltung des klinikinternen Kindergartens sowie eines mobilen Raucherbereichs, der auch kurative Aspekte beinhaltet. Ihre Modelle diskutierten die Studierenden mit den Rehabilitanden. Auch in die geplante Umsetzungsphase am Ende des Projekts werden die Patienten einbezogen und haben dadurch die Möglichkeit, neue Kompetenzen, die sie beim Wiedereinstieg ins Berufsleben nutzen können, zu entwickeln.
„Die Studierenden lernen in diesem Projekt und durch die Arbeit mit den Reha-Patienten auch nicht-klassische Aspekte der Innenarchitektur und außergewöhnliche Designprozesse kennen“, so Prof. Linn Song, der die Lehrveranstaltung leitet. Das von ihm betreute MIXstudio an der Hochschule Rosenheim bietet kreative Arbeitsplätze für Studierende der Innenarchitektur. In vielen Projekten des Studios integriert Song soziales Engagement in die Lehre.
„Mit unserem Projekt möchten wir die Öffentlichkeit für das Thema Sucht sensibilisieren. Eine Suchterkrankung gilt oft immer noch als Tabu und ist mit Vorurteilen behaftet. Diese Barriere abzubauen, ist eines unserer großen Anliegen, denn nur wenn Hilfestellungen zur sozialen Integration vorhanden sind, kann diese erfolgreich sein“, so Bettina Neumayr, therapeutische Leiterin an der Fachklinik Alpenland. „Wir freuen uns, dass wir die Hochschule für die Gestaltung und die Bürgerstiftung Rosenheimer Land der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG sowie Holzbau Glas aus Bad Aibling als erste Sponsoren für die Umsetzung gewinnen konnten.“
Noch im Juni wollen Studierende und Reha-Patienten der Klinik gemeinsam ein ausgewähltes Projekt vor Ort verwirklichen. Weitere Förderer und Materialspenden werden noch dringend gesucht. Nähere Auskünfte in der Fachklinik Alpenland unter der Telefonnummer 08061 9363-45.
Zum Download: