Prof. Michael Schmidt, Architekt und Lichtplaner, machte in dieser Vortragswoche den Anfang und setzte Licht als faszinierendes Gestaltungselement in den Vordergrund. Mit der Vorführung des Dokumentarfilms „The City Dark“ griff die Veranstaltungsreihe die Bedeutung von Dunkelheit auf. Prof. Mathias Wambsganß, Lichtplaner und Dozent für Lichtgestaltung und Lichttechnik an der Hochschule Rosenheim, gab in einer kurzen Einführung dazu einen Einblick in die Auswirkungen der Lichtverschmutzung.
Mit dem Vortrag „Licht+Architektur – Tages- und Kunstlicht in der Architektur“ von Prof. Michael Schmidt, Architekt und Lichtplaner, setzte sich der Erfolg der Vortragsreihe „Licht+“ in der zweiten Veranstaltungswoche fort. Dabei stand alles im Zeichen von Licht als faszinierendes Gestaltungselement. „Bereits vor der Realisierung eines Bauvorhabens zu wissen, wie sich Tageslicht in den Räumen verhält, ist elementar“, so Referent Prof. Michael Schmidt. Unabhängig davon, ob es sich um Kunst- oder Tageslicht handelt, ist letztendlich entscheidend, wie das Licht auf Oberflächen wirkt. Anhand von realisierten Lichtprojekten mit unterschiedlichen Problemstellungen veranschaulichte Schmidt, dass Licht ein entscheidendes Gestaltungelement bei Gebäude- oder Freianlagenkonzepten ist. Die Interaktion von Tages- und Kunstlicht z. B. mit der Umgebung, Gebäudeöffnungen und Oberflächen muss daher bei Bauprojekten in Form einer ganzheitlichen Lichtplanung bereits vorab berücksichtigt werden. Nur so kann Licht Architektur richtig in Szene setzen.
Das Problem der Lichtverschmutzung wurde für die Gäste in der vierten Veranstaltung der Licht+ Reihe „Licht+Dunkelheit“ im Dokumentarfilm „The City Dark“ erlebbar. In der Anmoderation führte Prof. Mathias Wambsganß, Lichtplaner und Dozent für Lichtgestaltung und Lichttechnik an der Hochschule Rosenheim, den Blick der Zuschauer auf die Kehrseite des Lichts. Für den Menschen transportiert Licht das Gefühl von Sicherheit. Es darf aber nicht unüberlegt und ohne Bezug zur Dunkelheit eingesetzt werden. „Lichtplanung ist der verantwortungsvolle Umgang mit dem Rohstoff Dunkelheit“, betonte Prof. Mathias Wambsganß mit den Worten von Lichtkünstler Michael Batz. In der modernen Zivilisation wird Licht jedoch zweckentfremdet und gerade im urbanen Bereich inflationär in Form von immer mehr und auch immer weißer werdendem Kunstlicht eingesetzt. Genau mit dieser Problematik beschäftigte sich der dann vorgeführte, vielfach ausgezeichnete Dokumentarfilm „The City Dark“.
Letzter Termin der Licht+ Reihe ein:
Licht+Kunst
"Der Ausstieg aus dem Bild"
Referentin: Prof. Bettina Catler-Pelz
Dienstag, 24. November 2015 um 19:00 Uhr
E 0.01
Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung sowie im Veranstaltungsprogramm unter http://www.fh-rosenheim.de/lichtplus.html