Die Digitalisierung ist bereits in vollem Gange und nicht zu missachten, auch nicht in der Gesundheitswirtschaft – mit diesem Fazit waren sich alle Referenten einig, führten diese Schlussfolgerung aber auf unterschiedliche Nutzergruppen, Anwendungsgebiete und Zukunftsprognosen zurück. In ihrem Grußwort führte die Schirmherrin der Veranstaltung und Bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, Melanie Huml, MdL, den enormen Wandel durch die Digitalisierung in der Pflege auf. „Dennoch ist die menschliche Zuwendung der Pfleger genauso wichtig und darf nicht außer Acht gelassen werden“, so Melanie Huml.
Im ersten Impuls-Referat reflektierte Hans-Peter Bröckerhoff, Herausgeber des Fachmagazins E-Health Com, den Zukunftsweg der Digitalisierung sowie die wesentlichen Themenfelder im Bereich der Gesundheitswirtschaft. Dr. Klaus Eder, Vorstand Operations MicroNova AG, empfiehlt den proaktiven Umgang mit Veränderungen, die mit der Digitalisierung einhergehen. Das dritte Impuls-Referat hielt Dr. Alexander Hauenschild, Vorstand der Schön-Kliniken. Eine wesentliche Arbeitserleichterung für den Stationsalltag habe die Digitalisierung im stationären Bereich zur Folge. Auch eine schnellere, effizientere und papierlose Arbeit sei das Ziel der Digitalisierung im Stationsalltag, so Hauenschild. Diese Entwicklung bringe ein enormes Potenzial, Teile des Geschäftsmodells der Gesundheitswirtschaft zu revolutionieren. Dieses Potenzial griff auch Prof. Dr. Daniel Flemming, Professor an der Katholischen Stiftungsfachhochschule München auf. Seine Empfehlung mit Blick auf die Digitalisierung und die damit verbundene neue Qualität in der Pflege lautet, die Kommunikationsprozesse noch stärker mit der IT zu unterstützen und die Digitalisierung als Instrument zur Verbesserung der Pflege zu nutzen. Trotz der vielseitigen Vorteile steht der Aspekt der totalen Kontrolle durch die Digitalisierung nach wie zur Debatte. Rainer Höfer, GKV Spitzenverband, rät in seinem Fazit hier zu einer klaren gesetzlichen Regelung.
Zum Abschluss des 8. Rosenheimer Forum Gesundheitswirtschaft beteiligten sich die Referenten gemeinsam an einer Podiumsdiskussion und führten einen konstruktiven Austausch mit dem Publikum.
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