Erste Promotion in Sozialer Arbeit abgeschlossen

Das Bild zeigt Promovendin Petra Fuchs, Professorin Edeltraud Botzum und Professorin Wiebke Waburg
Promovendin Petra Fuchs umrahmt von Professorin Edeltraud Botzum (links) und Professorin Wiebke Waburg

Premiere an der Fakultät für Sozialwissenschaften: Mit Petra Fuchs hat erstmals eine Promovendin aus der Sozialen Arbeit am Campus Mühldorf am Inn einen Doktortitel erlangt. Sie entwickelte im Rahmen ihrer Dissertation mit „Case Work“ ein Lernspiel für die Hochschullehre.

Die Arbeit mit dem Titel „Spielerische Wissensvermittlung in der Lehre der Sozialen Arbeit. Spielentwicklung und Evaluation eines lernerfahrungsbasierten Serious Games mit dem Forschungsansatz Design-Based Research“ wurde in Kooperation mit Professorin Dr. Wiebke Waburg von der Universität Koblenz betreut. Professorin Dr. Edeltraud Botzum, Forschungsprofessorin für Soziale Arbeit und Leiterin des interdisziplinären Lern- und Studienlabors für Digitalisierung und Soziale Arbeit an der TH Rosenheim, war Zweitgutachterin.

Bei ihrer Studie entwickelte Fuchs ein analoges Serious Game mit dem Titel „Case Work – Grundlagen Sozialer Arbeit spielend meistern“. Das Lernspiel unterstützt Studierende dabei, sich sozialarbeiterische Kompetenzen wie professionelles Handeln, Beziehungsarbeit und psychische Stabilität praxisnah und spielerisch zu erschließen. Im Mittelpunkt stand der Forschungsansatz des Design-Based Research: Das Spiel wurde in mehreren iterativen Zyklen gemeinsam mit Studierenden, Lehrenden und Fachpersonen konzipiert, erprobt und weiterentwickelt. „Es geht nicht um Spiel als Unterhaltung, sondern um Spiel als Lernraum“, betont Fuchs.

Auch aus Sicht der Betreuenden hat die Arbeit hohe Relevanz: „Zukunftsfähige Soziale Arbeit benötigt ebenso zukunftsfähige Lehr- und Lernformate. Diese Kooperation zeigt, wie Hochschulen über regionale Grenzen hinweg gemeinsam Forschungsqualität stärken können“, so Botzum. Sie befasst sich mit ihrem Forschungsteam im Rahmen der Rosenheimer Lehrprojektförderung aktuell mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz im wissenschaftlichen Arbeiten, um digitale Future Skills zu fördern. Auch hierbei entwickelt Fuchs spielerische Zugänge zu unterschiedlichen Lerninhalten und unterstützt damit innovative Formen der Hochschullehre.