Neue Professorin für Pflegewissenschaft an der TH Rosenheim

Prof. Angelika Seitz bei ihrer Vereidigung mit Hochschulpräsident Prof. Heinrich Köster

Mit der Vereidigung von Prof. Angelika Seitz verstärkt die Technische Hochschule Rosenheim künftig den Bereich Pflegewissenschaft. Sie wird insbesondere in der Lehre im dualen Bachelorstudiengang Pflegewissenschaft (B.Sc.) tätig sein und damit die Ausbildung hochschulisch qualifizierter Pflegefachpersonen weiterentwickeln.

Die Professur umfasst neben der Vermittlung theoretischer Inhalte auch Formen des Praxislernens wie Skillstrainings, simulationsbasierte Lehre und Praxisbegleitung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der engen Lernortkooperation mit praktischen Ausbildungsträgern, um Theorie und Praxis optimal zu verknüpfen.

Professorin Seitz absolvierte ihre Ausbildung zur Krankenschwester am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Regensburg (1992–1995) und studierte anschließend Pflegewissenschaft (BScN, MScN) an der Universität Witten/Herdecke (2000–2007). Seit 2022 promoviert sie an derselben Hochschule zum Thema: Momente von Berufsstolz in der Pflege.

Ihre berufliche Laufbahn umfasst praktische und wissenschaftliche Tätigkeiten:

  • 1995–2000: Tätigkeit als Krankenschwester in unterschiedlichen Settings
  • 2004–2007: Pflegewissenschaftlerin in der Stabsstelle Qualitätsmanagement, Öffentlichkeitsarbeit und innerbetrieblicher Fortbildung der Klinik Vincentinum, Augsburg
  • 2007–2021: Pflegewissenschaftlerin und Lehrerin für Pflegeberufe an der Berufsfachschule für Pflege der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren
  • 2021–2026: Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten, Fakultät Soziales und Gesundheit

In Forschung und Lehre liegen ihre Schwerpunkte auf Evidence-based Nursing, Theorie-Praxis-Vernetzung, Professionalisierung und Akademisierung der Pflege sowie auf Gesundheitsförderung und Partizipation.

„Die Weiterentwicklung der Profession Pflege braucht hochschulisch qualifizierte Pflegefachpersonen, um den wachsenden Herausforderungen unserer Zeit adäquat und lösungsorientiert begegnen zu können“, sagt Professorin Seitz. „Ich freue mich darauf, die kreativen Möglichkeiten der Hochschullehre und -forschung auszuschöpfen, um Studierende zu befähigen, Pflege als Prozess zu gestalten, pflegetheoretische Ansätze zu erforschen und praxisnah zu vermitteln. Hochkomplexe pflegerische Versorgung erfordert umfassende Kompetenzen – diese Entwicklung bei den Studierenden zu begleiten, ist mir ein besonderes Anliegen. Pflege ist eine Praxisdisziplin und eng mit den Fragestellungen der Mikro-, Meso- und Makroebene unseres Gesundheitssystems verknüpft. Ich freue mich darauf, mit den Studierenden in diesen Bereichen in den Austausch zu gehen.“

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