TH Rosenheim überzeugt beim Innovation Sprint 2026

Das Bild zeigt Studierende bei den Innovation Sprints in Innsbruck
Im Siegerteam war mit Luis Gruber (Dritter von links) auch ein Rosenheimer Student dabei.

Unter dem Motto „Impulse für alpine Lebensqualität“ stellten sich insgesamt 97 Studierende der Universität Innsbruck, der TH Rosenheim und der Hochschule Kufstein einer gemeinsamen Herausforderung. Beim Innovation Sprint im Inncubator in Innsbruck entwickelten sie Ideen, die das Wohlbefinden der Menschen langfristig stärken sollen. Ausgangspunkt war das Programm „Gesundes Tirol“, das darauf abzielt, die Lebenserwartung und das Wohlbefinden der Bevölkerung nachhaltig zu steigern. Um weitverbreiteten ungesunden Gewohnheiten wie Bewegungsmangel entgegenzuwirken, setzt die Initiative auf sanfte Verhaltensimpulse im Alltag, beispielsweise in öffentlichen Gebäuden, auf Plätzen oder in Verkehrsmitteln.

Von der Idee zum Prototyp

Die Aufgabe der Studierenden bestand darin, konkrete Lösungen zu entwickeln, die Menschen auf spielerische Weise zu mehr körperlicher Aktivität, Achtsamkeit und sozialem Miteinander motivieren. Der zweitägige Innovation Sprint war geprägt von Kreativität, Teamgeist und viel Energie. Die Studierenden entwickelten ihre Ideen gemeinsam weiter und setzten sie in konkrete Prototypen um. Für die überzeugendsten Lösungen wurden attraktive Preise vergeben.

Den ersten Platz belegte das Siegerteam mit dem Prototyp „Schaug amol auf!“, der mit 800 Euro prämiert wurde. Die Idee setzt auf kleine, wirkungsvolle Impulse, die dazu anregen, die alpine Umgebung bewusster wahrzunehmen. Dazu gehören beispielsweise Schilder entlang von Wanderwegen, die auf den nächsten Aussichtspunkt in zehn Minuten Entfernung hinweisen, oder motivierende Sprüche auf Bodenmarkierungen. Einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg des Teams leistete Luis Gruber, Student des Wirtschaftsingenieurwesens an der TH Rosenheim.

Den zweiten Platz erreichte das Team um Lukas Pendi, Student der Elektro- und Infomationstechnik an der TH Rosenheim, mit dem Konzept „Tirol atmet durch“. Die Idee: Kurze Atemübungen werden direkt auf Bildschirmen in Fahrzeugen des öffentlichen Nahverkehrs angezeigt und laden Fahrgäste dazu ein, im Alltag bewusst innezuhalten.

Auch beim dritten Platz war die TH Rosenheim vertreten. Leon Bossmann, Student im Studiengang Immobilien- und Facilitymanagement, entwickelte gemeinsam mit seinen Teamkolleg*innen den Prototyp „Trau Di und Dreh“. Dahinter steckt ein kostenloser Kurbelautomat für Holzchips an Tiroler Freizeitorten, der auf niedrigschwellige Weise zu Bewegung, Achtsamkeit und Begegnung anregen soll.

Viele Ideen mit Potenzial

Die Ergebnisse aller 22 Gruppen überzeugten durch ihre Praxisnähe und Vielfalt. So konnten Ideen aus sämtlichen Teams aufgegriffen und für die weitere Umsetzung berücksichtigt werden. Über die Ergebnisse und das große Engagement der Studierenden freute sich auch Professor Dr. Klaus Wilderotter von der TH Rosenheim. Er begleitete die 19 Rosenheimer Studierenden als Coach und unterstützte sie dabei, ihre Ideen weiterzuentwickeln und in überzeugende Prototypen zu überführen.