TH Rosenheim ehrt zukunftsorientierte Nachwuchskräfte für Holz- und Baubranche

Übergabe der Urkunden: (v.l. hintere Reihe) Prof. Thorsten Ober (Dekan der Fakultät für Holztechnik und Bau der TH Rosenheim), Horst Schneider (stellvertretender Vorsitzender der Convivo Stiftung), Matthias Andreesen Viegas (Geschäftsführer der TÜV SÜD Stiftung), Prof. Dr. Sandra Bley (Studiengangsleitung Ingenieurpädagogik) und Prof. Dr. Benno Eierle (Studiengangsleitung Innenausbau) (v.l. vordere Reihe) Elisabeth Satzke, Marina Paukner, Korbinian Schwesig und Linda Bögel

Fachkompetenz, gesellschaftliche Verantwortung und die Sicherung des technischen Nachwuchses: An der Technischen Hochschule Rosenheim wurden vier Absolventinnen und Absolventen der Fakultät für Holztechnik und Bau ausgezeichnet. Die Convivo Stiftung sowie die TÜV SÜD Stiftung würdigten Studierende, die neben exzellenten akademischen Leistungen eine besondere Vorbildfunktion für die Gemeinschaft und die Branche übernommen haben.

 

Die Verleihung dieser Stifterpreise unterstreicht ein zentrales Ziel der Fakultät für Holztechnik und Bau: Die Ausbildung von Fachkräften, die nicht nur fachlich auf höchstem Niveau agieren, sondern auch die Fähigkeit besitzen, Verantwortung zu übernehmen – sei es im sozialen Miteinander, im Ehrenamt oder bei der Gewinnung künftiger Generationen für die Holz- und Baubranche.

 

Convivo Stiftung: Fokus auf gesellschaftlichen Zusammenhalt

Unter dem Motto „Miteinander – Füreinander“ fördert die Convivo Stiftung den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Der Stifterpreis „Holz“ wird an Absolventinnen und Absolventen verliehen, die sich neben ihren Studienleistungen besonders ehrenamtlich engagieren. In diesem Jahr wurden zwei Absolventinnen des Studiengangs Innenausbau ausgezeichnet:

 

  • Elisabeth Satzke schloss ihr Studium mit einem herausragendem Notenschnitt ab. In ihrer Bachelorarbeit analysierte sie die interne Kommunikation mittelständischer Innenausbauunternehmen. Neben ihrer Tätigkeit als Tutorin engagiert sie sich stark beim HelferNetz sowie bei der katholischen Landjugend.
  • Marina Paukner widmete sich in ihrer Bachelorarbeit einem zentralen Thema der Kreislaufwirtschaft: der Leistungsfähigkeit rezyklierter Gesteinskörnung in Calciumsulfatestrichen. Auch sie unterstützte als Tutorin andere Studierende und setzt sich ehrenamtlich beim Roten Kreuz sowie der Nachbarschaftshilfe Rosenheim ein.

 

TÜV SÜD Stiftung: Sicherung der technischen Bildung

Ein weiterer Schwerpunkt der Verleihung lag auf dem Studiengang Ingenieurpädagogik. Die TÜV SÜD Stiftung begleitet diesen Studiengang bereits seit seiner Aufbauphase. Da die Sicherung technischer Fachkräfte untrennbar mit qualifizierten Lehrkräften an beruflichen Schulen verbunden ist, würdigt die Stiftung Studierende, die den Studiengang sichtbar machen und junge Menschen für diesen Weg begeistern.

 

Matthias Andreesen Viegas, Geschäftsführer der TÜV SÜD Stiftung, überreichte die Preise an zwei herausragende Persönlichkeiten:

 

  • Korbinian Schwesig setzte sich als Studiengangsbotschafter intensiv für die Nachwuchsgewinnung ein. Ob an beruflichen Schulen in Bayern oder auf Fachmessen wie der HOLZ-HANDWERK – er vermittelte die Verbindung von Holz, Technik und Pädagogik authentisch und wirkte so aktiv an der Sichtbarkeit des Studiengangs mit.
  • Linda Bögel prägte das Studium durch ihr Engagement im Inneren. Als Semestersprecherin war sie die zentrale Ansprechpartnerin für ihre Kommilitonen, organisierte Exkursionen und förderte durch ihr verlässliches Handeln maßgeblich den Zusammenhalt innerhalb der Studierendengemeinschaft.

Prof. Thorsten Ober, Dekan der Fakultät für Holztechnik und Bau, betont die strategische Bedeutung dieser Werte: „Die Herausforderungen unserer Branche – vom Fachkräftemangel bis hin zur ökologischen Transformation – lassen sich nicht allein mit Fachwissen lösen. Wir brauchen Persönlichkeiten, die Verantwortung übernehmen, andere begeistern und den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern. Die vier Preisträgerinnen und Preisträger verkörpern genau diese Kombination aus akademischer Exzellenz und echtem Engagement, die wir für die Zukunft des Bauens und Gestaltens mit Holz benötigen.“

 

Ein starkes Signal für die Branche

Die Auszeichnungen zeigen auf unterschiedliche Weise, was Engagement bedeutet: nach außen, indem man für die Ingenieurpädagogik begeistert, und nach innen bzw. in der Gesellschaft, indem man Verantwortung für das Miteinander übernimmt. Die Kombination aus handwerklich-technischer Expertise, akademischem Wissen und einer ausgeprägten sozialen Kompetenz ist genau das, was die Holz- und Baubranche für die Zukunft benötigt.