Heimtextilien der Zukunft

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Digitalisierung erlaubt es uns, die Bauformen immer freier zu wählen und die Grenzen des Möglichen in immer weitere Ferne zu rücken. Um diese formale Freiheit nicht nur am Bildschirm, sondern auch in der Realität umsetzen zu können, gewinnt die textile Architektur mehr und mehr an Bedeutung.

Aber der unübersehbar größere Anteil der aktuellen Architektur des Wohnens und der damit zusammenhängenden Innenarchitektur sieht ganz anders aus: Große Glasflächen, bodentiefe Fenster, Betonwände, Estrich, Stein, Parkett: große, harte, glatte Flächen dominieren immer mehr auch den privaten Wohnraum. Der Trend zum puristischen Wohnen bewirkte, dass das Interesse an textilen Produkten im Innenraum rückläufig war – und das in einer Zeit, in der Auswahl, Variantenreichtum, neue Materialien und Materialentwicklungen im Textilen spannende Entwicklungen nehmen.

Die Aufgabenstellung »textiles« zielt in die Richtung, wie wir in Zukunft mit dem Thema des Einsatzes von Textilien im Bereich des Wohnens, des Reisens und des Arbeitens umgehen werden. Smart Home, Smart Health, Virtual/Augmented Reality, Connectivity ... die Welt um uns scheint sich in rasender Geschwindigkeit zu verändern. Welche Rolle können Textilien außer der Ästhetik und den klassischen Aufgaben wie Akustik und Verschattung übernehmen? Oder brauchen wir manchmal nur natürliche haptisch angenehme Materialien und weiche Formen, um uns in der technisierten Welt wohler zu fühlen?

Für die Studierenden bot sich die Teilnahme am Wettbewerb »house of textile«, der vom Verband der Deutschen Heimtextilien-Industrie e.V. ausgelobt wurde, an. Zwei Arbeiten wurden im Januar 2019 auf der Messe Heimtextil in Frankfurt prämiert und ausgestellt.

Betreuung

Prof. Ulrike Förschler

Publikationen

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