Warum kommen Schülerinnen und Schüler freiwillig an einem Samstag an die Hochschule? Der 15. Praxistag Schulsanitätsdienst der bayerischen Hilfsorganisationen am 7. März 2026 auf dem Campus der Technischen Hochschule Rosenheim liefert darauf eine eindrucksvolle Antwort.
Rund 500 junge Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter aus ganz Bayern reisten nach Rosenheim, um ihr Wissen und ihre praktischen Fähigkeiten in der Ersten Hilfe zu vertiefen. In zahlreichen Workshops trainierten sie zentrale Notfallmaßnahmen – von Wundversorgung und Knochenbrüchen über starke Blutungen bis hin zur Herz-Lungen-Wiederbelebung. Ergänzt wurde das Programm durch Einblicke in Rettungsdienst, Katastrophenschutz und mögliche Berufswege im Gesundheitswesen.
Für die Fakultät für Angewandte Gesundheits- und Sozialwissenschaften der TH Rosenheim markierte der Praxistag zugleich den Höhepunkt eines längeren gemeinsamen Projekts mit den bayerischen Hilfsorganisationen. Im Dekanat engagierten sich Christine Pronnet und Kerstin Holdmann mit großem organisatorischem Einsatz und vielen guten Ideen für die Umsetzung der Veranstaltung. Studiengangskoordinatorin Katharina Ehrlicher stand den ganzen Samstag als Ansprechpartnerin für interessierte Schülerinnen und Schüler zur Verfügung.
Eingeladen hatte Professor Felix Höpfl, der als Hochschullehrer und Ausbilder im Malteser Hilfsdienst zwei Workshops zu den Themen Vergiftungen und Sportverletzungen gestaltete. Die Veranstaltung wurde von der Vizepräsidentin der TH Rosenheim, Prof. Dr. Stephanie Kapitza, mit einer motivierenden und wertschätzenden Ansprache eröffnet.
Der Praxistag zeigte eindrucksvoll, wie Hochschule, Schule und Ehrenamt zusammenwirken können. Professorinnen und Professoren brachten ihre Expertise ein, Hilfsorganisationen ihre praktische Erfahrung – und der Campus wurde für einen Tag zu einem lebendigen Lernort.
Vor allem aber wurde sichtbar, wie groß das Engagement junger Menschen ist: Viele Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter übernehmen bereits Verantwortung für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler. Ihr Einsatz stärkt nicht nur die Sicherheit an Schulen, sondern auch Solidarität und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
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Fotos: Lukas Frank