Veranstaltung am Campus Chiemgau: KI im Fokus

Das Bild zeigt Professor Sebastian Feger bei der Demonstration einer AR-Brille.
Professor Sebastian Feger bei der Demonstration einer AR-Brille

„Arbeit im Wandel durch KI und neue Medien“ lautete der Titel einer Veranstaltung am Campus Chiemgau im Rahmen der Vortragsreihe „Unternehmen und Hochschule“. Diese wird mehrmals im Jahr von der Wirtschaftsvereinigung Seeoner Kreis und der TH Rosenheim organisiert. Ein wichtiges Thema war der neue Studiengang Smart Interactive Media, der im Herbst startet.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Seeoner Kreises, Gerald Rhein, gab Professor Sebastian Feger einen Überblick über jüngste Entwicklungen sowie Trends in Sachen Künstliche Intelligenz. „Wir sehen, dass ganz neue Berufsbilder entstehen, die noch vor wenigen Jahren niemandem etwas gesagt haben“, so Feger. Als Beispiele nannte er „AI Strategist“, „AI Product Manager“ oder „AI Compliance Manager“. Für Unternehmen sei es sehr wichtig, Mitarbeitende in Sachen KI weiterzubilden und neue Technologien sinnvoll einzusetzen.

Danach ging Professor Lukas Flohr, der gemeinsam mit Feger den Studiengang Smart Interactive Media aufbaut, auf die Entwicklung der Interaktivität zwischen Mensch und Maschine ein. „Es bedarf menschzentrierter KI, die Verständlichkeit, Nachvollziehbarkeit und Nutzen in den Mittelpunkt stellt“, betonte Flohr. Sicherheit und Ethik seien dabei keine Bremse für Innovation, sondern eine wichtige Voraussetzung für Akzeptanz.

Zur praktischen Veranschaulichung führte Professor Feger eine AR-Brille vor. Dabei handelt es sich um ein tragbares Datenbrillen-System, das digitale Informationen wie Grafiken, Texte oder 3D-Modelle über das Sichtfeld der realen Umgebung blendet. Im Gegensatz zu VR-Brillen bleibt die Umgebung sichtbar, während sie um virtuelle Inhalte "erweitert" wird. Den Schlusspunkt setzte Jeremy Sax, Digital-Experte bei der BMW Group, mit einem Impulsvortrag zu Sprachinteraktion und User Interface Design.