TH Rosenheim bekommt Schülerlabor des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt

Das Bild zeigt eine Gruppe von Personen neben einem Astronauten-Aufsteller.
Hochschulpräsident Prof. Heinrich Köster, Dr. Christoph Pawek und Ceyhandli Zekeriya vom DLR, TH-Vizepräsidentin Prof. Nicole Strübbe, Andreas Gundel vom „bavAIRia e. V.“, Anne Köster vom Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Eva-Maria Aicher und Dr. Tobias Schüttler vom DLR, Netzwerkkoordinatorin Steffi Panhans von der TH Rosenheim und Klaus Stöttner, Vorsitzender des Kuratoriums der Hochschule (von links)

Großartiger Meilenstein für die TH Rosenheim: In Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) soll bis Ende dieses Jahres ein Lernlabor entstehen, das Schülerinnen und Schüler für Forschung, Technik und Informatik begeistert. Diese Neuigkeit stand im Mittelpunkt des 3. Netzwerktreffens des MINTnetz18+, das kürzlich an der Hochschule stattfand.

Mit dem DLR_School_Lab TH Rosenheim erhalten Schulklassen künftig Einblicke in die Bereiche Luft- und Raumfahrt, Wetter und Klima sowie Astronomie und Optik. Unter dem Motto „Forschung zum Anfassen“ führen sie praxisnahe Experimente durch und bauen zum Beispiel Teleskope, erzeugen Wolken, starten Flugzeuge und analysieren Satellitenbilder. Dabei wird viel Wert darauf gelegt, dass die jungen Besucherinnen und Besucher nicht nur selbst aktiv werden, sondern auch praktische Anwendungsbeispiele aus der Forschung kennenlernen. Hierbei ergeben sich Verbindungen zu regionalen Projekten: „Eine Drohne zu bauen ist an sich schon eine spannende Aufgabe, sie zur Rehkitz-Rettung einzusetzen erschließt darüber hinaus auch ihren konkreten Nutzen“, erläutert Professorin Dr. Nicole Strübbe, Vizepräsidentin der TH Rosenheim.

„Man kann nicht früh genug damit beginnen, Selbständigkeit, Kommunikation und Kooperation zu fördern. Wir freuen uns sehr darauf, mit dem DLR_School_Lab einen außerschulischen Lernort am Campus Rosenheim aufzubauen“, ergänzt Professor Heinrich Köster, Präsident der TH Rosenheim. Als treibende Kraft in der MINTregion18 ist die TH Rosenheim bereits mit verschiedenen Initiativen wie der Kinder-Uni oder dem Programm empowerMINT für junge Mädchen dabei, Kinder für die Anforderungen von morgen vorzubereiten.

Bewährtes Netzwerk hilft bei der Gestaltung

Für den Aufbau und den Betrieb des Schülerlabors setzt die Hochschule auf die bewährte Zusammenarbeit mit Vertreterinnen und Vertretern der Region im Rahmen des MINT-Netzwerks: Zum einen fließen Anforderungen und Feedback von Lehrkräften und Schulklassen direkt in die Entwicklung und Optimierung der Programme ein. Zum anderen stehen Unternehmen beratend zur Seite, um ihre Anregungen mit Blick auf die Fachkräfteausbildung einzubringen. „Programme wie das DLR_School_Lab der TH Rosenheim fördern nicht nur den Nachwuchs, sondern sichern langfristig auch die Innovationskraft unserer regionalen Wirtschaft”, betont Andreas Bauer, Vorstandsvorsitzender der ROFA AG.

Das DLR setzt mit dem neuen Schülerlabor in Rosenheim – es ist die dritte derartige Einrichtung in Bayern – seine erfolgreiche Strategie fort, eine Brücke von der aktuellen Forschung zur Nachwuchsförderung in den MINT-Fächern zu schlagen. Die Schülerlabore zeichnen sich durch ein außergewöhnliches Lernsetting, die Vernetzung verschiedener Disziplinen und die konkrete Anwendbarkeit des Wissens aus: „Durch die eigene Durchführung der Hands-on-Experimente können wir bei den Schülerinnen und Schülern positive Effekte beim Interesse an MINT-Themen und eine Zunahme der naturwissenschaftlichen und technischen Kompetenzen beobachten. Das schließt das Verständnis von Phänomenen und Sachverhalten wie auch von Methoden und Vorgehensweisen ein“, sagt Dr. Christoph Pawek, Vorstandsbeauftragter für Nachwuchsförderung im DLR.

Vom Schülerlabor zu „minTHROpia“

Das DLR_School_Lab TH Rosenheim richtet sich ab seiner für Ende 2026 geplanten Eröffnung zuerst an weiterführende Schulen ab der 7. Jahrgangsstufe. Danach sollen die Angebote nach und nach auch für jüngere Schülerinnen adaptiert werden, indem die wissenschaftlichen Themen verstärkt spielerisch aufbereitet werden. Betreut wird das Programm von wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie studentischen Hilfskräften, die den Lernprozess und das forschende Experimentieren aktiv unterstützen.

An der Hochschule gibt es bereits weiterreichende Ideen, das Angebot rund um das Schülerlabor auszubauen: „Wir planen ein spannendes Science Center, in dem Hands-On-Experimente auf innovative Weise mit Praxisbeispielen kombiniert werden,“ blickt Anette Dittel, die mit dem Aufbau von „minTHROpia“ betraut ist, voraus. „Dafür wird das DLR_School_Lab in wenigen Jahren unter anderem um ein Eltern-Kind-Café und wechselnde Ausstellungen erweitert. Wir bieten dann auch ein außergewöhnliches Freizeitangebot für Familien und Einzelbesucher.“