Gute Nachricht für ein wichtiges Zukunftsprojekt der Technischen Hochschule Rosenheim: Im Rahmen der Fraktionsinitiativen von CSU und Freien Wählern will der Freistaat 550.000 Euro für den Aufbau der „minTHROpia Science Arena“ bereitstellen. Die finale Abstimmung dazu findet im April im Landtag statt.
„minTHROpia“ verfolgt das Konzept, schon junge Talente für MINT zu begeistern: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik werden in einem Ausstellungsparcours präsentiert, in dem interaktive Stationen zum Ausprobieren einladen. Von den Versuchen und Experimenten schlägt die Ausstellung einen Bogen zu den entsprechenden Ausbildungs- und Studienwegen und stellt gleichzeitig Bezüge zu lokalen Produkten, Initiativen und Unternehmen her.
Verantwortlich für den Aufbau der minTHROpia Science Arena ist TH-Vizepräsidentin Prof. Dr.-Ing. Nicole Strübbe. „minTHROpia wird aus den vier Themenschwerpunkten Informatik, Werkstofftechnik, Maschinenbau und Elektrotechnik sowie der daraus resultierende Fusion-Zone, die Interdisziplinarität technischer Produkte beschreibt, bestehen. Durch praxisnahe Exponate werden Wissenschaft und Vielfalt der MINT-Berufe erlebbar und verständlich gemacht. Es wird aber nicht beim reinen Ausprobieren bleiben. Ziel von minTHROpia ist, junge Menschen in regionale technikaffine Unternehmen zu bringen, denn Nachwuchsförderung ist der größte Wirkhebel gegen den Fachkräftemangel in diesem Bereich“, erläutert Strübbe. Darin liegt auch der Grund, warum minTHROpia bereits in der Planungsphase von der Fraktionsinitiative unterstützt wird:
„Dieses zukunftsweisende Projekt fördert nicht nur die MINT-Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen, sondern leistet auch einen wertvollen Beitrag zur Berufsorientierung und Fachkräfteentwicklung in der Region. Hier werden Hands-On-Versuche mit maximaler Digitalisierung verknüpft. Gleichzeitig wird eine frühe Anbindung an die Technische Hochschule und ihre wissenschaftlichen Einrichtungen sichergestellt“, ergänzt Daniel Artmann, CSU-Landtagsabgeordneter und Kuratoriumsvorsitzender der Hochschule.
Bereits Ende 2026 entsteht als Vorgeschmack für die geplante Science Arena ein DLR_School_Lab an der Hochschule. In diesem Schülerlabor besuchen Klassen Workshops zu Luft- und Raumfahrt, Wetter und Klima sowie Astronomie und Optik und erleben dort spielerisch die Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit von angewandter Forschung. So soll der Campus der Technischen Hochschule Rosenheim schrittweise zur festen Institution für die Schulen der Region und MINT-Förderung vor Ort verstetigt werden.
In ein paar Jahren wird das DLR_School_Lab in die Räume der Science Arena umziehen und neben der Dauerausstellung um ein Eltern-Kind-Café und wechselnde Sonderausstellungen erweitert werden. So wird „minTHROpia“ mit seinem wachsenden Freizeitangebot auch für Familien und Touristen eine attraktive Anlaufstelle.