Pünktlich zum Studienstart erlebte der Campus Mühldorf am Inn zwei wissenschaftliche Highlights, die zeigten, wie nah Forschung am echten Leben und der Popkultur sein kann:
- Prof. Dr. Anna Vogel: Anhaltende Trauerstörung
Unter dem Titel „Wann wird Trauer zur psychischen Störung?“ stand die Anhaltende Trauerstörung im Fokus. Die Vorlesung zeigte auf, wie die Klinische Psychologie Beschwerden einordnet und Betroffenen hilft. Wichtige Botschaft: Trauer ist normal und darf nicht vorschnell als Krankheit gelten – halten schwere Alltagsprobleme jedoch an, braucht es passende Hilfe. Zudem wurde verdeutlicht, dass wissenschaftliche Erkenntnisse unverzichtbar sind, um im späteren Berufsleben professionelle Entscheidungen zu begründen. - Prof. Dr. Philipp Wulf: Popkultur & Philosophie
Anhand der Metaphorik von Kampf und Krieg untersuchte der Vortrag „The Great War“ die rigorose Aushandlung von moralischer Souveränität nach dem Beziehungsende. Basis dafür war ein analytischer Längsschnitt durch das Werk von Taylor Swift. Mit Bezugnahme auf Passagen aus Theodor W. Adornos »Minima Moralia« wurde der Umschlag der in einer Liebesbeziehung gewährten Totalanerkennung in ihr Gegenteil, die sofortige Verachtung, herausgearbeitet, der sich nur vor dem Hintergrund einer dezidiert moralischen Bewertung des Gegenübers und eines fiktiven Anspruchs plausibilisieren lässt.
Wir heißen unsere Lehrenden und Studierenden herzlich am Campus willkommen und freuen uns auf ein inspirierendes Semester!