Das wissenschaftliche EU-Projekt HEU_ForPeat (engl. FORest PEATland ecosystem assessment and targeted management for enhanced carbon sequestration, biodiversity and water quality) ist ein bedeutender Meilenstein auf dem Weg zu einer klimafreundlichen und resilienten Nutzung von Moorwäldern. Die Technische Hochschule Rosenheim (THRO) ist als zentraler Forschungspartner beteiligt – und bringt dabei ihre Expertise in Nachhaltigkeitsbewertung, Modellierung und sozioökonomischer Analyse ein.
Warum Moore wichtig sind
Moorlandschaften zählen zu den effektivsten natürlichen Kohlenstoffspeichern Europas. Durch Entwässerung und konventionelle Nutzung wurden viele Moore jedoch zu Netto-Treibhausgasemittenten. Vor diesem Hintergrund entwickeln die Projektpartner aus Wissenschaft, Praxis und Politik gemeinsam neue Wege der Bewirtschaftung, die Klimaschutz, biologische Vielfalt und wirtschaftliche Nutzung vereinen.
Die Rolle der TH Rosenheim
Im internationalen Konsortium übernimmt die TH Rosenheim eine Schlüsselrolle:
- Integrierte Nachhaltigkeitsbewertung: Unsere Forscher:innen verknüpfen ökologische, soziale und wirtschaftliche Daten, um nachhaltige Bewirtschaftungsstrategien in Bezug auf die Holzwertschöpfungskette zu bewerten und transparent zu machen.
- Simulationsmodellierung: Wir entwickeln ein dynamisches Modell, das mögliche Zukunftsszenarien der Moorwaldbewirtschaftung abbildet – sowohl für ökologische als auch ökonomische Wirkungen entlang der Holzwertschöpfungskette.
Was wir erreichen wollen
Das Ziel ist klar: Moorwälder als robuste, vielfältige und klimapositiv bewirtschaftete Ökosysteme zu sichern und wirtschaftlich nutzbar zu machen – ohne ökologische Integrität zu gefährden. Die Ergebnisse sollen Entscheidungsträger:innen, Forstwirtschaft, Eigentümer:innen und Kommunen dabei unterstützen, fundierte und nachhaltige Strategien umzusetzen.
Ein Blick nach vorn
In den kommenden vier Jahren wird das Projekt einen reichhaltigen Fundus an Daten, Handlungsempfehlungen und praxisorientierten Tools liefern, die weit über die beteiligten Regionen hinaus relevant sind. Für die TH Rosenheim bedeutet dies eine weitere Bestätigung ihrer Rolle als zukunftsorientierte Forschungsinstitution an der Schnittstelle von Wissenschaft, Gesellschaft und nachhaltiger Praxis.