Gemeinsam mit Weitblick in die Zukunft der Elektrotechnik

Die Alpenkulisse der TH Rosenheim bot den passenden Rahmen für den gemeinsamen Austausch über die Zukunft der Elektrotechnik an den bayerischen Hochschulen.

Die Technische Hochschule Rosenheim war Gastgeber des diesjährigen Sommertreffens der Dekaninnen und Dekane der elektrotechnischen Fakultäten der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Zukunft der Ingenieurausbildung sowie die Frage, wie Künstliche Intelligenz Studium und Lehre nachhaltig verändern wird.

Nach der Begrüßung durch Dekan Prof. Martin Reuter und einer Vorstellung der TH Rosenheim diskutierten die Teilnehmenden insbesondere die Rolle von KI als Werkzeug für zukünftige Ingenieurinnen und Ingenieure. Einigkeit bestand darin, dass der kompetente Umgang mit KI künftig ebenso selbstverständlich vermittelt werden muss wie klassische ingenieurwissenschaftliche Grundlagen. Gleichzeitig bietet KI großes Potenzial, die Lehre stärker zu individualisieren und Studierende gezielt beim Lernen zu unterstützen. Damit verbunden wurden neue Ansätze für kompetenzorientierte Lehr- und Prüfungsformate diskutiert.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Frage, wie sich mehr junge Menschen für MINT-Fächer und die Elektrotechnik begeistern lassen. Neben der stärkeren Gewinnung von Frauen für technische Studiengänge und Berufe hoben die Teilnehmenden insbesondere die Bedeutung einer frühzeitigen MINT-Förderung sowie einer engen Zusammenarbeit zwischen Schulen, Hochschulen, Industrie und Politik hervor, um das Interesse an technischen Berufen nachhaltig zu stärken.

Das Treffen bot den Teilnehmenden eine wertvolle Plattform für den hochschulübergreifenden Erfahrungsaustausch und die gemeinsame Weiterentwicklung der Ingenieurausbildung. „Die Herausforderungen der Zukunft lassen sich nur gemeinsam bewältigen. Gerade der offene Austausch zwischen den Hochschulen hilft uns, Studium und Lehre kontinuierlich weiterzuentwickeln und die Elektrotechnik zukunftsfähig aufzustellen“, betont Studiengangsleiter Prof. Franz Stubenrauch.