Die Projektmesse Digitalisierung zeigte auch in diesem Semester, wie vielfältig Digitalisierung in der Praxis aussehen kann – von datenbasierter Prozessoptimierung über Automatisierungskonzepte bis hin zum gezielten Einsatz von KI und nutzerorientierten Anwendungen. Erarbeitet wurden die Projekte der Agilen Software-Entwicklung und dem IT-Consulting.
In dieser Woche war es wieder soweit: 17 studentische Teams präsentierten im Rahmen der Projektmesse Digitalisierung in kurzen Pitches die Ergebnisse ihrer Projektlösungen vor Vertreter/innen der auftraggebenden Firmen und weiteren interessierten Gästen.
Regionale Kooperationen als Erfolgsfaktor
Dank der Arbeit des Innovationslabors der TH Rosenheim konnten erneut zahlreiche Projektaufträge von Firmen und Institutionen der erweiterten Region gewonnen werden.
Die damit verbundene Aussicht, dass die erarbeitete Projektlösung tatsächlich Anwendung findet, weitergenutzt wird oder auch Basis für Veränderungen dient, beflügelt unsere Studierenden in ihrem Engagement und bringt immer wieder kreative und innovative Ergebnisse hervor.
Vielfalt, die begeistert: IT-Projekte aus unterschiedlichen Bereichen
In diesem Semester reichten die Projekte von der digitalen Neugestaltung von Verwaltungs- und Organisationsprozessen bis hin zur gezielten Erschließung von Automatisierungspotenzialen.
Ein Team entwickelte dazu einen Automation Impact Radar, der Unternehmen hilft, schnell und strukturiert zu entscheiden, welche Prozesse sich besonders für Automatisierung eignen.
Wie konkret und praxisnah Wirtschaftsinformatik dabei sein kann, zeigte ein weiteres Projekt: Am Beispiel der Käseproduktion untersuchten die Studierenden, welche Faktoren darüber entscheiden, ob am Ende jeder Käse tatsächlich das gleiche Gewicht hat.
Ergänzt wurden diese Projekte durch klassische wirtschaftsinformatische Fragestellungen, etwa zur fundierten Auswahl von Softwaresystemen oder zur strategischen Steuerung der KI-Nutzung in Unternehmen.
Zu den hardwarebezogene Entwicklungen zählten unter anderem eine smarte Fahrradsicherung mit unauffällig im Getränkehalter integriertem GPS-Tracker, der im Falle eines Diebstahls den aktuellen Standort übermittelt. Ergänzt wurde dies durch einen intelligenten Tablettenspender, der vor allem für Seniorinnen und Senioren entwickelt wurde und hilft, Über- und Unterdosierungen im Alltag zu vermeiden.
Für den Freizeit- und Informationsbedarf vieler Anwenderinnen und Anwender entwickelten Projektteams eine Service-App zur einfachen Auffindung von Locations, Spielplätzen und Event-Tipps sowie einen nutzerfreundlichen Zugang zu hochwertiger Wetterdaten . Diese Daten werden an der TH Rosenheim gesammelt und stehen dadurch auch anderen Nutzer/innen für weitere Anwendungen zur Verfügung.
Stellwerk18 – eine Kooperation mit Mehrwert
Auch in diesem Wintersemester fand die Projektmesse Digitalisierung wieder in den Räumen und mit Unterstützung des Stellwerk18, Rosenheim, statt. Ein großer Dank geht deshalb auch an das Stellwerk18, das mit seinen vielfältigen Räumlichkeiten beste Voraussetzungen für Präsentation, Austausch und Begegnung bot. Mit dem Engagement des Teams entstand so ein passender Rahmen für die Projektmesse mit rund 160 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Sonderausstellung „Storytelling with Interactive Data Visualizations“
Ergänzend zu den vorgestellten Projektarbeiten bot eine Sonderausstellung Einblicke in weitere, im Rahmen der Lehre realisierte Projekte.
Die Projekte verbanden datenbasierte Analysen mit Storytelling und reichten thematisch von gesellschaftlichen Fragestellungen bis hin zu wirtschaftlichen und sportbezogenen Themen, etwa:
- Hat die Zunahme digitaler Verbindungen Auswirkungen auf die Einsamkeit?
- Warum können kleine Nationen in der digitalen Wirtschaft weit über ihre Größe hinaus erfolgreich sein, während große Länder ins Hintertreffen geraten?
- Wie verlaufen Profikarrieren im Fußball, und wie beeinflussen die Nachwuchs- und Transferstrategien des globale Fußballmarkts und der Vereine diese Karrierewege?
- Wie hängen CO₂-Emissionen mit Wirtschaftswachstum zusammen, und können Nationen wachsen und gleichzeitig ihre Emissionen reduzieren?
- Sind die aktuellen Bewertungen im KI-Sektor durch reale wirtschaftliche Fundamentaldaten gerechtfertigt – oder handelt es sich um spekulativen Hype mit Blasenrisiko?
Auch das RFO war zu Gast
Eine besondere Wertschätzung erfuhren die Beteiligten auch durch das Interesse des Rosenheimer Regionalfernsehens (RFO), dass immer wieder gern von diesen Events berichtet.
Der Beitrag über die aktuellste Projektmesse ist hier zu sehen: https://www.rfo.de/mediathek/video/kaesekunst-einsamkeit-und-demenz-projektmesse-in-rosenheim/
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Hier geht es zum Bericht der TH Rosenheim