Projektmesse Digitalisierung begeistert mit starken Ideen und praxisnahen Lösungen

Projektmesse Digitalisierung begeistert mit starken Ideen und praxisnahen Lösungen

22 Projektteams, volle Messeräume und viele spannende Einblicke: Bei der Projektmesse Digitalisierung der Fakultät für Informatik zeigten Studierende, wie vielseitig, kreativ und praxisnah digitale Lösungen entstehen können.

Ein Semester voller Projektarbeit auf den Punkt gebracht

Einmal pro Semester wird an der Fakultät für Informatik sichtbar, woran Studierende über viele Wochen hinweg mit großem Engagement gearbeitet haben: Bei der Projektmesse Digitalisierung präsentierten studentische Teams auch diesmal wieder ihre Projektergebnisse vor Gästen aus Hochschule, Unternehmen und Partnereinrichtungen.

Eröffnet wurde die Messe von Dekanin Prof. Dr. Silke Lechner-Greite, Prof. Dr. Gerd Beneken und Prof. Dr. Christopher Jud. Anschließend pitchten die Teams in drei aufeinander folgenden Tracks insgesamt 22 Projektergebnisse – darunter neun Projekte internationaler Teams in englischer Sprache.

Beteiligt waren Studierende aus dem 6. und 7. Semester der Bachelorstudiengänge Informatik, Wirtschaftsinformatik und Applied Artificial Intelligence.

Pitches der studentischen Teams

Ideen aus der Praxis, Lösungen aus der Informatik

Was die Projektmesse besonders macht, ist die enge Verbindung von Lehre und realen Aufgabenstellungen. Viele Projekte entstehen direkt im Auftrag von Unternehmen. Weitere Projektpartnerinnen und Projektpartner kommen aus Einrichtungen und Fakultäten der TH Rosenheim, etwa aus dem Rechenzentrum, der Fakultät für Gesundheitswesen oder der Fakultät für Holztechnik.

Auch im Rahmen des EU-geförderten Hochschulprojekts Greentech4Transformation (GT4T) wurde ein Projekt vergeben. Mit GT4T beteiligt sich die TH Rosenheim gemeinsam mit  weiteren Hochschulen an einem internationalen Verbund, den Wandel zu einem nachhaltigeren und digital besser vernetzten Europas mitzugestalten. .

Die Bandbreite der Auftraggeberinnen und Auftraggeber zeigt, wie vielfältig digitale Fragestellungen heute sind: Projekte entstanden unter anderem für die Max Aicher Group, die Papierfabrik Louisenthal, BAYFU, BORA, Red Bull und das LMU Klinikum – und damit für Partner aus Industrie, Produktion, Infrastruktur, Küche, Getränkeindustrie sowie Medizin und Gesundheit.

Wenn KI, VR und Software konkrete Probleme lösen

Die vorgestellten Projekte machten deutlich, wie breit das Spektrum moderner Informatik ist. Die Teams arbeiteten unter anderem an KI-gestützter Unterstützung in Produktions- und Steuerungsprozessen, an der Automatisierung einer Serververwaltung zur Reduktion von Betriebskosten sowie an VR-Anwendungen für die Ausbildung in handwerklichen Berufen, etwa im Zimmererhandwerk.

Weitere Lösungen umfassten Chatbots zur Unterstützung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Software für den sicheren Umgang mit allgemeinen KI-Anwendungen ohne Weitergabe sensibler Personen- oder Unternehmensdaten sowie Apps zur Bewegungsmotivation am Campus.

Auch gesundheits- und gesellschaftsbezogene Themen spielten eine wichtige Rolle. Ein Team entwickelte beispielsweise eine lokal verwaltete Tagebuch-App für Menschen mit Herzfehlern, deren Tagebuchführung bislang nur auf Papier möglich war. Ein weiteres Projekt aus dem GT4T-Kontext beschäftigte sich mit sensorgesteuerter Datenerfassung bei der Nutzung von Fahrradsätteln. Die Daten können sollen helfen, körperliche und geschlechterspezifische Unterschiede künftig besser in die Optimierung von Fahrradsätteln einzubeziehen. Das Projekt ist als Ankercase Teil von GT4T und geht auf eine Initiative von Vizepräsidentin Prof. Dr. Stefanie Kapitza zurück. 

Projektplakate (Auswahl)

Nachfragen, ausprobieren, ins Gespräch kommen

In den Pausen verlagerte sich die Projektmesse in die zu Messeräumen umgebaute Labore der Fakultät. Dort konnten die Gäste mit den Teams ins Gespräch kommen, Software ausprobieren, Details erfragen und sich die Lösungen direkt zeigen lassen. Das Angebot wurde rege genutzt und sorgte für viele fachliche Gespräche, neue Impulse und sichtbare Begeisterung auf beiden Seiten. 
Unter den Gästen waren Professorinnen und Professoren und Studierende der Fakultät und der Hochschule sowie zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der auftraggebenden Unternehmen und Einrichtungen. 

Messeimpressionen im Bild ...

Praxislernen, das weit über den Hörsaal hinausgeht

Realitätsnahe Projekt-Lern-Module haben an der Fakultät für Informatik bereits eine lange Tradition. Seit Bestehen des Innovationslabors im Jahr 2016 wurden insbesondere die vertragliche Gestaltung, die Betreuung der Projektpartnerinnen und Projektpartner sowie das Coaching der studentischen Teams kontinuierlich ausgebaut. Die Projektmesse Digitalisierung in ihrer heutigen Form wurde vom Innovationslabor ins Leben gerufen und umgesetzt.

So erleben Studierende den gesamten Projektprozess sehr praxisnah: von der Auftragsklärung über Kommunikation und Projektmanagement bis zur technischen Lösungsfindung. Für die Studierenden ist das eine wertvolle Vorbereitung auf den Berufseinstieg. Für Unternehmen, Einrichtungen und Partnerinnen und Partner der Hochschule entstehen zugleich innovative, prototypische Lösungen und frische Perspektiven auf konkrete Herausforderungen.

Starke Teams, starke Begleitung

Begleitet wurden die studentischen Teams von Prof. Dr. Gerd Beneken, Prof. Dr. Christopher Jud, Prof. Dr. Claudia Förster, Prof. Dr. Martin Deubler und Prof. Dr. Wolfgang Mühlbauer. Wertvolle Unterstützung im gesamten Prozess leistete zudem das Team des Innovationslabors mit Kevin und Martin – vom Vertragsmanagement über Coaching bis hin zur Vorbereitung und Begleitung der Projektmesse Digitalisierung.

Zum Abschluss bedankte sich Prof. Dr. Gerd Beneken bei allen Beteiligten für die gezeigten Leistungen sowie die große Bereitschaft und engagierte Mitwirkung auf allen Seiten. 

Nach der Messe ist vor der Messe

Die Fakultät für Informatik freut sich bereits auf die nächsten spannenden Projekte mit Unternehmen, Institutionen und Partnerinnen und Partnern der Hochschule. 
Unternehmen und Institutionen, die sich für diese Art der Zusammenarbeit interessieren, wenden sich bitte an das Team unseres Innovationslabors: 

Kevin Burmann: kevin.burmann@th-rosenheim.de 
Martin Kucich: martin.kucich@th-rosenheim.de

Weitere Informationen für Unternehmen haben wir auch hier zusammengestellt: Werden Sie Praxispartner/-partnerin der Fakultät für Informatik.