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Zentrallabor für Werkstoffprüfung

Im Zentrallabor für Werkstoffprüfung hat die Hochschule Rosenheim ihre Kräfte zur Materialprüfung, -optimierung und -entwicklung gebündelt. So können im Labor an neuesten Prüfmaschinen Holzmaterialien, Kunststoffe und metallische Werkstoffe geprüft werden. Ein besonderer Fokus des Labors in Rosenheim liegt auf der Prüfung und Beurteilung von Materialien für den Möbelbau, Sandwichelementen und Holz-Kunststoffmaterialien.

Zusammen mit den Laboren für Klimatechnik, Bauteilprüfung und dem benachbarten Möbelprüflabor können Eigenschaften von neuen Materialien umfassend und praxisnah geprüft und optimiert werden.

Geleitet wird das Labor von Prof. Dipl.-Ing. Torsten Leps unter der Mitarbeit von Dipl. Ing (FH) Florian Resch.

Projekte in Forschung und Entwicklung

Für die Zusammenarbeit mit der Industrie im Bereich Materialentwicklung, -optimierung und -prüfung eröffnen sich je nach Aufgabenstellung mehrere Wege. Von der einfachen Ermittlung oder Prüfung von Materialeigenschaften bis zur Neuentwicklung von Werkstoffen in einem Forschungsprojekt kann das Zentrallabor für Werkstoffprüfung Partner für die Industrie sein. Im Folgenden werden einige grundsätzliche Möglichkeiten zur Zusammenarbeit beschrieben.

Materialprüfungen

Sind die zu messenden Eigenschaften klar zu benennen – es existieren Prüfnormen oder Regeln zur Ermittlung und es stehen die Anforderungen fest – ist das ein einfacher Prüfauftrag, den das Labor schnell und effizient lösen kann. Häufige Prüfungen sind Prüfung von Verklebungen, dynamische Eigenschaften von Kunststoffen bis hin zu Festigkeitsmessungen an Holzwerkstoffen. Auf Grund der exzellenten Ausstattung des Labors können solche Aufträge zeitnah ausgeführt werden.

Rueckwand-Nut-Test
Rueckwand-Nut-Test

Auch wenn die Methoden zur Ermittlung von Eigenschaften noch nicht genormt sind oder feststehen, kann das Labor helfen. Orientierende Untersuchungen zu den wichtigen Fragestellungen sind oft unkompliziert möglich. Hier können die Erfahrung des Labors und das Hochschulumfeld helfen, Lösungen zu ermitteln und umzusetzen. Dabei sind schon unorthodoxe Prüfungen herausgekommen, wie Haltbarkeit von Rohrisolierungen, Rückstellverhalten von Gummipuffern und Belastungstests für Bierbänke. Solche Fragestellungen lösen wir am Besten in einem Gespräch mit Probemustern vor Ort.

Das Zentrallabor für Werkstoffprüfung hat sich bewusst für den Status eines freien Hochschullabors entschieden, um sich auf die Aufgaben in Lehre und Forschung zu konzentrieren und auch um die Kosten für die Vorprüfungen und Entwicklungen an Materialien gering halten zu können. Was das Labor nicht leisten kann sind Zertifizierungen oder Konformitätsbescheinigungen nach entsprechenden baurechtlichen Regeln. Das Labor ist kein dafür zugelassenes Prüfinstitut.

Ansprechpartner für Materialprüfungen: Dipl. Ing. (FH) Florian Resch

Studentische Projekt- und Abschlussarbeiten in der Materialoptimierung und Entwicklung neuer Prüfmethoden

Eine einfache Prüfung des Materials ist oft nicht ausreichend, da effiziente Werkstoffe optimiert und weiterentwickelt werden müssen. Hierfür können Studierende in den obligatorischen Projektseminaren einbezogen werden. Entwicklungsarbeiten in dieser Form sind fester Bestandteil des Studiums an der Fakultät für Holztechnik und Bau und nehmen einen hohen Stellenwert ein.

Praxisnahe Ausbildung
Praxisnahe Ausbildung

Auch die Abschlussarbeiten – Bachelor-, Diplom- oder Masterarbeiten – werden grundsätzlich in Zusammenarbeit mit der Industrie durchgeführt. Die Aufgabenstellungen beinhalten zahlreiche Arbeiten zur Materialentwicklung oder zur anwendungstechnischen Prüfung der Eignung von Materialien – z.B. die Eignungsprüfung und Entwicklung von Verbindungsmitteln für Windkrafttürme aus Brettsperrholz.

Die Laufzeit der Projektarbeiten beträgt 1 Jahr mit einem Team von 3-5 Studenten des 3. und 4. Semesters Holztechnik. Hier können komplexe und arbeitsintensive Ermittlungen von Materialeigenschaften erarbeitet werden, wie z.B. die Einprüfung zweier neuer Holzarten aus Plantagen in Panama oder die zeitaufwendige Ermittlung von Kriechzahlen von Holzwerkstoffen.

Ansprechpartner für studentische Projekt- und Abschluss-arbeiten: Prof. Dipl. Ing. Torsten Leps

Forschung und Entwicklung

Die Umsetzung von Forschungsaufträgen zur Materialentwicklung und -optimierung gehören ebenso zum Leistungsumfang des Labors.

  • Ultraschallmessung
    Ultraschallmessung
  • 3-Punkt-Biegeprüfung
    3-Punkt-Biegeprüfung
  • Diskussion der Ergebnisse
    Diskussion der Ergebnisse
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In Industrieaufträgen wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Labor für Möbeltechnik für internationale Unternehmen aus den USA und Italien neue Möbelmaterialien entwickelt. Auch Untersuchungen und Mitarbeit zur Normung an leichten Sandwichplatten zeigen den Fokus des Labors auf anwendungsbezogene und industrienahe Forschung.

Ansprechpartner für Forschung und Entwicklung: Prof. Dipl. Ing. Torsten Leps

Prüfmöglichkeiten / Prüfmethoden

Überblick über unsere Prüfmöglichkeiten

  • Prüfung statischer Festigkeiten und Verformungssteifigkeiten (Zug-, Druck-
    und Biegeversuche) bis 200 kN
  • Dynamische Prüfungen (Schlagbiege- und Schlagzugversuche) mit bis zu 50 J
  • Zeitzustand- Zugversuche und Ermittlung rheologischer Eigenschaften
  • Härte- und Oberflächenmessungen
  • Zugprüfung bis 200 kN
    Zugprüfung bis 200 kN
  • Pendelschlagwerk bis 50 J
    Pendelschlagwerk bis 50 J
  • Biegevorrichtung
    Biegevorrichtung
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