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Fake News

Was ist wahr, was ist Fake?

Elefantenfelsen

„Zehn Menschen, die einen Elefanten aus zehn unterschiedlichen Richtungen betrachten, werden über seine Form und Beschaffenheit zu zehn unterschiedlichen Aussagen kommen. Ein einziger Mensch, der denselben Elefanten aus diesen zehn unterschiedlichen Perspektiven betrachtet, wird danach in der Lage sein, alle Beobachtungen zusammenzusetzen, um daraus die einzig schlüssige Schlussfolgerung zu ziehen.“


(Heywinkel, M. (2019): Ein Mensch lebt drei Leben: 16 Weisheiten aus der zweiten Staffel von Dark. URL: https://ze.tt/ein-mensch-lebt-drei-leben-16-weisheiten-aus-der-zweiten-staffel-von-dark/ Letzter Zugriff am 25.08.2021)

Wie Sie Fake News entlarven können

In der digitalen Informationsflut des Internets wird es generell immer wichtiger, Informationen zu filtern und auf Ihren Wahrheitsgehalt und Ihre Relevanz zu überprüfen.

Besonders trifft das jedoch auf die vielen Fake News in Form von Falschmeldungen, Bildern und Videos zu. Sie zu erkennen ist nicht immer einfach.

Denn diese absichtlich verbreiteten Lügen und falschen Nachrichten wollen unsere Wahrnehmung, unsere Meinungsbildung gezielt beeinflussen. Und Manipulation funktioniert am Besten über unsere Emotionen, deshalb:

Lassen Sie sich nicht manipulieren! Geben Sie Fake News keine Chance!

In 6 Schritten Fake News entlarven

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  • 1. Leiten Sie nichts weiter, von dem Sie die Quelle nicht kennen

    Vorsicht vor Texten, die auf Schlagzeilen verkürzt sind und wenig Inhalt, aber viel Meinung transportieren

  • 2. Hinterfragen Sie die Meldung

    Ist sie plausibel? Ist es ein Scherz oder gar Satire? Ist sie reißerisch oder berührt sie Ihre Emotionen? Hören Sie auf Ihren gesunden Menschenverstand!

  • 3. Überprüfen Sie die Nachricht

    • Autor/Urheber und Impressum prüfen - Wer schreibt? Was und wer steht im Impressum? Was hat dieser Autor noch veröffentlicht? In Deutschland gibt es eine Impressumpflicht für kommerzielle Angebote. Vorsicht also wenn es kein Impressum gibt oder ein Postfach im Ausland angegeben ist!
    • Quellen prüfen – Werden Angaben dazu in der Nachricht gemacht? Gibt es mehrere Quellen? In welchem Zusammenhang finden Sie die Quelle noch im Internet? Was berichten andere Quellen über die Nachricht?
    • Geben Sie die Überschrift oder Teile der Nachricht in eine Suchmaschine ein – Wo liegt der Ursprung dieser Meldung? Wurde über diese Aussage auch an anderen Stellen und Medien berichtet? Oder erscheint sie noch in einem ganz anderen Kontext?
    • Zeitschiene und Datumsangaben prüfen – Ist die Meldung aktuell? Gibt es ein Erstelldatum? Tauchen Unstimmigkeiten mit dem Zeitpunkt der Veröffentlichung auf?
    • Überprüfen Sie die URL – sie kann sich nur minimal vom Original z.B. einer bekannten Medienmarke unterscheiden, durch einen zusätzlichen Bindestrich oder einer Endung wie .net
    • Geben Sie die Nachricht in eine Faktenchecker- Webseite ein z.B. Mimikama, Hoaxmap und Volksverpetzer – Taucht die Meldung hier schon als Fake auf? Wurde sie schon auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft?
      Mimikama
      Hoaxmap
      Volksverpetzer
  • 4. Recherchieren Sie mehr zu Inhalten

    Falls Sie ein Thema näher interessiert und Sie sich eine Meinung bilden wollen, dann recherchieren Sie weiter, um mehr Informationen zu erhalten und das Thema von verschiedenen Seiten zu beleuchten. Geben Sie dazu verschiedene Schlagworte passend zum Thema in eine Suchmaschine ein. Sprechen und diskutieren Sie auch mit anderen Menschen über die gefundenen Informationen und Aussagen.

  • 5. Überprüfen Sie Bilder und Videos

    • Bilder sind oft nur Ausschnitte, die die Realität verzerrt wiedergeben oder sie werden in falschen Kontexten verwendet. In Videos werden den Sprechern falsche Texte in den Mund gelegt, also Aussagen, die sie so nie gemacht haben – Wo und in welchem Kontext wurde das Original veröffentlicht?

      Beispiele für Anbieter der Bilder-Rückwärtssuche:

      Google Bilder-Rückwärtssuche

      Yandex Bildersuche

      TinEye

  • 6. Entlarven Sie Deep Fakes in Videos

    Sogenannte Deep Fakes in Bildern und Videos tauschen Gesichter von Personen aus und übertragen Körperbewegungen einer Person auf eine andere Person. Also checken Sie, wenn möglich, die Herkunft der Aufnahme. Auch hier ist wieder Ihr gesunder Menschenverstand gefragt, denn wenn man genau hinsieht und die meist sehr kurzen Videos ganz langsam anschaut, entdeckt man Ungereimtheiten und Schwachstellen – Flackern die Gesichter? Blinzeln die Personen permanent oder zu langsam? Erscheinen die Bewegungen oder der ganze Körper etwas seltsam?

    Für Videos mit einem Youtube-Link gibt es ein Recherchetool, den YouTube Dataviewer von Amnesty International, der das Erstelldatum und Vorschaubilder anzeigt.

    YouTube Dataviewer

Das sind nur einige Tipps, wie Sie an die nötigen Informationen kommen um Fake News zu enttarnen.

Sollten Sie noch unsicher sein, wie Sie dabei am Besten vorgehen, dann schauen Sie sich mal den Eintrag der Zentral- und Landesbibliothek Berlin zum Thema „Fakten prüfen im Netz“ an. Da finden Sie ein kleine Anleitung und können das Gelernte anschließend gleich selber ausprobieren und üben.

„Fakten prüfen im Netz“

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