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Nachbetrachtungen zur Bayerischen Landtagswahl 2018

Prof. Dr. Wolfgang Bischof von der TH Rosenheim analysierte zusammen mit dem renommierten Wahlrechtsexperten Prof. Dr. Friedrich Pukelsheim von der Universität Augsburg die Ergebnisse der bayerischen Landtagswahl 2018. Die nach geltendem Landeswahlrecht durchgeführte Sitzzuteilung führte neben einer Erhöhung der Landtagsgröße von 180 auf 205 Sitzen zu regionalen und politischen Abweichungen vom vorgeschriebenen Proporz.

Prof. Bischof, M. Stelz, M.Sussmann u. Prof. Pukelsheim (v. l.) im Bayerischen LT, Foto Rolf Ross

Prof. Bischof (li.) u. Prof. Pukelsheim vor dem Bayerischen Landtag

Daher entwarfen Pukelsheim und Bischof Vorschläge zur Verbesserung des bayerischen Landeswahlgesetzes, um die Landtagsgröße nach zukünftigen Wahlen wieder in Richtung der Sollgröße zu bewegen und um ein gerechteres Zuteilungsverfahren zu etablieren. Die Ergebnisse wurden in einem Artikel  zusammengefasst, der am 15. November 2019 in den Bayrischen Verwaltungsblättern erschienen ist. Alle Berechnungen wurden mit dem Programm BAZI durchgeführt, das von Prof. Bischof und seinen beiden Mitarbeiterinnen Monika Sussmann und Maria Stelz (Studentin der Wirtschaftsmathematik-Aktuarwissenschaften) gepflegt wird. Wer sich für das BAZI-Projekt interessiert oder wer selbst verschiedene Zuteilungsmethoden durchspielen möchte, findet  hier  Informationen, wie das funktioniert. In der BAZI-Datenbank stehen neben den Ergebnissen aller bayerischen Landtagswahlen die Ergebnisse von mehr als 1500 weiteren Wahlen als Basis für weitere Analysen zur Verfügung.

Finanziell unterstützt wurde die Zusammenarbeit Rosenheim-Augsburg, die häufig in den Räumen der bayerischen Akademie der Wissenschaften in München stattfand, vom Förderverein der Wirtschaftsmathematik-Aktuarwissenschaften an der Hochschule Rosenheim e.V.

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