Unternehmerfrühstück am Campus Mühldorf am Inn

Über 30 Vertreter von 20 Firmen aus der Region sind der Einladung der afp und der ausbildungsbegleitenden Bachelorstudiengänge Betriebswirtschaft und Maschinenbau der Technischen Hochschule Rosenheim gefolgt. Am 14. März kamen sie zu einem Unternehmerfrühstück am Campus Mühldorf am Inn zusammen.

Das Ziel der Veranstaltung war es, die Unternehmen über die berufs- und ausbildungsbegleitenden Studiengänge in Mühldorf am Inn zu informieren sowie über die Herausforderungen und Lösungsmodelle einer Vereinbarkeit von Arbeit, Berufsschule und Studium zu diskutieren.

Anna Edmaier vom Steckverbindungshersteller ODU zeigte sich begeistert von den Studiengängen und den Kenntnissen der TH-Studierenden. „Wir hatten am Anfang Bedenken, aber es wurde viel besser, als wir uns das Modell berufs- und ausbildungsbegleitende Studium vor Beginn vorgestellt hatten. Die Studierenden sind in den Abteilungen voll dabei – ohne Unterschied zu den anderen Mitarbeitern“, erklärte Edmaier.

Auch Markus Wagner, der am Campus Mühldorf am Inn berufsbegleitend Maschinenbau studiert und bei ODU angestellt ist, zeigte sich hochzufrieden. „Durch die kleinen Gruppen kann der Unterricht nach den Bedürfnissen der Studierenden gestaltet werden.“ Als beruflich Qualifizierter habe er zwar im Fach Mathematik sehr viel lernen müssen, zugleich habe er sich aber bei den technischen Themen leichter getan. „In der Gruppe konnten wir uns so gegenseitig gut ergänzen“, sagte Wagner.

Moritz Fricke studiert Betriebswirtschaft berufsbegleitend. Er betonte ebenfalls, dass die Kombination aus Arbeit und Studium vor allem Vorteile bringt. Das Wissen aus den Lehrveranstaltungen kann sofort in der Praxis umgesetzt und angewendet werden.

Das Fazit aller Beteiligten war auch deshalb äußerst positiv. Bei den regen Diskussionen wurde allerdings deutlich, dass es bei einigen Firmen beim Thema Vereinbarkeit von Beruf und Studium noch Informationsbedarf besteht und es vielerorts Unterstützung seitens des Arbeitgebers für Mitarbeiter bedarf, die ausbildungs- oder berufsbegleitend studieren. Dabei sind verschiedene Modelle für Firmen möglich: Arbeitszeitgestaltung von Teilzeit bis Vollzeit, (Teil-) Zahlung der Studiengebühren, Prämien oder Bildungsurlaub.

Klar ist aber auch: Unternehmen müssen sich die Gestaltung im Vorfeld selbst gut überlegen, da diese zu den jeweiligen Abläufen und Rahmenbedingungen passen muss. Bei dem Unternehmerfrühstück wurde deutlich, dass Studierende, die von ihren Arbeitgebern unterstützt werden, eine höhere Motivation haben und sich ihre Bindung zum Unternehmen spürbar erhöht. Firmen profitieren also von Mitarbeitern, die berufsbegleitend studieren – und das nicht nur durch den direkten Transfer von aktuellem Know-How aus dem Studium in die Unternehmen.

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