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TH Rosenheim: Marktforschungsstudie zu Veränderungen durch die Corona-Krise

Foto: Thomas Ulrich/Pixabay

Wie hat sich die Corona-Pandemie auf das Konsumverhalten und die Mediennutzung ausgewirkt und welche Folgen ergeben sich daraus? Diese Frage wird derzeit von der TH Rosenheim mittels einer anonymen Marktforschungsstudie untersucht.

„Es steht außer Zweifel, dass die Verwerfungen der Corona-Krise das Einkaufsverhalten und die Mediennutzung erheblich beeinflusst haben. Wir wollen diese Veränderungen genauer betrachten und auch herausfinden, welche langfristigen Auswirkungen die Pandemie in dieser Hinsicht haben wird“, erläutert  Prof. Dr. Brigitte Kölzer, unter deren Leitung die Studie an der Fakultät für Betriebswirtschaft durchgeführt wird.

Beim Konsumverhalten lässt sich ihren Worten nach allgemein feststellen, dass mit Beginn der Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen der Absatz von Verbrauchsgütern wie beispielsweise Mehl, Seife und Toilettenpapier massiv anstieg. „Die Verbraucher kauften in Panik ein“, so Kölzer. Anschließend hätten sie sich auf ein Leben vorwiegend in den eigenen vier Wänden eingerichtet und verstärkt in den Bereichen Fitness, Sport, Unterhaltung und Medien konsumiert. „Vor allem der Online-Handel hat in dieser Zeit massiv zugelegt, und auch Streaming-Dienste konnten Millionen neue zahlende Kunden gewinnen“, erläutert die Studienleiterin.

Einstellung zum Konsum hat sich verändert

Unter dem Strich habe die Corona-Krise der Wirtschaft aber geschadet: „Der lokale Handel hat starke Umsatzeinbußen erlitten und auch etlichen Unternehmen sind beträchtliche Umsätze entgangen“, sagt Kölzer. So sei der GfK-Konsumklimaindex, der die Konsumneigung der Privathaushalte beschreibt, im Mai auf ein historisches Tief gefallen. „Bemerkenswert ist aber, dass viele Experten und auch die Mehrheit der Verbraucher damit rechnen, dass die Corona-Krise unsere Einstellung zum Konsum nachhaltig verändern wird.“

Doch nicht nur das Konsumverhalten wurde nachhaltig beeinflusst. Durch die Ausgangsbeschränkungen und das Social Distancing hat sich auch die Mediennutzung stark verändert. „Besonders auffällig ist der enorme Anstieg der Fernsehnutzung, insbesondere bei der ansonsten schwer erreichbaren jüngeren Zielgruppe“, erklärt die Marketing-Expertin. Vor allem aber habe sich die Bedeutung der Sozialen Medien weiter verstärkt. „Facebook, Instagram und Co. wurden während der Krise zum wichtigsten Medium, denn sie übernehmen soziale Funktionen und ersetzen vermehrt die sozialen Kontakte“, so Kölzer. Es sei auch keine vollständige Rückkehr zu den alten Niveaus zu erwarten. „Experten rechnen damit, dass die Online-Affinität auf erhöhtem Niveau bleiben wird.“

Die Marktforschungsstudie der TH Rosenheim wird online bis zum 6. Juli unter folgendem Link durchgeführt: https://www.unipark.de/uc/Coronaverhalten/. Die Ergebnisse sollen bis Ende Juli vorliegen.

Zum Download:

Pressemitteilung (Word-Format)
Pressemitteilung (PDF-Format)

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