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Studieninhalte & Ablauf

Das Studium beginnt zum 01. Oktober eines Jahres und dauert sieben Semester, wobei 210 Credit Points (CP) erreicht werden können. Beim Studiengang „Physiotherapie“ handelt es sich um ein Präsenzstudium, welches an den Hochschulstandorten Rosenheim und Wasserburg mit integrierter Praxis absolviert wird.

Jedes der insgesamt 18 Module besteht aus einer oder mehreren Lehrveranstaltungen und schließt zeitnah mit der Modulprüfung ab. Im Grundstudium (1. und 2. Semester) liegt der Studienschwerpunkt auf den Bezugs- und Naturwissenschaften. Zu diesen zählen u.a. die Anatomie und Physiologie, die allgemeine und spezielle Krankheitslehre, die Trainingswissenschaften, die Biomechanik und Physik sowie die Sozialwissenschaften.

Die Semester 3 bis 5 stehen ganz im Zeichen der Therapiewissenschaften und der evidenzbasierten Physiotherapie (EBP). Unter EBP versteht man die Übertragung aktueller Forschungsergebnisse auf den eigenen Patienten sowie die Erfassung der Wirksamkeit der gewählten Interventionen und die Reflexion der erreichten Ergebnisse. Ziel ist es, den Patienten mit der bestmöglichen physiotherapeutischen Behandlung zu versorgen.

Das 6. und 7. Semester sind ganz dem Professionalisierungsprozess, der individuellen Vertiefung in den Wahlpflichtfächern und den Grundlagen des Managements gewidmet. Der Prozess der Professionalisierung beinhaltet die gezielte Weiterentwicklung des Berufes mit besonderem Fokus auf die Stärkung und den Ausbau der Handlungs- und Organisationsautonomie der Physiotherapie.

Einen weiteren Schwerpunkt im 7. Semester stellt das Verfassen der Bachelorarbeit dar. Sowohl die intensiven Praktikumsphasen als auch der enge Kontakt zu den Professoren und Lehrbeauftragten unterstützen die Studierenden bei der Themenfindung. Die Betreuung der Arbeit übernehmen die Professoren und Lehrbeauftragten sowie externe Dozierende. Die Themenstellungen reichen von therapiewissenschaftlichen Literaturarbeiten über eigene Pilotstudien bis zur Bearbeitung von Fragestellungen im Rahmen größerer klinischer Studien.

Die Unterrichtsformen des Studiengangs umfassen klassischen seminaristischen Unterricht, E-Learning im Rahmen von Kursen der Virtuellen Hochschule Bayern (VHB), Projektarbeiten, Übungen im Computerlaboratorium sowie praxisnahen Unterricht in Kliniken.

Zwei Abschlüsse

Der Studiengang „Physiotherapie“ beinhaltet zwei Abschlüsse. Zum einen den Bachelor of Science nach dem 7. Semester und zum anderen die Berufszulassung nach dem 6. Semester. 

Durch den Bachelor of Science erwerben die Studenten einen internationalen akademischen Abschluss, welcher die Aufnahme eines Masterstudiums im In- und Ausland ermöglicht. Darüber hinaus erhalten sie eine besondere Qualifikation für Führungs-, Lehr- und Forschungsaufgaben.

Mit der Berufszulassung erlangen die Studenten die staatliche Erlaubnis zur Berufsausübung als Physiotherapeut/in. Sie ermöglicht die Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit und/oder eine Praxisgründung als Physiotherapeut/in in Deutschland. Des Weiteren erlaubt die Berufszulassung die Abrechnung mit den gesetzlichen und privaten Krankenkassen sowie die Teilnahme an berufsspezifischen Fort- und Weiterbildungen.

Grundstruktur

Die kontinuierliche Entwicklung der Handlungskompetenz der Studierenden befähigt diese, unter Anwendung verschiedener Methoden, verbunden mit einer hohen Bereitschaft zur Kommunikation und Übernahme sozialer Verantwortung zu agieren. Erst das Zusammenwirken aller Kompetenzbereiche (Fach- und Methodenkompetenz, Sozialkompetenz und Personalkompetenz) ermöglicht die Entwicklung und Erweiterung der Handlungskompetenz.

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