Menü
.

Schwerpunkte

Im sechsten und siebten Semester ist eine individuelle Vertiefung durch die Wahl eines Schwerpunktes möglich:

  • Krankenhausmanagement
  • Medizintechnik
  • Sozialversicherungen und Versorgungsmanagement
  • Pharmamanagement

Somit sind die Absolventinnen und Absolventen bestens für eine Management-Tätigkeit an der Schnittstelle von moderner Medizin bzw. innovativer Technik und Verwaltungstätigkeiten in der Gesundheitswirtschaft - vor allem in ihrem gewählten Bereich - ausgerüstet.

Krankenhausmanagement:

Fortschritt durch Know-how
In Deutschland gibt es derzeit ca. 2.000 Krankenhäuser. Die Voralpenregion von Bad Aibling über Rosenheim bis Bad Reichenhall ist gekennzeichnet durch eine sowohl überdurchschnittlich hohe Krankenhausdichte als auch durch ein sehr hohes Niveau der Qualität der Gesundheitsleistungen. Im Jahr 2015 waren in Deutschland ca. 1,1 Millionen Personen in den Krankenhäusern beschäftigt, davon 180.000 im ärztlichen Dienst und 500.000 im pflegerischen Dienst sowie 420.000 sonstiges Personal. Die Gesundheitsausgaben für Krankenhäuser belaufen sich auf knapp 86 Mrd. € und sind somit einer der größten Kostenblöcke im Gesundheitswesen. 
Aufgrund der aktuellen Kostensituation stehen Krankenhäuser im Konflikt zwischen dem Anspruch einer medizinisch bestmöglichen Versorgung und der Bezahlbarkeit ihrer Gesundheitsleistungen. Um sich den aktuellen Herausforderungen zu stellen, ist ein effizientes Krankenhausmanagement und Fachpersonal gefragt. Durch die interdisziplinäre Ausbildung von betriebswirtschaftlichen Aspekten und medizinischem Fachwissen in Kombination mit dem Schwerpunkt „Krankenhausmanagement“ erwerben die Absolventinnen und Absolventen Kompetenzen, die sie für den Berufseinstieg im stationären Sektor qualifizieren. Neben vielen anderen Kliniken der Region engagieren sich u.a. die Schön Kliniken, die RoMed Kliniken, Medical Park als auch die Sana Kliniken im Studiengang „Management in der Gesundheitswirtschaft“ im Bereich Krankenhausmanagement. Der praxisnahe Unterrichtsstoff reicht von Personalmanagement, Medizincontrolling, Prozessmanagement, Finanzierung und Budgetplanung bis hin zur IT in Krankenhäusern, sodass sich breit gestreute Einsatzmöglichkeiten und Perspektiven ergeben.

Medizintechnik:

Gesundheit durch Technik
Der Markt für medizintechnische Produkte und Systeme gehört mit einer Steigerungsrate von sieben Prozent im Jahr zu den attraktivsten Wachstumsmärkten weltweit. Deutschland ist nach den USA und Japan weltweit drittgrößter Produzent medizintechnischer Güter. Mit einem Anteil von rund 13 Prozent am Weltexport nimmt Deutschland den zweiten Platz hinter den USA ein. Die medizintechnische Industrie beschäftigt derzeit über 170.000 Mitarbeiter in über 11.000, insbesondere mittelständischen, Unternehmen. Rund ein Drittel ihres Umsatzes erzielen die deutschen Medizintechnikhersteller mit Produkten, die nicht älter als drei Jahre sind. 
Die größte Nachfrage an medizintechnischen Geräten stellt in Deutschland der Krankenhaussektor. Doch was genau macht die Medizintechnikbranche und welche Produkte stellt sie her? Medizinprodukte umfassen beispielsweise Verbandsmaterialien, Sehhilfen, Hilfsmittel, Spritzen, Herzschrittmacher, aber auch Implantate für Knie- oder Hüftgelenke. Medizinprodukte sind nach deren Risiko in vier Klassen gestaffelt (I, IIa, IIb, III). Um einen Überblick über den Medizintechnikmarkt zu bekommen, finden Sie hier die wichtigsten Medizinprodukte:

General Electric, Fresenius Medical Care, Siemens, B. Braun Melsungen, Hartmann, Philips und Roche sind nur einige bekannte Medizintechnik-Unternehmen in Deutschland. Die Medizintechnik ist eine Zukunftsbranche, die sich durch Innovationen auszeichnet und somit zu einem hohen Beitrag zur Verbesserung der medizinischen Versorgung der Bevölkerung beiträgt. Auf diese Nachfrage wird reagiert, so dass nun der Schwerpunkt „Medizintechnik“ angeboten wird. Durch die interdisziplinäre Wissensvermittlung von naturwissenschaftlichen Grundlagen in den Bereichen Technik, Physik und Medizin aber auch durch Disziplinen der Wirtschaftswissenschaften, haben die Absolventen sehr gute Aussichten auf dem Arbeitsmarkt. 

Sozialversicherungen und Versorgungsmanagement:

Vom Payer zum Player
Die deutschen Sozialversicherungsträger haben sich zu modernen Dienstleistungsunternehmen entwickelt. In den letzten Jahren gab es einen deutlichen Wandel von „Verwaltungsbehörden“ bis hin zu Unternehmen, die durch unternehmerisches Denken und Handeln geprägt sind. Heute stehen Kunden- und Marktorientierung, Wettbewerbsfähigkeit und betriebswirtschaftliche Aspekte im Vordergrund. Die Sozialversicherung in Deutschland steht vor Herausforderungen wie der demografischen Entwicklung, neuen Technologien oder einem Anstieg von chronischen Erkrankungen. Aus diesen Herausforderungen und dem ständig wachsenden Gesundheitsmarkt ergeben sich exzellente Berufs- und Karrierechancen. 
Während des Studiums werden die Studenten auf eine spätere Berufstätigkeit im Managementbereich vorbereitet und vertiefen ihr Wissen durch den Schwerpunkt Sozialversicherungen. Um auf dem stark umkämpften Markt bestehen zu können, braucht der moderne Sozialversicherungsträger Mitarbeiter mit Know-how. Wir bilden diese Fachkräfte von morgen aus.
Für den Studiengang „Management in der Gesundheitswirtschaft“ hat die Hochschule eine Kooperationsvereinbarung mit der AOK Bayern zu einem dualen Studium abgeschlossen. Es ermöglicht von der AOK ausgewählten Studierenden ein zusammen mit der Fakultät inhaltlich abgestimmtes Verbundstudium, bei welchem die Studierenden neben dem Studium eine parallele Ausbildung zur/zum Sozialversicherungsfachangestellten absolvieren.

Pharmamanagement:

Innovation versus Bezahlbarkeit
Die Gesundheitswirtschaft mit 7 Mio. Erwerbstätigen und einer Bruttowertschöpfung von 335,4 Mrd. € in Deutschland ist eine von der Konjunktur relativ unabhängige und wachstumsstarke Branche, die in Zukunft auch international viele Chancen bietet. Der Arzneimittelsektor stellt hier einen wichtigen Wirtschaftszweig dar, der wie kein anderer im Schnittfeld von Innovation, Gesundheitsversorgung und Finanzierung steht. Die Arzneimittelindustrie in Deutschland spielt mit allein knapp 700 Unternehmen und insgesamt ca. 114.000 in der Pharmabranche beschäftigten Personen eine wichtige Rolle. Die Pharmabranche umfasst dabei weltweit agierende Pharmakonzerne genauso wie mittelständige deutsche Unternehmen, aber auch Unternehmen, die sich auf Produktion oder Logistik von Arzneimitteln spezialisiert haben. Mit regional ansässigen Partnern aus Oberbayern einschließlich dem Pharmastandort München, die alle Bereiche der Pharmabranche abdecken, kooperiert die Hochschule eng in Lehre und Praxis.
Arzneimittel leisten einen grundlegenden Beitrag für die Gesundheit und Lebensqualität der Menschen. Der steigende Erfolgsdruck in einem stark regulierten und wettbewerbsorientierten Markt verlangt neben pharmazeutisch- und naturwissenschaftlichem Fachwissen, natürlich auch unternehmerisches und betriebswirtschaftliches Denken. Genau dieses, auf die Pharmabranche ausgerichtetes Wissen, verknüpft mit pharmakologischen Grundkenntnissen, wird den Managern von morgen an der Fakultät für Angewandte Gesundheits- und Sozialwissenschaften vermittelt.
Die Studierenden erwerben umfassende Kenntnisse hinsichtlich des Apothekenmarktes, rechtlicher Rahmenbedingungen im Arzneimittelsektor, Besonderheiten des Pharmamarketings und des Managements pharmazeutischer Unternehmen,gesundheitspolitische Einflüsse im Pharmamarkt sowie zu Forschung, Entwicklung und Herstellung von Arzneimitteln.
Berufliche Perspektiven ergeben sich daraus in vielen Funktionen in der Pharmabranche, vor allem in den Bereichen Marketing und Market Access, aber auch als Vertriebsmitarbeiter im Pharmaaußendienst.

Old Browser Link