Weihnachtswald

Klimaschutz durch Bauen mit Holz: Grenzübergreifende Bildungsunterstützung und Aufbau eines gemeinsamen Bildungskonzeptes in Bezug auf alpinen Waldbau und Holzverwendung.

Hintergrund und Inhalt

Holz, als natürlicher Baustoff, kann einen wesentlichen Beitrag zum Erreichen der Klimaschutzziele leisten. Grundlage für die dazu erforderliche Bewusstseinsbildung in der Gesellschaft ist die Vermittlung eines Verständnisses für das Material, dessen Möglichkeiten und dessen Herkunft bereits in der schulischen Bildung. An bayerischen Schulen werden diese Ansätze im Rahmen der Waldpädagogik durch die Bayerische Forstverwaltung verfolgt.  In Österreich wird dieser Ansatz nicht verfolgt, jedoch sollte ein grundsätzliches Verständnis für Waldbau und Waldökologie bereits in den Volks- und Grundschulen vermittelt werden. Es ist wichtig, Kindern realitätsnah die Funktion und Pflege des Waldes zu vermitteln. In diesem Zusammenhang soll die Arbeitsintensität der Jungwaldpflege, des Verbissschutzes etc. vermittelt werden. Bambi kann auch Schäden verursachen und ein Baum ploppt nicht aus dem Boden, wie in manchen Comics vermittelt wird.

 

Es ist wichtig, Schüler und deren Eltern bereits im Rahmen von Schulveranstaltungen aktiv in die Thematik des Waldbaus und der Waldökologie einzubinden. Im Projekt bekommen die Kinder und deren Familien für Weihnachten einen getopften Nadelbaum aus der Baumschule (keine Setzlinge) zur Verfügung gestellt. Die Bäume werden nach Weihnachtsgebrauch anschließend zwischenlagert und im Frühjahr im Rahmen von Projekttagen gepflanzt und betreut. Dabei können die Schüler „Ihren“ Baum begleiten und auch bei weiteren Projekttagen, zusammen mit den örtlichen Waldaufsehern und Forstämtern die Pflege und Aufzucht des Baumes (z. B. Verbiss- und Schälschutz, etc), kennenlernen. Durch gemeinsame Unterrichtsveranstaltungen der Technischen Hochschule Rosenheim in Zusammenarbeit mit proHolz Tirol an den Volksschulen werden den Kindern die Möglichkeiten des Hochleistungsbaustoffes Holz durch praktische Experimente vermittelt. Durch gemeinsame Multiplikatorenschulungen über Waldbau wird mit den Lehrern ein gemeinsames Unterrichtskonzept entwickelt, welches in den jeweiligen Klassen umgesetzt wird.

Grenzüberschreitende Mehrwert des Projekts

Durch die Zusammenarbeit der beteiligten Institutionen wird ein grenzübergreifendes Bildungskonzept zur Bewusstseinsbildung bei Kindern über die ökologische und klimatische Schutzfunktion des alpinen Waldes und nachhaltigen Verwendung nachwachsenden Ressourcen geschaffen. Dabei soll durch die Beteiligten insbesondere die grenzübergreifende Problematik des Klimawandels auf den Waldbau und den Waldzustand herausgearbeitet werden, welcher insbesondere in den Alpen maßgebliche Auswirkungen haben wird, strukturelle Veränderungen über die Grenzen hinweg erfordert und für diese aber v.a. für zukünftige Generationen wesentliche Veränderungen mit sich bringt. Die Entwicklung eines gemeinsam abgestimmten, grenzübergreifenden und dauerhaften Ausbildungsprogramms an Grundschulen zur Sensibilisierung über die Schutzwaldproblematik ist ein übergeordnetes Ziel des Projektes.

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