Forschungsprojekt "NaVeWeLe"

"Nachhaltige Verfahren und Werkstoffe für den Leichtbau“ (NaVeWeLe)

Hintergrund

Ob im Automobil-, Maschinen- oder Anlagenbau, in der Luft- und Raumfahrt, der Medizintechnik oder der Bauindustrie - mit seiner Fähigkeit der hohen Belastbarkeit und Funktionalität unter Einsparung von Masse stellt der Leichtbau in vielen Bereichen eine Schlüsseltechnologie dar. Im Zuge sich verknappender Ressourcen kann der Leichtbau jedoch nur dann langfristig erfolgreich sein, wenn der Einsatz nachhaltiger Werkstoffe und Verfahren realisiert wird.

Ziel der Forschungstätigkeiten

Im Rahmen dieses Schwerpunkts sollen ressourcenschonende, multifunktionale Hybridwerkstoffe sowie nachhaltige Verfahren für deren Konstruktionsbereich entwickelt werden. Ziel ist dabei die Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz in den Prozessen sowie die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen Partner. In enger Zusammenarbeit mit den Unternehmen sollen die Forschungsergebnisse in der großtechnischen Serienproduktion von Konsumgütern angewandt werden, bei deren Herstellung Deutschland international eine Spitzenrolle einnimmt. Hierzu gehören vor allem die Automobilindustrie, das Bauwesen sowie der in Bayern stark wachsende Holzbau. Damit stellt das Projekt eine Weiterentwicklung des bereits hohen Standards der Technik im Leichtbau vor dem Hintergrund der Anforderungen an eine zukunftsorientierte Fertigung dar. Erste Erfolge sind bereits zu verzeichnen, wie die Herstellung von neuen Naturfaserhybridwerkstoffen, die Konzeption eines Verfahrens, mit dem Naturfaserdämmstoffe produziert werden können sowie die Entwicklung eines Faserdämmstoffs aus Rinde und dessen Herstellungsverfahren.

Forschungsschwerpunkt

Die Technische Hochschule Rosenheim verfügt über einen vom Freistaat Bayern geförderten Forschungsschwerpunkt „Nachhaltige Verfahren und Werkstoffe für den Leichtbau“. Ziel dieses Schwerpunktes ist die Entwicklung neuer Technologien, die es ermöglichen holzfaserbasierte Werkstoffe und werkzeugfallend fertige Bauteile für den funktionalisierten Leichtbau herzustellen. Funktionalisierter Leichtbau auf Basis nachhaltiger Rohstoffe (Holz und Biopolymere) wird dabei als eine Schlüsseltechnologie für einen Wandel zur biobasierten Wirtschaft gesehen. Der Schwerpunkt wird von einer wissenschaftlichen Arbeitsgruppe mit mehr als 15 forschenden Mitarbeitern und fünf Professoren aus verschiedenen Fachbereichen gebildet. Neben anderen Laboren verfügt diese Gruppe über das modernste Labor für holzfaserbasierten Leichtbau und konventionelle Holzwerkstoffe weltweit. Die Gruppe arbeitet sehr eng mit Partnern aus verschiedenen Bereichen der Wirtschaft zusammen.

Von der Arbeitsgruppe wurden und werden zahlreiche Projekte in dem Themenfeld nachhaltige Verfahren und Werkstoffe, Energieeffizienz und Recycling bearbeitet.

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