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Projekt Keilbohlen

Einschnitt eines Stammes

Entwicklung eines alternativen Einschnittverfahrens zur Herstellung von Schnittholzsortimenten und -produkten mit Riftqualitäten

Was ist der Inhalt des Projekts?

Die mitteleuropäische Sägeindustrie ist zunehmend mit der Problemstellung konfrontiert, die Rohholzbeschaffung zur Erzeugung großer Mengen von Schnittholz und dessen Weiterverarbeitung zu gewährleisten. Die Bereitstellung der erforderlichen Rundholzmengen, vordergründig in den sägefähigen Hauptsortimenten von Fichte/Kiefer, stößt zunehmend an die Grenzen der nachhaltigen Ressourcennutzung im Forst. Dem gegenüber steigen mit dem erhöhten, zum Teil nicht erfüllbaren Bedarf an gängigen Rundholzmengen und –qualitäten die Preise in Größenordnungen, welche nur begrenzt betriebswirtschaftlich von der Sägeindustrie und ihren nachge-lagerten Fertigungsbereichen vertretbar sind.
Es besteht somit die Notwendigkeit der Findung und Entwicklung alternativer Einschnitt- und Verarbeitungsverfahren des Rundholzes, welche den Sachzwängen der nachhaltigen Ressourceneffizienz bei der Holzbe- und -verarbeitung Rechnung tragen.
Im Rahmen dieses Projektes soll nun die Nutzung des Rundholzes durch neuartige Einschnittverfahren verbessert werden, um sowohl beim Einschnitt von Schwach- als auch Starkholz eine höhere Ausbeute zu erzielen, als es mit konventionellen Einschnitt-Technologien möglich ist. Gleichzeitig soll die Herstellung qualitativ hochwertiger Schnittholzsortimente, mit besonderen Eigenschaften, für deren Verwendung in leistungsfähigen, modernen Holzbauprodukten und Bauelementen einen besonderen Projektschwerpunkt darstellen. Da beide Ziele unmittelbar zusammenhängen, sind grundlegende neuartige Einschnittverfahren und in der Folge auch neuartige bzw. modifizierte Zuschnittanlagen sowie produktspezifische Konzepte für die Weiterverarbeitung erforderlich.  

Was ist das Ziel des Projekts?

Konkrete Ziele sind:

  • Verbesserte Rundholzausbeuten und Schnittholzerlöse von 2…9 % (in Einzelfällen bis zu 12 %)
  • Sinnvolle Be- und Verarbeitung von Starkholz mit einem Mittendurchmeser von d ≥ 40 cm zu Schnittholzsortimenten mit Riftqualitäten
  • Eine damit verbundene, ggf. mögliche Querschnittsreduzierung der einzusetzenden Querschnitte bei den baugeregelten Produkten wie KVH und BSH 
  • Festigkeitsverbesserung der Standardquerschnitte um ca. 20 … 25 %
  • Verbesserung der Dauerstandseigenschaften plattenförmiger Materialien aus Keilbohlen um bis zu 30 %

Was ist die Herausforderung an diesem Projekt?

Die Herausforderungen sind:

  • Nennenswerte Ausbeute- und Erlösverbesserung um durchschnittlich ca. 2-9 % , bis hin zu 12 % bei der Keilbohlenherstellung (in Einzelfällen sogar darüber hinaus), welche prinzipiell zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit vor allem der mittleren und kleineren Sägewerke und Weiterverarbeiter beiträgt
  • Flächendeckende, zusätzliche, sinnvolle und betriebswirtschaftlich rentable Verarbeitung vordergründig von Starkholzsortimenten, die ansonsten nur sehr begrenzt in leistungsfähige und kostendeckende Produkte verarbeitet werden können
  • Generelle Reduzierung des Rundholz-Transportaufwandes aufgrund der regionalen Nähe der regional ansässigen Verarbeiter
  • Bereitstellung neuartiger, querschnittsreduzierter baugeregelter Holzbauprodukte mit verbesserten Anwendungseigenschaften
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