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Projekt TRADE

Delirreduktion und Verbesserung der Kommunikation durch strukturierte Information und Aktivierung von Vertrauenspersonen und Angehörigen bei Verlegungen von älteren Menschen.

Wirksamkeit einer komplexen Intervention zur Verbesserung von Lebensqualität.

Hintergrund und Inhalt des Projekts

Die Zahl und die Schnelligkeit an Entlassungen nahmen durch die Erhöhung der Fallzahlen in den Kliniken bei gleichzeitiger Verringerung an Betten und Verkürzung der Verweildauern zu. Zudem stiegen kognitive Störungen (u. a. Demenz und Delir) bei vor allem älteren Menschen an. Fehlen Orientierungsfaktoren für ältere Menschen bei einem Ortswechsel, kann dies zu einer weiteren Zunahme oder Verschlechterung kognitiver Störungen kommen. Ein derzeit noch nicht untersuchter Einflussfaktor ist der Ortswechsel innerhalb eines Krankenhauses, zwischen den Krankenhäusern, anderen Institutionen und der häuslichen Umgebung.

Projektziel

Das Projekt strebt an, Angehörige oder Vertraute älterer Menschen, die im Krankenhaus oder in eine pflegerische oder medizinische Einrichtung verlegt werden, über das Risiko für ein Delir zu informieren und sie aktiv in den Prozess des „Ankommens“ oder bei einem Umgebungswechsel älterer Menschen einzubinden.

Projektablauf

Das Projekt besteht aus drei Teilen: Im ersten Schritt wird eine Beobachtungsstudie zur Erhebung der kognitiven Veränderung und Delirstärke bei Ortswechsel erhoben und ein systematisches Review zum Thema Delirprävention im Rahmen des Entlassungsmanagements durchgeführt. Basierend auf diesen Ergebnissen und den durchgeführten Fokusgruppen mit verschiedenen Berufsgruppen, sowie Angehörigen/Vertrauten wird im zweiten Schritt eine komplexe Intervention entwickelt, welche den Prozess des „Ankommens“ älterer Menschen in einer neuen Umgebung unterstützen soll. Die Intervention wird in einer Pilotstudie auf Machbarkeit und Akzeptanz im letzten Teil überprüft. In einer begleitenden Prozessevaluation werden fördernde und hemmende Faktoren für die Implementierung aufgezeigt.

Innovation

Die Einbeziehung von Angehörigen/ Vertrauten ist eine bislang nur wenig genutzte Ressource und Daten zu diesem Thema sind kaum verfügbar. Die Einbeziehung erscheint jedoch sehr sinnvoll und kann eine ökonomisch sinnvolle Ergänzung zusätzlich zu anderen Interventionen sein.

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