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Studie "Sicherheitsempfinden von Müttern im ländlichen Raum"

Vorstudie: Sicherheitsempfinden von Müttern in Südostbayern (ländlicher Raum) – Schwerpunkt: Furcht vor sexualisierter Gewalt

Hintergrund und Inhalt des Projekts

Vor dem Hintergrund der Zuwanderung von geflüchteten Menschen seit 2015 hat sich die Zusammensetzung der Bevölkerung in ländlichen Regionen teilweise verändert. Eine hohe Hilfsbereitschaft der einheimischen Bevölkerung geht mit einer zunehmenden Problematisierung von geflüchteten Menschen in Politik und Medien einher. Dabei wird ein Fokus auf geflüchtete Männer als potenzielle Täter in verschiedenen Delikten gelegt, unter anderem Sexualdelikte. Falschmeldungen und auch Falschanzeigen ebenso wie medial verbreitete Einzeltaten führen zu Unsicherheit in der Bevölkerung, insbesondere bei Frauen und Müttern.

Projektziel

Im Rahmen des Projektes soll das Sicherheitsempfinden von Müttern im ländlichen Raum (Region Südostbayern) bezüglich der Angst vor Gewaltdelikten untersucht werden. Ziel ist es, die subjektive Wahrnehmung von Sicherheit oder Unsicherheit, Kriminalitätsfurcht und Schutzmaßnahmen mit dem Vorkommen von Gewalttaten und der Einschätzung von Fachkräften abzugleichen. Dazu werden Gruppendiskussionen mit Müttern und Fachkräften geführt. Zusätzlich soll im Rahmen einer Medienanalyse das Framing von geflüchteten Menschen als Täter untersucht werden.

Relevanz und Herausforderung

In Kleinstädten sind laut bayerischem Innenministerium kaum institutionalisierte Strukturen für Integration erkennbar. Die Aufgabe der Integration wird hier überwiegend von der Zivilgesellschaft und Wohlfahrtsverbänden übernommen (STMI 2017). Vor diesem Hintergrund ist eine Abnahme der Unterstützung und Akzeptanz von Menschen mit Migrationshintergrund auf der Basis subjektiv wahrgenommener Gefährdung im ländlichen Raum besonders problematisch, da so ggf. zivilgesellschaftliche Akteure wegfallen. Der mediale und politische Umgang mit dem Thema Gewalt ist vor diesem Hintergrund besonders relevant.

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