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DeinHaus 4.0 - Oberbayern

Wohnkompetenzzentrum an den Standorten Freilassing und Rosenheim im Regierungsbezirk Oberbayern

Hintergrund und Inhalt

Jeder von uns möchte im Alter und bei Pflegebedürftigkeit gerne möglichst lange in den eigenen vier Wänden leben bleiben. Das vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege  geförderte Forschungsvorhaben unterstützt darin, Interessierte zum Thema "Lange Lebensqualität Zuhause" zu beraten. Zusammen mit dem Landkreis Berchtesgadener Land und der Gesundheitsregion plus des Landkreis Rosenheim führt die Technische Hochschule Rosenheim unter Beteiligung der Professionen Management in der Gesundheitswirtschaft, Physiotherapie, Pflegewissenschaft und Bauwesen ein Forschungsprojekt mit Partizipation der Bevölkerung durch. Hierbei werden Seniorinnen und Senioren, Menschen mit erhöhtem Pflegebedarf, deren Angehörige und Patienten nach der Entlassung aus der Reha oder Akutklinik Wege aufzeigt, wie privater Wohnraum so gestaltet werden kann, dass ihre Bedarfe und Bedürfnisse berücksichtigt werden. Im Projekt DeinHaus 4.0 - Oberbayern wird in einem Wohnkompetenzzentrum anhand von mehreren Musterwohnungen erlebbar gemacht, wie durch technische Assistenzsysteme, unterstützende Produkte und Dienstleistungen ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden im Alter
möglichst lange möglich wird.

Projektziel

Ziel des Projektes ist es, Endnutzern, Leistungserbringern und
Sozialversicherungen eine Möglichkeit zu geben, Raumkonzepte sowie pflege- und versorgungsunterstützende Dienstleistungen und Produkte mitentwickeln, anwenden und testen zu können.
Das Projekt wird mit Start im Dezember 2019 innerhalb von 4,5 Jahren realisiert werden. Pflegerische und therapiewissenschaftliche Konzepte werden verbunden mit digitalen Assistenzsystemen und
einem modularen flexiblen Innenausbau. Die prototypischen Umsetzungen werden nach verschiedenen Dimensionen und Zielgruppen nach Akzeptanz, Zufriedenheit, Wirksamkeit und
Nachhaltigkeit (gesundheitsökonomische Analyse) evaluiert, um Implementierungsstrategien entwickeln zu können.
So wird eine zielgruppengerechte iterative Entwicklung und Optimierung des Wohnkompetenzzentrums möglich. Entscheidungen über die Ausstattung von DeinHaus 4.0 -Oberbayern werden anhand der Bedarf- und Bedürfnisanalysen in Abstimmung mit strategischen
Partnern und einem Experten für ethische, rechtliche und soziale Fragestellungen (ELSI) getroffen. Die THRO wird Vertreter der Akut- und Rehakliniken, gesetzlichen und privaten Versicherungen, von
Pflege-, Therapie, IT- und Beratungsunternehmen und weiteren Organisationen in das Projekt als strategische Partner zur Beratung miteinbeziehen, um die Ergebnisse des Projektes zu optimieren.
Oftmals kann es notwendig werden, bauliche Maßnahmen an der Wohnung vorzunehmen  oder technische Assistenzsysteme zu benutzen.
Gleichzeitig sollen den potentiellen Nutzenden, Gesundheitsfachkräften und Kostenträgern anhand einer zu entwickelnden Nutzen- und Handlungsmatrix Entscheidungshilfen zu Finanzierung und
Implementierung von Assistenzsystemen gegeben werden.

Innovation

Die potentiell Nutzenden, Gesundheitsfachkräfte und Kostenträger werden anhand einer noch zu entwickelnden Nutzen- und Handlungsmatrix Entscheidungshilfen zu Finanzierung und Implementierung von intelligenten Assistenzsystemen erhalten. Der entscheidende Beitrag ist die verstärkte Nutzung der vielfältigen Möglichkeiten einer Wohnungsanpassung. Das Wohnkompetenzzentrum soll ältere Menschen und ihre Angehörigen zu den vielen Hilfs- und Unterstützungsangeboten umfassend beraten, damit eine gute Versorgung zu Hause gewährleistet werden kann. Zudem dient es als Testwohnung, in der ausprobiert werden kann, ob und wie im Anschluss an eine geriatrische Rehabilitationsmaßnahme ein Wohnen im häuslichen Umfeld unter Zuhilfenahme von Anpassungs- und Assistenzsystemen möglich ist. Das Kompetenzzentrum soll wissenschaftlich begleitet werden, um damit die Weiterentwicklung modernster Techniken zu unterstützen. Hierzu werden auch Kooperationen mit innovativen Partnern aus der Wirtschaft angestrebt.
Die Standorte sollen nach Projektende als Teil einer Hochschulambulanz beziehungsweise als Beratungs- und Ausbildungszentrum genutzt oder an einen Projektpartner übergeben werden.

 

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