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Projekte in PARTICIPATE

Im Forschungsschwerpunkt werden Projekte zu in sich durch Pflegebedürftigkeit verändernden Lebenssituationen entwickelt, durchgeführt und evaluiert. Partizipation und Interprofessionalität sind grundlegend, um in diesen Situationen Entscheidungen zu treffen und die optimale Versorgungsqualität zu gewährleisten. Diese grundlegenden Prinzipien werden auch auf die Entwicklung der Projektthemen innerhalb des Forschungsschwerpunktes angewendet.

PARTICIPATE-NH

Der Einzug in ein Alten- und Pflegeheim ist ein Übergang, welcher bei der betroffenen Person, als auch bei deren Zugehörigen tiefgreifende Veränderungen der Lebenssituation verursacht. Um mit den daraus entstehenden Herausforderungen personzentriert umzugehen, müssen individuelle Strategien angewendet werden, welche die Partizipation der Betroffenen ins Zentrum stellen. Da  die Herausforderungen vielschichtig sind, versprechen nur Lösungen Erfolg, die interprofessionell gedacht sind und den lokalen Kontext einbeziehen.

 

Projektziel

Ziel von PARTICIPATE-NH ist, es Übergänge in Alten- und Pflegeheime aus verschiedenen Perspektiven heraus zu untersuchen und darauf aufbauend ein evidenzbasiertes Maßnahmenpaket im Sinne einer komplexen Intervention zu entwickeln, welches empirisch auf Machbarkeit und Akzeptanz untersucht wird.

 

Projektablauf

Das Projekt folgt den Empfehlungen des UK Medical Research Council für die systematische Entwicklung und Evaluation komplexer Interventionen. Grundlage für die Interventionsentwicklung ist das Sichten der besten verfügbaren Evidenz. Hierzu gehört u.a. die Durchführung einer systematischen Literaturrecherche im Sinne es Scoping Reviews, mit dem Ziel, die verfügbare Evidenz zu Herausforderungen eines Alten- und Pflegeheimeintritts sowie zu bestehenden Versorgungsstrategien innerhalb Deutschlands zu sammeln. Im Verlauf wird mittels eines partizipativen Ansatzes ein evidenzbasiertes Maßnahmenpaket entwickelt und empirisch auf Machbarkeit und Akzeptanz untersucht.

 

Herausforderung und Innovation

Pflegebedürftige Personen und Zugehörige werden im Übergangsprozess in ein Alten- und Pflegeheim häufig nicht adäquat einbezogen und beraten, was zu einer fragmentierten Versorgung, Versorgungsbrüchen und einer Gefährdung der Partizipation und Autonomie der Betroffenen führen kann. Eine individuelle Versorgungsstrategie im Sinne einer komplexen Intervention ist ein vielversprechender Ansatz, um diese Herausforderungen zu adressieren. Allerdings ist der Erfolg von komplexen Interventionen maßgeblich von dem Kontext abhängig, in welchem die Intervention implementiert werden soll. Aus diesem Grund wird nicht nur das deutsche Gesundheitssystem als Kontext berücksichtigt, sondern vor allem lokale Gegebenheiten. Regionale Netzwerkpartner*innen werden partizipativ in die Entwicklung einbezogen, sodass Problemlagen vor Ort identifiziert und maßgeschneiderte Lösungen für diesen spezifischen Gesundheitskontext entwickelt werden können. Gleichzeitig soll der Kontext so genau beschrieben werden, dass eine Übertragungen in andere lokale Bedingungen möglich ist.

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