MentalHealth Nigeria

Stärkung mentaler Gesundheitskompetenz von Schüler*innen in Lagos (Nigeria)

Fotocredit: Johanna Mahr-Slotawa

Kurzbeschreibung

Das Projekt wird nach einem Peer-to-Peer-Ansatz durchgeführt, der bereits in zwei bestehenden Programmen zur psychischen Gesundheit umgesetzt werden:

A.) "OpenMinds" Programm zur psychischen Gesundheit https://www.researchgate.net/publication/319932892_A_Pre-Post_Evaluation_of_OpenMinds_a_Sustainable_Peer-Led_Mental_Health_Literacy_Programme_in_Universities_and_Secondary_Schools;

B.) Michigan Peer-to-Peer Depression Awareness Programme https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29493416/.

Im Rahmen des einjährigen Pilotprojekts werden beide Programme an den nigerianischen Kontext angepasst.

Hintergrund und Inhalt des Projekts

Obwohl die Ergebnisse von Region zu Region variieren, haben epidemiologische Studien, die in verschiedenen Teilen Nigerias durchgeführt wurden, ergeben, dass psychische Probleme wie Depression und Angstzustände weit verbreitet sind. Bei bis zu 16 % der Jugendlichen in Nigeria wurden mäßige bis schwere Symptome einer Depression festgestellt. Die geringe psychische Gesundheitskompetenz junger Menschen wird als eines der Haupthindernisse für die Selbsthilfe und Inanspruchnahme psychosozialer Diensten in Nigeria gesehen. Auf dieser Tatsache bauen Maßnahmen zur Förderung der psychischen Gesundheit auf. Es gibt erste Hinweise, dass Schulbasierte Programme zur Förderung der psychischen Gesundheit zu einer verbesserten Erkennung von Symptomen und Inanspruchnahme psychosozialer Diensten bei jungen Menschen führen.

Projektziel

Im Rahmen des Projektes soll die psychische Gesundheit von Schulkindern in Lagos (Nigeria) gefördert werden. Das Ziel des einjährigen Pilotprojektes ist die Anpassung an den Nigerianischen Kontext von zwei peer-to-peer Ansätzen, die in England und der USA zur Förderung der mentalen Gesundheit von Schulkinder erfolgreich umgesetzt werden.

Projektablauf

Das Pilotprojekt wird mit einer 6-tägigen Schulung im Nov./ Dez.2022 in Lagos beginnen (PHASE 1).

Nach der Schulung beginnt die Umsetzung des einjährigen Pilotprojektes zu "Mental Health Literacy-building" an den drei Pilotschulen. Ziel des Pilotprojekt ist es, a) 9 Studierende der „Lagos State University“ auszubilden, um in drei Pilotschulen in Lagos Stadt Workshops zur Förderung der psychischen Gesundheit von Schüler*innen zu etablieren (Anpassung des OpenMinds-Programme)  (PHASE 2), b) 3 weitere Studierende zu begleiten, um an den drei Pilotschulen eine partizipative Gesundheitsforschung durchzuführen, die darauf abzielt, gemeinsam mit den Schulkinder die Peer-to-Peer-Kampagne zur Sensibilisierung für Depressionen an ihren Schulen aufzubauen (Anpassung des Michigan Peer-to-Peer Depression Awareness Programms) (PHASE 3). In die Anpassung der zwei peer-to-peer Ansätze an den Nigerianischen Kontext sind im Rahmen des einjährigen Pilotprojektes Studierende, Lehrer*innen und Schulkindern aktiv miteinbezogen.

Das Pilotprojekt endet mit der Ausarbeitung einer Strategie für die Ausweitung dieses Mental Health Literacy Progremmes auf weitere Schulen in Lagos Stadt (PHASE 4). Die Schulung und die damit eingeleitete Pilotphase liefern notwendige Informationen für weitere Anträge zur Finanzierung der Programmausweitung.

Innovation

  • Das Projekt übernimmt Peer-to-Peer-Ansätze aus zwei Programmen zum Aufbau psychischer Gesundheit von Schulkindern, die im Vereinigten Königreich und in Michigan (USA) erfolgreich durchgeführt werden:
    • A) "OpenMinds Mental Health Programme": Bei diesem Ansatz werden Studierende der Medizin, des öffentlichen Gesundheitswesens oder der Sozialwissenschaften an der Lagos State University darin geschult, Workshops zur psychischen Gesundheitskompetenz für Schulkindern durchzuführen.
    • B) "Michigan Peer-to-Peer Depression Awareness Programme": Die Schüler werden in ihren jeweiligen Schulen Peer-to-Peer-Kampagnen zur Sensibilisierung zu psychischer Gesundheit, z.B. Depressionen durchführen und dabei von den Universitätsstudenten unterstützt.

  • Das einjährige Pilotprojekt, sowie die darauffolgende Programmausweitung in Lagos werden fachlich durch Fachpersonen zu psychischer Gesundheit unterstützt, z.B. ein mental health training programm, das die Ludwig-Maximilians-Universität München in Äthiopien fördert (Referenz: https://www.cih.lmu.de/education/study-programs/master-programs/msc-mental-health).
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