Aktuelles rund um das Projekt DeinHaus 4.0 - Oberbayern

Informationsveranstaltung für pflegende Angehörige Apr 5

Am 5. April fand im Wohnkompetenzzentrum in Amerang eine Veranstaltung für pflegende Angehörige statt. Thema war die Unterstützung der Mobilität von Angehörigen bei der Pflege zu Hause. 

Ein Ziel des Projekts DeinHaus 4.0 ist die Nutzung der Wohnkompetenzzentren als Lehr- und Lernraum. Dazu gehört unter anderem, Möglichkeiten zu schaffen, damit sich Interessierte über ein selbstbestimmtes Leben zu Hause informieren und austauschen können. So hat es uns gefreut, dass Studierende den Kreativraum in Amerang nutzten, um als Abschluss eines Praxisprojekts im Modul ‚Ergonomie‘ ihre Erkenntnisse der breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

Im Rahmen des Studiengangs Physiotherapie erarbeiteten Studierende des 7. Semesters Konzepte und Hilfestellungen für Menschen, die ihre Angehörigen zu Hause pflegen. Der Fokus lag hierbei beim Thema Ergonomie, im Besonderen bei der Fragestellung, wie sich die Angehörigen selbst entlasten können und wie das Transferieren der betroffenen Menschen möglichst sicher und kräfteschonend bewerkstelligst werden kann. Neben einer Präsentation wurde auch mithilfe von Videos und mit Hilfsmitteln vor Ort ganz konkret demonstriert und erklärt, worauf es ankommt. Anwendungsbeispiele waren u.a. eine ergonomische Körperhaltung, die richtige Positionierung der Beine und Füße, das Transferieren aus dem Bett auf einen Stuhl, der Transfer vom Rollstuhl oder das Hinsetzen auf den
Rollator. Zum Einsatz kamen Hilfsmittel wie Drehscheibe, Rutschbrett und Gleitmatte – wobei in der Auswahl bewusst Rücksicht auf einfache und idealerweise kostengünstige Mittel genommen wurde.

"Es freut mich immer zu sehen, mit welcher Gewissenhaftigkeit und Begeisterung die Studierenden ihre Ergebnisse vorstellen. Ein direkter Bezug zur Praxis und die Möglichkeit, Anderen die Ergebnisse zur Verfügung stellen zu können, motiviert ungemein. Wie schön, dass wir das Wohnkompetenzzentrum in Amerang nutzen konnten, um Angehörige bei der Pflege zu Hause zu beraten“, so Prof. Elisabeth Wildmoser.

Im Anschluss konnten sich die Teilnehmer selbst ein Bild von den Wohnungen machen und die bereits fertiggestellten Assistenzsysteme begutachten. Sobald die letzten Einbauten abgeschlossen sind, freuen wir uns, auch weitere Interessierte durch die Wohnungen führen zu können.

 

Abbildung: Arme als Hebel. Grafische Darstellung aus dem Vortrag „Ergonomische Anleitung für Transfers“ von Studierenden des Studiengangs Physiotherapie
Die Studierenden des Studiengangs Physiotherapie zeigen praktische Beispiele und Hilfsmittel (v.l.n.r. Sophie Klaer, Anna Brandmeier (Studierende); Foto: Christina Koch)

Beratungslandkarte: regionale Beratungsangebote für pflegebedürftige Menschen

Im Rahmen des Forschungsprojektes „DeinHaus 4.0“ hat die Technische Hochschule Rosenheim eine Übersicht über regionale Beratungsangebote für pflegebedürftige Menschen erstellt. In Form einer Landkarte sind die vielfältigen, kostenfreien Beratungsmöglichkeiten in der Region Rosenheim nun leichter auffindbar.

Hier können Sie die Beratungslandkarte einsehen.

RFO Bericht zur Beratungslandkarte.

 

Eröffnung Wohnkompetenzzentrum Freilassing im Oktober 21

Das Forschungsprojekt „DeinHaus 4.0“ der TH Rosenheim verzeichnet einen weiteren Meilenstein. Nach der Eröffnung des Wohnkompetenzzentrums in Amerang folgt nun die Muster- und Testwohnung in Freilassing.

Berichterstattung

 

Eröffnung des Wohnkompetenzzentrums in Amerang Sep 21

Am 28. September 2021 wurde das Wohnkompetenzzentrum Amerang feierlich eröffnet:

 

 

Podcast

RO-LIP Radio ist ein wöchentlicher Podcast über Themen und News aus der TH Rosenheim:

Radiobericht zum DeinHaus 4.0 Projekt mit Prof. Sabine Ittlinger

Von der Positionierung über die Partizipation zur Umsetzung

Viele von uns standen während eines Wohnungsumzugs schon vor der Entscheidung, wie die Möbel in der neuen Wohnung angeordnet werden sollten. Eine Frage mit der sich auch das Forschungsteam DeinHaus 4.0 für die Einrichtung der Freilassinger Musterwohnung konfrontiert sah. Im Rahmen eines Workshops erarbeiteten drei Teams anhand der Grundrisse zunächst unabhängig voneinander je einen Positionierungsvorschlag für den Wohn- und Essbereich sowie für das Schlafzimmer. Im Folgenden wurden die Ergebnisse in einem gemeinsamen Austausch auf zwei Varianten verdichtet.

Für ein direktes Einbeziehen der Bevölkerung wurde eine Online-Umfrage, welche über bestehende Kanäle gestreut wurde, durchgeführt. Dabei konnte die Zielgruppe über die Varianten vom 25. Juni bis 9. Juli abstimmen. Bei der Gegenüberstellung beider Varianten wurde sowohl für den Wohn- und Essbereich, als auch für das Schlafzimmer die Variante A präferiert. Eine weitere Frage zur Zufriedenheit mit den Positionierungen konnte die angegebene Präferenz bestätigen. So wurde Variante A auch dort signifikant höher bewertet, als Variante B. Wie zu erwarten, war der Effekt im Schlafzimmer deutlich geringer, was die sehr ähnliche Positionierung von Variante A und B wiederspiegelt. Die Ergebnisse flossen direkt in die weitere Projektarbeit ein.

Das Vorgehen diente nicht nur zur Erarbeitung einer möglichen Positionierung, sondern auch der Erprobung der partizipativen Vorgehensweise. So konnten erste Erfahrungen mit dem direkten Einbeziehen der Zielgruppe in den Forschungsprozess über eine Online-Umfrage gesammelt werden.

Download der Grafik Ergebnisse zur Vergrößerung hier.

 

Kontakt und weitere Informationen:

Andrea Kastl und Sandra Mayer-Huber

Sandra Mayer-Huber, M.Sc.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Zentrum für Forschung, Entwicklung und Transfer
sandra.mayer-huber* Bitte diesen Text entfernen *@th-rosenheim.de
+49 (0) 8031 805-2272

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