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Projekt "MoNa"

Monitoring von Nahwärmenetzen

Hintergrund und Inhalt des Projekts

Ausgangspunkt des Projektes war die Erkenntnis, dass Nahwärmenetze meist unzureichend in ihrem Betrieb überwacht und dadurch wesentliche Potenziale zur Effizienzsteigerung nicht erkannt werden. Im Projekt MoNa werden bestehende Netze unterschiedlichster Versorgungsstrukturen im Raum Südostbayern analysiert. Diese haben Erzeugertechnologien wie BHKWs mit Biogas, Erdgas und Palmöl, Biomassekessel für Landschaftspflegematerial und Hackschnitzel, Power-to-Heat-Module und solarthermische Anlagen mit dezentralen Wärmepumpen im sommerlichen Kaltnetz. So werden nahezu alle Technologien, die in der Praxis Anwendung finden, abgedeckt.

Der Status quo der Anlagen und des Anlagenbetriebs wird detailliert erfasst. Im häufigen Kontakt mit den Anlagenbetreibern werden die praxisrelevanten Punkte rund um die Nahwärmesysteme formuliert. So kann auf die jahrelange Erfahrung der Projektpartner zurückgegriffen und Ihr Know-How in das Projekt einbezogen werden.

Das Monitoring des Betriebes der Anlagen über den Zeitraum eines Jahres soll Aufschluss über das Verhalten liefern und Defizite und Optimierungsmöglichkeiten aufzeigen. Neben Optimierungen im System sollen auch die einzelnen Komponenten in ihrem Bilanzkreis betrachtet und ausgewertet werden, um so Aufschluss über deren Qualität zu erhalten.

Zur Auswertung der umfangreichen Datensätze wird das am Karlsruher Institut für Technologie (Fachgebiet Bauphysik & Technischer Ausbau) entwickelte Werkzeug MoniSoft verwendet. Durch die plattformunabhängige Software werden das Monitoring und die Betriebsanalyse vereinfacht. Seit 2013 wird die Software an der Hochschule Rosenheim maßgeblich mit weiterentwickelt. Weitere Informationen finden Sie hier.

Die Netze werden im Anschluss nach bestimmten Kriterien bewertet, um in den einzelnen Kategorien Vergleichsmöglichkeiten zu schaffen. Der hierfür entwickelte Kriterienkatalog umfasst Aspekte wie Primärenergieeffizienz, Energieeffizienz des Netzes, CO2- und andere Emissionen, sowie Regionalität der eingesetzten Energieträger.

Die Ergebnisse des Projektes können bei der Optimierung von Nahwärmenetzen, beispielsweise bei der Implementierung und Überwachung von Einsparcontracting eingesetzt werden. Darüber hinaus sollen die Ergebnisse auch Netzbetreibern zur Verfügung gestellt werden, um diese auch in Zukunft für die klassischen Probleme von Nahwärmesystemen zu sensibilisieren. Durch  die Wahl geeigneter Technik und Prävention durch Monitoring können Betriebskosten und Primärenergieeinsatz reduziert werden.

Projektziele

Die Ziele im Projekt sind:

  • Bewertung lokaler Nahwärmenetze nach Kriterien der Effizienz, Umweltverträglichkeit, Versorgungssicherheit
  • Entwicklung einer Methode zur Erstellung einer Baseline für ein Energieeinsparcontracting
  • Identifizierung von Optimierungspotenzialen
  • Entwicklung einer kostengünstigen Methode zum Monitoring und zur Effizienzsteigerung von Nahwärmenetzen

Die Herausforderungen im Projekt

Die Herausforderung besteht in der Implementierung eines Monitoring-Systems in gewachsene Nahwärmenetze (Bestandsnetze) und in der Entwicklung 

  • von Messmindestanforderungen für das Monitoring von Nahwärmenetzen,
  • eines Kriterienkataloges zur Bewertung von Nahwärmenetzen,
  • einer kostengünstigen Methode als Standard für das Monitoring von Nahwärmenetzen.

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