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Projekt "Nemo"

Hintergrund und Inhalt des Projekts

Der effiziente Betrieb von Fernwärmesystemen basiert auf einem komplexen Zusammenspiel unterschiedlicher Erzeuger mit verschiedenen Verbrauchern. Oft werden die Betriebszustände nur ungenau überwacht, lediglich werden zeitlich summierte bzw. gemittelte Werte erfasst, so dass Schwächen nur in Form von Jahreskennzahlen sichtbar werden, ohne die dahinterstehenden Optimierungspotenziale erkennen zu können. Im Ergebnis werden viele Systeme unwirtschaftlich betrieben und wichtiges Potenzial bei der Umstellung der Energieversorgung auf nachhaltige Energiequellen bleibt ungenutzt.

Projektziel

Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung einer Methode, die es Betreibern von Fernwärmesystemen ermöglicht, ihre Systeme kostengünstig und kontinuierlich energetisch zu überwachen, Optimierungspotenziale zu identifizieren und Maßnahmen zur Hebung dieser Potenziale abzuleiten. Dazu werden die wesentlichen zu überwachenden Kennzahlen in einem Kriterienkatalog zusammengestellt, geeignete Methoden zur Darstellung aufbereitet und die Mindestanforderungen an die zu messenden Daten und deren Erfassung formuliert.

Herausforderung und Innovation

Es entsteht ein standardisiertes Verfahren zum kostengünstigen energetischen Monitoring von Fernwämesystemen. Die Methode ist unabhängig von der Größe des Systems, womit eine große Spannbreite in der Anwendung gegeben ist. Das Verfahren wird in einem Leitfaden beschrieben. Es wird eine großflächige Verbreitung, beispielsweise über Workshops und Seminare angestrebt, deren Grundkonzept im Projekt erarbeitet werden soll. Darüber hinaus prüft die AGFW die Aufnahme des entwickelten Verfahrens in das technische Regelwerk. Zusätzlich wird von der AGFW eine Datenbank aufgebaut, in der die Monitoringdaten dieses und zukünftiger Monitoringprojekte dauerhaft anonymisiert für die Forschung verfügbar gemacht werden.

Softwareentwicklung

Im Rahmen des Projektes entsteht das Monitoringtool MetricX, welches zur Datenzentralisierung, -visualisierung und zum Datenmanagement dient. Das webbasierte Tool, ermöglicht die Verarbeitung von mehreren Millionen Messwerten pro Tag, bietet zudem Möglichkeiten zur Datenbereinigung, zur Aggregierung und zur Anwendung von Rechenoperationen auf Zeitreihen. Mit dem MetricX-Notebook, wird die Visualisierung der Daten mit einem Texteditor vereint. Die Benutzer werden in die Lage versetzt, Auswertungen zu erstellen, zu speichern und sie mit ihren Kollegen zur teilen. MetricX soll künfigt nicht nur innerhalb des Projektes Nemo Anwendung finden, sondern auch in anderen Projekten, wie zum Beispiel den meteorologischen Stationen der Hochschule Rosenheim. 

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