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Expertise der TH Rosenheim für Bürgerrat Klima

Der erste bundesweite Bürgerrat Klima präsentierte seine Ergebnisse. Unterstütz wurden die Teilnehmer*innen unter anderem durch das Fachwissen von Professoren der TH Rosenheim

In den letzten Wochen und Monaten tagte zum ersten Mal der Bürgerrat Klima zu der Frage: Wie kann Deutschland die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens erreichen – unter Berücksichtigung gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und ökologischer Gesichtspunkte? 160 Menschen, zufällig ausgewählt aus ganz Deutschland haben dafür über 50 Stunden lang diskutiert, Vorträge gehört und Empfehlungen erarbeitet.

Themenpaten und Faktenchecker von der TH Rosenheim

Unterstützt wurden die Bürger*innen auch durch Fachwissen der Technischen Hochschule Rosenheim. Prof. Harald Krause und Prof. Uli Spindler vom Studiengang Energie und Gebäudetechnik agierten etwa als sogenannte Themenpaten und halfen dem Organisationsteam bei den Vorbereitungen des fachlichen Bereichs Gebäude und Wärme. Hier ging es darum, die wichtigsten Probleme des Handlungsfelds zu klären und anschließend passende Referent*innen zu finden. Dadurch konnten sich die Bürger*innen schnell und kompakt das nötige Grundwissen für die Diskussionen im Bürgerrat aneignen. Die Themenpaten hatten im Prozess außerdem die Aufgabe, die Entwürfe der Bürgerräte zu prüfen und anschließend wissenschaftliches Feedback an die Räte zu geben, bevor diese ihre Handlungsempfehlungen finalisierten. Prof. Krause hat des Weiteren einen der zahlreichen Vorträge übernommen. Ferdinand Sigg, Doktorand am Zentrum für Forschung, Entwicklung und Transfer der TH Rosenheim, war als Faktenchecker tätig. Hierbei ging es darum Fachfragen aus den Diskussionsrunden live zu recherchieren und zu beantworten.

„Das 1,5° Ziel hat oberste Priorität“

Am Ende wurden über 80 Empfehlungen für die deutsche Klimapolitik in den Bereichen Mobilität, Gebäude und Wärme, Ernährung und Energie erarbeitet - mit dem klaren Auftrag an die Politik, das 1,5° Ziel weiter zu verfolgen, um "den Erhalt der Lebensgrundlagen aller Menschen sicherzustellen“. Alle Empfehlungen können unter buergerrat-klima.de/die-ergebnisse eingesehen werden.

„Es war für mich beeindrucken, zu erleben, wie sich über alle gesellschaftlichen Gruppen hinweg eine Zusammenarbeit und eine Bereitschaft auch für Kompromisse entwickelt hat. Auch unter Klimaschutzaspekten kann sich das Ergebnis sehen lassen. Die Bürgerinnen und Bürger sind bereit, viel weiter zu gehen als die Politikerinnen und Politiker ihnen zutrauen – wenn sie entsprechend aufgeklärt wurden“, beschreibt Prof. Uli Spindler die Arbeitsweise des ersten Bürgerrats Klima. Für Schirmherrn Bundespräsident a. D. Horst Köhler sendet der Bürgerrat eine starke Botschaft: „Unterschätzt die Bürgerinnen und Bürger nicht – ihre Veränderungsbereitschaft und auch ihre Bereitschaft, mitzumachen bei der Suche nach Wegen aus der Klimakrise. Es gibt Lösungen und um diese Lösungen gilt es jetzt zu ringen. Damit ist der Bürgerrat zugleich ein Zeichen gegen Mutlosigkeit, Resignation und Zweifel an der Fähigkeit der Demokratie, Krisen zu überwinden.“

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